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Nachricht vom 14.01.2016 - 07:32 Uhr    

Rathaus Wissen: Neubau oder Umbau der ehemaligen Realschule

Seit mehr als zehn Jahren wird über das Thema Rathausneubau in Wissen nachgedacht und in den Räten der Verbandsgemeinde und der Stadt sowie den Ausschüssen gestritten und Lösungen gesucht. Varianten gibt es viele, jetzt muss in diesem Jahr eine Entscheidung fallen.

Planungsentwurf für den Neubau neben der Westerwald Bank Wissen.

Wissen. Noch im Jahr 2016 muss eine Entscheidung zur Zukunft des Rathauses in Wissen fallen. Es gibt mehrere Varianten, die in den Beratungen stehen. Da ist einmal das Investorenmodell, das heißt private Bauherren bauen das neue Rathaus. Die Verwaltung mietet dann die Räume. Dieses Modell ist nicht förderfähig aber deshalb noch nicht vom Tisch und in den Beratungen.

Die zweite Lösung: Es wird in Eigenregie gebaut, und zwar neben der Westerwald Bank, veranschlagte Summe: 7,2 Millionen Euro nach den neuen Berechnungen. Hier gibt es eine Förderung des Landes von rund 2,5 Millionen Euro.

Die dritte Lösung: Der Umbau der früheren Realschule im Kreuztal. Diese Variante kam neu hinzu, denn für das Realschulgebäude war eine Nutzung durch die Berufsbildende Schule ursprünglich vorgesehen. Derzeit wird eine Grobeinschätzung zu den Möglichkeiten eines Umbaus und den Sanierungskosten vorgenommen. Diese Variante ist zwar förderwürdig, aber es gibt geringe Mittel aus den Förderprogrammen.

Nachgedacht werden muss auch über die weitere Nutzung der Räume (Kuppelsaal inklusive Nebenräume) in der Westerwald Bank. Da könnten maximal 60 Quadratmeter Kellerräume hinzu kommen aber ein Umbau in Büroräume sei aufgrund der sechseckigen Grundstruktur nicht wirtschaftlich.

Im Rahmen eines gemeinsamen Pressegespräches mit den Fraktionsvorsitzenden der im VG-Rat vertretenden Parteien und den Fachleuten der Verwaltung ging Bürgermeister Michael Wagener auf die Varianten ein. Da es in der Öffentlichkeit Irritation gibt, entschloss man sich zur gemeinsamen Darstellung. Es nahmen teil: Josef Schwan, Hubert Wagner, Hermann Josef Selbach und Friedrich Hagemann.

Die Geschichte Rathausneubau beschäftigt die politischen Gremien nun ja schon lange und 2013 wurden die Anträge zum Bau auf den Weg gebracht. Dann kam das Thema Fusion mit Gebhardshain und es wurde alles auf Eis gelegt. Nachdem die Entscheidungen Betzdorf/Gebhardshain gefallen war, kam wieder Bewegung in die Sache. Dann musste es schnell gehen, berichtete Wagener. Am 8. Oktober 2015 forderte die ADD neue formelle Anträge an, die bis zum 15. Oktober vorliegen sollten. Es musste neu gerechnet werden, denn entsprechend dem Baukostenindex stiegen von den ursprünglich im Antrag 2013 veranschlagten Kosten von 6,7 Millionen Euro die Kosten auf 7,2 Millionen Euro. „In diesem Brutto-Betrag sind die Gesamtkosten enthalten keine Grundstückskosten, die sind nicht förderfähig“, sagte Bauamtsleiter Karl Heinz Henn.

Die Variante Realschule kam neu hinzu, die Bausubstanz von 1915 bis 1986 des Gebäudes sowie die Möglichkeiten werden derzeit von einem Architekten grob geschätzt. Diese Einschätzung wird den Ausschüssen in nicht öffentlicher Sitzung vorgelegt werden. Die Fraktionssprecher ließen unisono keinen Zweifel aufkommen, dass jetzt gründlich geprüft, mögliche Sparvorschläge eingebracht werden sollen und die wirtschaftlichste Lösung zur Entscheidungsreife gelangen soll.

Die Gutachten und das Raum- und Funktionsprogramm der Kommunalen Bau GmbH schreibt Größe und den Raumbedarf von Verwaltungssitzen vor. Für die vier Fachbereiche der Wissener Verwaltung ergab das Gutachten 1200 Quadratmeter. Die sind jetzt auch in der Planung, derzeit werden mit den Flächen der Westerwald Bank 1280 Quadratmeter genutzt.
Jetzt drängt die Zeit, denn in 2016 muss eine Entscheidung fallen, darauf besteht auch die Genehmigungsbehörde.

Für das Projekt Lebensmittelmarkt am Standort des jetzigen Rathauses gibt es neben der Rewe Petz GmbH und Norma noch einen dritten Bewerber, der seine Ideen und Vorstellungen einbringen will. Beides, die Rathausfrage und Projekt Markt muss und wird das Innenstadtkonzept einfließen. (hws)


Kommentare zu: Rathaus Wissen: Neubau oder Umbau der ehemaligen Realschule

5 Kommentare

Wenn mich nicht alles täuscht, Herr Rodder Horst, ist der Ausbau der Holschbacher Straße einzig und alleine am Widerstand einiger weniger Anlieger gescheitert. Leider macht sich in D. eine Haltung breit, wonach jeder alle staatlichen Leistungen in Anspruch nehmen, aber viele dafür nicht mehr zahlen wollen. Ja, es ist so: Eigentum verpflichtet. Das gilt für die Holschbacher Straße, das gilt für die Rathausstraße. Und zu Herrn Schmidt sei gesagt: Die Gebhardshain-Fusion ist nachweislich nicht an Wissen gehscheitert, das lässt sich alles nachlesen. Aber es ist ja einfacher, den plumpen Wissener Gerüchteköchen zu folgen als sich tatsächlich selbst einmal mit politischen Prozessen zu befassen. Für alles und jedes braucht man in D. einen Fähigkeitsnachweis, um sachkundig darüber zu diskutieren, für zwei Dinge nicht: 1. Fußball; 2. Politik. Fest steht: Es gibt ein sehr enges Korsett, in dem sich die Räte i. S. Stadtkernsanierung und Rathausunterbringung bewegen müssen, und das alles in ihrer Freizeit! Aber vielleicht demonstrieren Sie einfach ausreichend gegen ein Rathaus am Standort Wissen. Wenn es denn dereinst in Hamm steht, zeigen wir alle mit dem Finger auf Sie!
#5 von Maxima Riege, am 18.01.2016 um 12:13 Uhr
An den CDU Stadtrat von Wissen soltet Ihr mit dem GELD garnicht mehr wissen wohin ,dann mmietet euch
einen BUS und fahrt einen TAG lang die HOLSCHBACHERSTRASSE rauf und runter
dann merkt IHR vonselber wohin mit dem GELD ......
#4 von Rodder Horst, am 16.01.2016 um 20:11 Uhr
Meinem Vorschreiber Stimme ich da voll zu. Wagner erst mal raus halten. Der macht sich jetzt sein Denkmal. Wir haben schon 33 Mio Schulden. Plus nochmal 7,5 Mio. Oh mann... Man sollte mal die Variante Leasing oder Miete genauer untersuchen. Bei Miete von 1200 m2 bei 4 Euro ergibt das 5000 EUR im Monat. Das sind im Jahr 60.000 EUR. Bei 7,5 Mio kommen paar Jahre zusammen. Und wenn es nichts mehr ist, dann kündigt man. Selbst bei doppelter Miete sind das schon paar Jahre. Ich werde bei einem Neubau meine Grundsteuer nicht mehr bezahlen. Die werde noch weiter angehoben. Wenn man richtig Wirtschaften würde, wäre ich sogar gerne bereit mehr zu zahlen. Aber nur für das Ego so ein Denkmal.... Die Fusion mit Gebhardshain wurde ja bewusst von vorne herein auf scheitern gestellt. Man sollte im Sinne der Pegida Bewegung gegen den Neubau vorgehen!
#3 von Christian Schmidt , am 15.01.2016 um 07:14 Uhr
Was für ein Glück, dass Dr. Everke diesen Irrsinn nicht mehr mitkriegt. Laßt den Sch... Rathaus-Neubau sein und verteilt das Geld lieber an Bedürftige, Vereine und Asylanten.
#2 von Th. Schmidt, am 15.01.2016 um 07:14 Uhr
Man sollte nur den sehr geehrten Herrn Bürgermeister Wagener aus der Planung rauslassen. Vielleicht kommt dann mal was Sinnvolles dabei raus. Der hat schon genug Statussymbole.
#1 von Sascha Kowalski, am 14.01.2016 um 11:26 Uhr

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