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12-Stunden-Mofarennen in Döttesfeld: Von Runde zu Runde schneller

Bis auf 10 PS „aufgemotzt“ – Bürgermeister Fischbach schwenkte die Startflagge

Döttesfeld. Es war noch dunkel, da herrschte oberhalb von Döttesfeld schon viel Leben. Die vierzehn Teams für das 12-Stundenrennen der Mofas waren bereits mit den Vorbereitungen für das Rennen beschäftigt.
12-Stunden-Mofarennen in Döttesfeld: Von Runde zu Runde schneller

Im Laufe des Rennens nahmen Fahrer und Maschine immer mehr die Erdfarbe an. Fotos: Wolfgang Tischler

In der Boxengasse wurden die Zelte gestellt, das Werkzeug und die Ersatzteile sortiert, die ersten Probefahrten absolviert. Es wurde kurz diskutiert: Passen die Reifen oder doch lieber grobere Stollen aufziehen?

Richtig Speed geben konnten die Fahrer nur auf einer langen Geraden von rund 100 Metern, die restlichen 300 Meter waren mit Kurven unterschiedlicher Radien durchsetzt. Hinzu kamen noch Gefälle und Steigungen.

Die überwiegende Meinung der Rennfahrer zum Parcours lautete: „Anspruchsvoll, aber nicht zu schwer.“ Der Untergrund hatte es allerdings in sich. Die Strecke war auf einer brachliegenden Wiese abgesteckt. Schnell war die Grasnarbe abgefahren, der Untergrund war relativ feucht und die Bahn wurde zunehmend rutschiger in der ersten Stunde.

Im Laufe des Tages wurde die Strecke dann immer trockener und griffiger. Durch die in den Kurven eingefahrenen Spuren konnten später auch die Kurvengeschwindigkeiten gesteigert werden.

Der Start erfolgte bereits um 8.37 Uhr in der Frühe. Die Verbandsbürgermeister Josef Zolk und Wolfgang Kunz waren neben den Ortsbürgermeistern Martin Fischbach (Döttesfeld) und Volker Mendel (Harschbach) gekommen, um den Start zu vollziehen.

Die Startflagge senkte Martin Fischbach und der so genannter „Le Mans-Start“ war frei. Die Maschinen standen schön aufgereiht und die Piloten mussten 50 Meter bergauf sprinten, die Maschinen anwerfen und los ging es.

In diesem Jahr wurde das Rennen mittags freiwillig für eine Stunde Pause unterbrochen. Im letzten Jahr war dies nicht ganz freiwillig geschehen, denn eine Beerdigung auf dem in der Nähe liegenden Friedhof war der Anlass für die Unterbrechung.

Die Ruhepause hatte den Teams gefallen und so wurde sie in diesem Jahr offiziell eingeführt. Die Zielflagge senkte sich exakt um 18.38 Uhr.

Die krummen Start- und Zielzeiten haben einen tieferen Sinn. Bei Start des Rennens wurde die Endzahl „7“ gewählt, weil es das siebte Rennen war. Die „8“ stand für das kommende Rennen. Alle Mannschaften fahren zwar nur zum Spaß, aber gekämpft wurde von Anfang an. Nach dem Motto: „Jeder Millimeter zählt!“, sahen die Zuschauer immer wieder packende Zweikämpfe. Wie bei einem richtigen Rennen, durften natürlich die Streckenposten nicht fehlen. Die Fahnen schwenkten die Trabbifreunde aus Döttesfeld.

Auf der langen Geraden kamen die Mofas schon auf ihre 50 km/h. Auch mit ihren Pferdestärken konnten sich die „Rennmaschinen“ sehen lassen. Hat ein für Straßen zugelassenes Mofa meist unter zwei PS, so waren in Döttesfeld Maschinen mit über zehn PS auf der Strecke zu erleben.

Es ist schon erstaunlich, was sich aus weniger als 50 Kubikzentimeter Hubraum heraus holen lässt. Entsprechend laut sind natürlich auch die Maschinen. Dem Rennfeeling war das allerdings zuträglich, zumindest für die eingefleischten Fans. Wolfgang Tischler

Das Ergebnis der Teams am Ende des Tages sah so aus:
1. Grashoppers Racing Team aus Kescheid
2. DTC Seifen aus Seifen
3. Cool Runnings aus Weyerbusch
4. Top-Race aus Rettersen (Vorjahressieger).
Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
   

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