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Nachricht vom 29.10.2012 - 21:49 Uhr    

Schottische Highland-Rinder grasen in Thalhausen

Nachdem die frühere landwirtschaftliche Nutzung im Burbach- und Iserbachtal aufgegeben wurde, verbuschten die Flächen immer mehr. Seit Jahren gab es seitens der Ortsgemeinde Thalhausen Überlegungen, dort eine Beweidung zu installieren.

Die schottischen Hochlandrinder scheinen mit den Besuchern zu kommunizieren.

Thalhausen. Im vergangenen Jahr konnte André Müller für eine extensive Beweidung der Flächen mit Schottischen Highland-Rindern gewonnen werden. Im Oktober 2011 wurde dann auf Initiative der Ortsgemeinde Thalhausen und in Zusammenarbeit mit Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Kreisverwaltung Neuwied und der Verbandsgemeinde Rengsdorf ein extensives Beweidungsprojekt auf den Weg gebracht.

Mit Hilfe eines Landeszuschusses in Höhe von 9.000 Euro, den die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord der Ortsgemeinde zur Pflege und Entwicklung der Talwiesen zur Verfügung stellte, konnte die Beweidungsmaßnahme gestartet werden.

Die Vorbereitung der Flächen nahm viel Zeit in Anspruch. Etliche Arbeitsstunden waren erforderlich, bevor die Tiere im April des Jahres auf die Weide konnten. Nun grasen insgesamt vier Schottische Hochlandrinder im Burbach- und Iserbachtal.

Ziel der Beweidung ist die Offenhaltung der Wiesen als Lebensraum für Vögel und Fledermäuse und die Entwicklung von Kleinstrukturen für Amphibien, Reptilien, Schmetterlinge und Heuschrecken. Die Flächen liegen innerhalb des Naturparks Rhein-Westerwald und etwa die Hälfte der Beweidungsfläche liegt im Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet „Brexbach- und Saynbachtal“.

Nachdem nun erste Erfolge der Beweidung zu erkennen sind, trafen sich Vertreter der Behörden mit Ortsbürgermeister Lemgen und André Müller vor Ort, um sich von der positiven Entwicklung des Gebietes zu überzeugen.

Ortsbürgermeister Lemgen begrüßte alle, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Ein besonderer Gruß galt Vizepräsident David Langner von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, dem 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach von der Kreisverwaltung Neuwied und Bürgermeister Rainer Dillenberger von der Verbandsgemeinde Rengsdorf. Er dankte allen für die gute Zusammenarbeit, insbesondere auch den Grundstückseigentümern, die ihre Flächen für die Beweidung zur Verfügung stellen und ohne die sich dieses Projekt nicht hätte realisieren lassen.

André Müller berichtete über die Anfänge seiner Arbeit mit Schottischen Highlands. Er erläuterte die Besonderheiten dieser Rasse. Die Tiere fressen nicht nur Gras sondern nehmen auch mit jungen Strauch- und Baumbetrieben vorlieb, sind sehr genügsam und kommen ohne Zufütterung und Stall aus, erklärte er. Allerdings wird er die Tiere in Kürze von der Weide nehmen, um Trittschäden im Winter zu vermeiden.

Vom Ergebnis der Beweidung waren alle begeistert. Wie viele Rinder in den kommenden Jahren nötig sein werden, um das Tal offen zu halten, wird sich in den nächsten Jahren zeigen und alle sind gespannt, wie die Entwicklung im Tal weitergehen wird.

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