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Kultur | Hardert

Studiobühne Hardert präsentierte Bodo Bach

Der wortgewaltige Hesse hat Mitleid mit Rindviechern und legt sich mit Karl Lagerfeld an

Hardert/Oberhonnefeld. Auch wenn derzeit der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Hardert läuft, die Studiobühne Hardert ist findig und weicht einfach nach Oberhonnefeld in das Kultur- und Jugendzentrum aus. In Hardert wäre der Saal aus allen Nähten geplatzt aber in Oberhonnefeld in der großen Halle gab es noch an der Abendkasse Karten.
Studiobühne Hardert präsentierte Bodo Bach

Auch kleine Dinge konnte Bodo Bach groß herausbringen. Fotos: Wolfgang Tischler

Die Besucher wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil, die Lachmuskeln wurden teils bis aufs Äußerste strapaziert. Schon vor Beginn flimmerten lustige Filmchen an der Bühnenrückwand und riefen Lachsalven hervor.

Als dann Bodo Bach die Bühne betrat und sich als waschechter „Hesse“ und „Offebächer“ outete und zu plaudern begann, war Stimmung pur angesagt. Natürlich redete er auch von seinem Titel der Show: „…und …wie war ich?“ und fand: „Die Frage wird eigentlich nur in Schlafzimmern gestellt. Dafür ist die Frage aber viel zu schade.“

Ein Star ist natürlich viel unterwegs und so kam er auch auf das Reisen mit der „Thromboseschleuder“. Natürlich meinte er damit das Flugzeug und gesteht, dass er Flugangst besitzt und am liebsten den Flug verschlafen möchte.

Die ständigen Durchsagen von Pilot und Crew wecken ihn allerdings rhythmisch auf. „Richtig Angst machen mir dann die Sicherheitshinweise. Für was braucht ein Flugzeug denn eine Schwimmweste? Was wäre passiert, hätte damals die Titanic Fallschirme an Bord gehabt?“, sinnierte der Comedy-Star.

Interessant auch die Altersangabe des Mannes im „Best Ager“, wie er sich selbst nennt: „Ich bin 50 Jahre und 51 Monate, also genau in der Mitte des Lebens nach der Heesterszeitrechnung.“

Bodo erinnert sich an seine Jugend, beschreibt Szenen seiner Ehe und gewährt Zutritt in sein trautes Heim. Und eines lernen die Besucher: Der Alltag des glücklich verheirateten Familienvaters, ist für gewöhnlich recht ungewöhnlich. Kaum hatte er die Renovierung seiner Wohnung halbwegs glimpflich überstanden, überraschte ihn seine modisch interessierte Gattin mit einem nervenaufreibenden Einkaufsbummel im neuen Einkaufszentrum am Rande von Offenbach.

Dort traf er auch auf Karl Lagerfeld. Für Bodo eine große Freude, für den Modezar eine eher schmerzhafte Begegnung. „Eines kann ich Euch sagen: Der Zopf ist echt!“, war die Begründung des „Offebächers“ für seine Freude.

Beim Essen ist Bach mittlerweile wählerisch, denn „nach den Lebensmittelskandalen esse ich nur noch Steaks von Rindern, deren Lebenslauf ich kenne“. Zum Schlachten der Tiere folgte dann seine eigene Theorie: „Beim Schlachten entsteht Stress, dann schmeckt das Gulasch zäh. Auf den Biohöfen wird heute nicht mehr geschlachtet. Dort kommt ein Sozialarbeiter, der die Viehcher totlabert.“

Klar, dass das begeisterte Publikum den Star nicht ohne Zugabe von der Bühne ließ. Wolfgang Tischler
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