Werbung

Nachricht vom 30.04.2013 - 22:14 Uhr    

Güllebecken der Biogasanlage Neitzert lief offensichtlich über

Nach vorliegenden Informationen ist das große Auffangbecken für die Gülle der Biogasanlage Neitzert übergelaufen. Der Störfall wurde bislang nicht den Behörden gemeldet, obwohl hierzu eine Verpflichtung besteht. Die Kreisverwaltung Neuwied nimmt die Ermittlungen auf.

An der Wand des Güllebeckens finden sich noch die Spuren von übergetretener Gülle. Fotos: Wolfgang Tischler

Neitzert. Die Biogasanlage in Neitzert wird zur Zeit nur mit einer vorläufigen Genehmigung betrieben. Im Moment sind der Bebauungsplanentwurf und die städtebauliche Vereinbarung für die Biogasanlage in der Genehmigungsphase. Die Offenlegung ist erfolgt, über 100 Einwendungen liegen laut Informationen des NR-Kurier vor. Diese müssen nun abgewägt werden. Die entsprechende Sitzung des Gemeinderates steht noch aus.

Jetzt wurde dem NR-Kurier ein Störfall bekannt, welcher sich am vergangenen Wochenende zugetragen haben soll. Durch starke Regenfälle sind überdurchschnittlich viele Wassermassen auf der Biogasanlage angefallen. Dieses belastete Wasser soll nach vorliegenden Informationen mit in das große Güllebecken laufen. Das Becken konnte nicht mehr alles fassen und ist übergelaufen, so wird berichtet. Dies wird durch Fotos belegt und entsprechende Spuren wurden vorgefunden. Um welche Mengen es sich dabei handelte ist nicht bekannt. Es müssen aber schon viele Kubikmeter gewesen sein, denn die Fläche, auf der die Spuren sichtbar sind, ist groß.

Die Nachfrage des NR-Kurier am heutigen Dienstag (30.4.) bei der Kreisverwaltung Neuwied ergab, dass von diesem Vorfall in der Behörde nichts bekannt ist. Pressesprecher Jürgen Opgenoorth bestätigte, dass ein solcher Störfall anzeigepflichtig sei. Dem Puderbacher Verbandsbürgermeister Volker Mendel ist ebenfalls von dem Vorfall nichts bekannt. Wie es derzeit aussieht, sollte der Störfall offenbar nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass es einen weiteren „Unfall“ gab. Beim Abfahren der Gülle sind wahrscheinlich durch einen technischen Fehler im Ort Neitzert größere Mengen Gülle aus dem Fass auf die Straße und Vorgärten gelangt. Vieles soll in die Kanalisation gelaufen sein. Die zuständige Feuerwehr, die in solchen Schadensfällen hinzuzuziehen wäre, wurde nicht alarmiert.

Talseits der Biogasanlage gibt es eine Rigole zur Versickerung. Dort sind noch Reste von Gülle sichtbar. Sind dort größere Mengen von verunreinigtem Wasser oder Gülle versickert? Wo kommt dieses Wasser her? Darauf konnte der NR-Kurier bislang keine Antwort finden. Wir werden die eingeleiteten Ermittlungen verfolgen und weiter berichten. Wolfgang Tischler

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
     


Kommentare zu: Güllebecken der Biogasanlage Neitzert lief offensichtlich über

1 Kommentar

Es ist eine echte Sauerei was hier mal wieder alles unter den Teppich gekehrt werden sollte. Dafür müsste man den Bürgermeister Neuwied, Puderbach usw. entlassen und Pension/Rente kürzen. Und die zuständigen Mitarbeiter müssten in die Kanalisation rein und saubermachen. Wenn ein Bürger das macht kommt der natürlich in den Bau aber doch nicht die vom Amt oder andere die das nötige Kleingeld haben!
#1 von Mark, am 02.05.2013 um 05:26 Uhr

Aktuelle Artikel aus der Region


Prinzessin Sabine I. führt Altenkirchener Narren an

Altenkirchen. Am Freitag, 17. November, hatte die Karnevalsgesellschaft (KG)Altenkirchen 1972 e. V. zur Proklamation des ...

Feuer zerstört Scheunentrakt in Güllesheim

Güllesheim. Am Samstag, 18. November, alarmierte die Leitstelle Montabaur die Feuerwehr Pleckhausen, gegen 4.40 Uhr, zu einem ...

Vermisstensuche erfolgreich - Senior im Krankenhaus

Kirchen. Am Freitag, 17. November, gegen 20 Uhr wurde die Polizei Betzdorf mitgeteilt, dass ein 80-Jähriger an Demenz erkrankter ...

Kein Ausschluss des Nordischen Sportes vom Stegskopf

Emmerzhausen. Hierdurch müssen viele Westerwälder Sportler alljährlich in etwas mageren Wintern viele Wege mit dem Auto zurücklegen ...

„Wir zwei gehören zusammen“ - Enders liest in Rotter Kita

Rott. An einem warmen Frühlingsmorgen entdeckt der Hase den Igel. So etwas Stacheliges hat er noch nie gesehen. Ihm gefällt ...

Neue Winterbroschüre für den Westerwald erschienen

Region. Eine Übersicht aller Weihnachtsmärkte ist der Kern der nun neuen Winterbroschüre. An über 16 Orten im Westerwald, ...

Weitere Artikel


Die ersten Chirotherapeuten zertifiziert

Gebhardshain. Aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich an den vergangenen beiden Wochenenden Ärzte, Physiotherapeuten und ...

Deutsches Sportabzeichen beim Ski-Club

Wissen. Bereits zum 35. Mal finden traditionell die Abnahme- und Trainingsmöglichkeiten zum Ablegen des Deutschen Sportabzeichens ...

Vier Herdorfer Einrichtungen erhielten 3.820 Euro

Herdorf. Gerade einmal neun Tage ist es her, da fand im Hüttenhaus ein tolles Konzert unter dem Titel „Classic meets Pop“ ...

Hochbeet der Kita erneuert

Betzdorf. Das Gartenhochbeet der St. Christophorus Kindertagesstätte auf dem Alsberg in Betzdorf konnte schon längere Zeit ...

Bätzing-Lichtenthäler auf Platz 3 der Landesliste

Kreis Altenkirchen. „Ich danke allen Delegierten für diesen eindrucksvollen Vertrauensbeweis“, freut sich Sabine Bätzing-Lichtenthäler ...

Frühling am Arbeitsmarkt kommt sehr zaghaft

Neuwied. Auch wenn uns der April bereits einige schöne Frühlingstage beschert hat, so fällt die saisonübliche Frühjahrsbelebung ...

Werbung