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"Glück Auf" zum 135. Geburtstag der Bindweider Bergkapelle

Zum 135. Geburtstag der Bindweider Bergkapelle gab es viertägiges Musikfest zu dem viele hundert Gäste kamen. Mit dem offiziellen Festkommers am Freitag gab es Glückwünsche und Geschenke für den Verein. Ehrungen für verdiente Musikerinnen und Musiker gehörten dazu und das Fest bot den würdigen Rahmen.
\"Glück Auf\" zum 135. Geburtstag der Bindweider Bergkapelle

Alois Christian (links) wurde für 60 Jahre aktives Musizieren mit dem Goldenen Ehrenzeichen mit Diamanten und einer Ehrenurkunde vom Kreismusikverband ausgezeichnet. Fotos: anna

Malberg. Ein 135. Geburtstag ist zwar kein sogenanntes echtes Jubiläum, aber für die Mitglieder der Bindweider Bergkapelle trotzdem ein guter Grund, dieses gebührend und mit vielen Gästen zu feiern.
Das Festprogramm erstreckte sich über vier Tage und startete am Freitagabend mit einem "Feuerwerk der Blasmusik", wie es in der Festzeitschrift angekündigt war. Das Orchester „Dunajska kapela“ aus der Tschechei und die Formation „Quattro Poly“ gestalteten den ersten Abend, zu dem etwa 230 Besucher in das Festzelt gekommen waren.
Der zweite Festtag begann mit der Vorabendmesse, die von der Bindweider Bergkapelle mitgestaltet wurde. Pfarrer Rudolf Reuschenbach leitete den Gottesdienst. Im Festzelt grüßte die Geburtstagskapelle unter der Leitung von Sven Hellinghausen ihre Gäste dann mit dem Marsch "Die Sonne geht auf".
Jan Thiel, der erste Vorsitzende begrüßte den Schirmherrn Konrad Schwan, MdL Peter Enders, die Bürgermeister Albert Hüsch von Malberg und Burghard Schneider aus Kundert, den Ehrendirigenten Herbert Weller und alle Ehrenmitglieder des Vereins. Thiel erinnerte an das letzte große Fest vor fünf Jahren und meinte, seitdem habe sich viel getan. Vor einem Jahr habe man im Verein beschlossen auch den 135. Geburtstag groß zu feiern. Sein Dank galt all denen, die in vielfältiger Weise zum Gelingen des Festes beigetragen hätten.
Er appellierte an die Erwachsenen, den Kindern auch weiterhin das Gemeinschaftsgefühl vorzuleben, damit die Kapelle eine Zukunft habe. Die Moderation des Abends übernahm anschließend Uwe Fischer und kündigte die Jugendkapelle des Orchesters an.
Die Kinder und Jugendlichen lieferten Potpourris der Titelmelodien aus James Bond Filmen, sowie den besten Liedern der Gruppe "Queen". Dabei bewies der 13 jährige Johannes Kohlhas sein Talent als Solist an der Trompete.
Schirmherr Konrad Schwan erhielt von Fischer einen Regenschirm in den Farben schwarz-gelb, mit dem Maskottchen der Bergkapelle, einem kleinen Maulwurf, überreicht. Schwan malte in seiner Rede erst einmal ein düsteres Bild, von der Auflösung des Vereins. Doch dann meinte er, es hätten sich in 135 Jahren immer Menschen gefunden, die die Bindweider Bergkapelle erhalten haben und der derzeitige Nachwuchs gäbe Anlass zur Hoffnung, dass es auch mal ein großes Fest zum 250 jährigen Bestehen geben werde.
Dem Vorsitzenden überreichte Schwan gleich zwei Umschläge als Geschenk, einen von der Verbandsgemeinde Gebhardshain und einen vom Kreis Altenkirchen. Er selbst hatte dem Orchester eine neue Trommel mitgebracht.
In die Reihe der Gratulanten reihte sich dann der Frauenchor Malberg unter der Leitung von Rosi Vierschilling ein und gab drei Lieder zum Besten. Danach folgte die Daadetaler Knappenkapelle, dirigiert von Marco Lichtenthäler.
Als Vertreter des Kreismusikverbandes traten Thomas Löb (2. Vorsitzender) und Hubert Latsch (Geschäftsführer) auf die Bühne. Latsch stellte die Frage in den Raum, wie viele Menschen sich wohl im Verlauf der 135 Jahre bei der Bindweider Bergkapelle eingebracht hätten. Er vermutete, es seien wohl Tausende gewesen, die zum Erhalt der Kapelle auf ganz unterschiedliche Weise beigetragen haben. Auch derzeit hat die Bindweider Bergkapelle viele langjährige, aktive Mitglieder in ihren Reihen, die von Latsch und Löb bei diesem Anlass ausgezeichnet wurden.

Das Jugendehrenzeichen in Silber für 5 Jahre musizieren erhielten: Fabienne Binder, Lukas Zeuner, Tim Kuhlen, Jessica Pilorz, Lea Langenbach, Anna-Lena Weller, Marielle Zeuner, Tanja Fischer, Jonas Hombach, Dana Kemblowski, Johannes Kohlhas, Nicole Schäfer, Alexander Weber, Annemarie Weller und Jannik Zeuner.
Das Erwachsenen-Ehrenzeichen in Bronze für 10 Jahre bekamen Oliver Winter und Volker Seibert.
Das Ehrenzeichen in Silber für 20 Jahre ging an Alexandra Seibert, Isabelle Schneider, Daniel Nauroth und Jürgen Seibert.
Das Ehrenzeichen in Gold für 30 Jahre erhielten Martin Krieger, Ilona Weshöfer, Uwe Fischer, Jan Thiel und Marko Zeuner. Das Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre erhielten Manfred Seibert und Michael Christian.
Ein Ehrenzeichen in Gold mit Diamanten und dazugehörigem Ehrenbrief bekam Alois Christian für 60 Jahre aktives Musizieren überreicht.
Ortsbürgermeister Albert Hüsch bezeichnete die Bindweider Bergkapelle als den ältesten Kulturträger der Gemeinde, der bis heute das kulturelle Leben im Ort bereichert. Die Kapelle habe schlimme Zeiten überstanden und sei auch während der Kriege geordnet geführt worden. Die gute Nachwuchsarbeit und das Leistungsvermögen des Orchesters wären beeindruckend, so Hüsch. Den Mitgliedern stellte er in Aussicht, dass die Ortsgemeinde die Kapelle auch in Zukunft immer fördern werde.
Zu den weiteren Gratulanten des Abends gehörte die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Malberg, die Kirmesgesellschaft, der Spielmannszug "Frei Weg" Wirges, und der Bollnbacher Musikverein Herdorf. Zum gemeinsamen Finale formierten sich die Kapellen und spielten den beliebten "Glück Auf Marsch" um anschließend mit dem großen Zapfenstreich den offiziellen Teil des Festkommerses zu beenden. Später spielten die Gastgeber zum Tanz auf.
Mit Musik ging es natürlich auch am dritten Festtag weiter. Am frühen Nachmittag startete eine Marschparade auf dem Sportplatz von Malberg. Daran beteiligten sich Kapellen aus der VG Wissen, Elkenroth, Nistertal, Luckenbach und das Blasorchester Marienstatt. Im Anschluss unterhielt das „Egerland Echo“ die Festgäste im Zelt. Zum Frühschoppen am Montag wurde der Musikverein Brunken und „Die lustigen Eifelländer Musikanten“ aus Pitscheid erwartet.

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