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2 x 150 Jahre Westerwald Bank werden gefeiert

Die Region des Westerwaldes soll in drei Landkreisen das 150-jährige Jubiläum der Westerwald Bank feiern. Mit Aktionstagen, einer faszinierenden Ausstellung und zahlreichen Aktivitäten lädt die Genossenschaftsbank ein. Die Geburtstunde schlug 1862 im damaligen Amt Hachenburg mit der Gründung eines Vorschussvereins. Eine Chronik erzählt die Geschichte und Entwicklung der Westerwald Bank.
2 x 150 Jahre Westerwald Bank werden gefeiert

Das Programm des Jubiläumsjahres und die eigens erarbeitete Chronik zum 150-jährigen Bestehnes der Westerwald Bank stellten Vorstandssprecher Wilhelm Höser, und die Bankvorstände Markus Kurtseifer und Paul-Josef Schmitt (von links) vor. Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Region. Zwei mal 150 Jahre Westerwald Bank werden mit 18 Veranstaltungen in der Region gefeiert. Die Vordenker und Gründerväter des Genossenschaftswesens Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen schmücken das Jubiläumslogo und stehen für den Begriff 2 x 150 Jahrfeier.
Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Vorstandssprecher Wilhelm Höser und die Bankvorstände Paul-Josef Schmitt sowie Markus Kurtseifer die geplanten Aktivitäten der Bank im Jubiläumsjahr vor.

Die Geschichte der Bank wurde professionell aufgearbeitet und es entstand ein "Stammbaum" , der in beeindruckender Weise den Weg vom ersten Vorschussverein und dem „Weyerbuscher Brodverein“ bis zur heutigen Westerwald Bank. Was vor 150 Jahren aus der Not geboren wurde, ist heute im Internationalen Jahr der Genossenschaften ein weltweit beachtetes Erfolgsmodell.

Die Geburtsstunde schlug 1862 in Hachenburg. Georg Mergler gründete nach den Ideen von Schulze-Delitzsch den Vorschussverein für das Amt Hachenburg. Im gleichen Jahr wurden Darlehenskassenvereine in Rengsdorf, Bonefeld und weiteren Orten gegründet. In nur wenigen Jahren gab es in vielen Orten Spar- und Darlehenskassenvereine nach dem Genossenschaftsprinzip.
Die Fusion der Volksbank Westerwald mit der Raiffeisenbank 2000 Westerwald im Jahr 2001 ließ die Westerwald Bank entstehen, die heute mit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehr als 70.000 Mitgliedern zu einer der führenden Genossenschaftsbanken Deutschlands gehört.

In 18 regionalen Veranstaltungen wird das Jubiläum gefeiert. Höser stellte die Aktionstage vor, die mit einer Ausstellung zum Tag der offenen Tür und Aktivitäten für Jung und Alt in den Orten gefeiert wird. Dies ist eingebettet in Aktionstage der jeweiligen Orte, die Daten werden entsprechend veröffentlicht.

Des Weiteren gibt es im Jubiläumsjahr den Spendenschwerpunkt Kindergärten. „Jeder Kindergarten im Geschäftsgebiet erhält 500 Euro“, kündigte Höser an. Des Weiteren wurde für die Mitglieder der Bank ein Jubiläumsprodukt entwickelt.

Die Ausstellung zeigte den Wandel der Zeit, sowohl im Geldverkehr, als auch die Bankgebäude von früher und heute. Die Banküberfälle sind ein Thema, ebenso das Internationale Jahr der Genossenschaften. Natürlich ist den Gründervätern Raum gewidmet und abgerundet wird die Ausstellung mit ganz unterschiedlichen Exponaten.

Eine Chronik erscheint im Februar, die einen Bogen von 1862 bis 2012 spannt, und in spannender Weise die Entwicklung der Genossenschaftsbanken aufzeigt. In den unterschiedlichen Rubriken führt die Chronik von den Ursprüngen über das Kaiserreich und die NS-Zeit bis zum Wirtschaftswunder und die Fusionen. Dem Raiffeisen-Begegnungszentrum ist ein Abschnitt gewidmet.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Die Genossenschaftsidee ist in Entwicklungsländer ebenso aktuell wie in Industrienationen. Denn auch im fünften Jahr der Finanzkrise habe sich gezeigt, dass die Genossenschaftsbanken ohne staatliche Unterstützung auskommen, so Markus Kurtseifer. „Wir sind Dienstleister mit Verantwortung für unsere Mitglieder und die Region, die genossenschaftlichen Werte bestimmen das Handeln“, so Kurtseifer. Die Genossenschaftsidee beziehe sich nicht nur auf den Bankensektor, auch im Energiesektor sei die Gründung von Genossenschaften heute aktuell.
Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 zeigte sich der Vorstand zufrieden. Wir verzeichnen ein Wachstum von rund fünf Prozent, so Höser. Die Bilanz wird voraussichtlich Anfang März vorgestellt. (hws)
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