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Nachricht vom 17.05.2016 - 13:34 Uhr    

Kamillus-Klinik als Ankerpunkt

Auf eine stolze Bilanz verwies der Vorsitzende des Fördervereins, Helmut Reith, in seinem umfassenden Rechenschaftsbericht anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Fördervereins Kamillus-Klinik Asbach e.V. Im zurückliegenden Berichtszeitraum konnten über 25.000 Euro an Spenden und Mitgliedsbeiträge für neue technische Geräte in der Klinik eingesetzt werden.


Kaufmännischer Direktor Nicki Billig, Ursula Welzel, Provinzoberin Schwester Gabriela, Helmut Reith, Chefarzt Dr. Dieter Pöhlau, 1.Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Pastor Wilhelm Höhner und Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel (von links). Foto: privat

Asbach. In den letzten zehn Jahren wurden über 262.000 Euro für eine optimalere Behandlung der Patienten und eines Zuschusses fürs Bewegungsbad unterstützend eingesetzt. „Die Erhaltung des Bewegungsbades ist ganz wichtig für Rheuma, Osteoporose und an Multiple-Sklerose erkrankten Patienten. Und wir haben neben der Investition ins Bewegungsbad in Geräte investiert, die dem qualitativen Mehr für Patienten und Angehörigen zugute kamen und aus dem normalen Krankenhausbudget nicht finanzierbar waren“, unterstrich Fördervereinschef Reith.

Da wurden Nervenmessgeräte für die Neurologie, oder zur Magen- und Darmspiegelung, Beatmungsgeräte oder etliche ganz dringend notwendige Geräte fürs Schlaflabor mit der dazugehörigen Software angeschafft. „Ebenso eine flexible 3D-Sonde die über den Rachen in die Speiseröhre eingeführt wird und somit eine Ultra-Schall-Untersuchung des Herzens ohne störenden Faktoren wie Lungengewebe oder Rippen ermöglicht“, so Helmut Reith.

Und aktuell wurden den beiden Abteilungen mit einem hochmodernen, mobilen Ultraschallgerät geholfen. Damit können die Fachärzte in das Zimmer des Patienten gehen und der Patient müsse nicht mehr an das in den Untersuchungsräumen fest installierte Gerät verbracht werden.

Reith warb für ein Benefizkonzert am Samstag, den 21. Mai, 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Asbach. Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr gastiere mit einem Egerländer-Konzert. Der Erlös komme dem Förderverein der Kamillus-Klinik zu Gute. Veranstalter ist der Kreismusikverband Neuwied.

Informationen aus erster Hand zur aktuellen Bundespolitik gab es vom Bundestagsabgeordneten und Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel. Er bewertete auch das Engagement des Fördervereins. „Ich schätze die Arbeit des Fördervereins der Kamillus-Klinik sehr, da hierdurch der Krankenhaus-Standort Asbach für die ganze Region gestärkt wird. Da die Krankenhäuser sich in den nächsten Jahren auch immer stärker zu Spezialisten entwickeln werden, ist die Klinik durch die Stroke Unit und die MS-Abteilung gut auf die Zukunft vorbereitet“, unterstrich der heimische Bundestagsabgeordnete Rüddel.

Der neue Verwaltungsleiter der DRK Kamillus Klinik, Nicki Billig legte dar, wie eine Vernetzung der DRK Kliniken untereinander unter anderem durch bessere Einkaufsbedingungen und gemeinsame Nutzung von Personalressourcen und Logistik die wirtschaftliche Situation der Klinik verbessert und Luft für weitere Investitionen schafft. Die Klinik plant eine neue Patienten- und Notfallaufnahme, die Erweiterung der Stroke-Unit und Intensivstation sowie eine Erweiterung des Schlaflabores.

Dr. Dieter Pöhlau, Chefarzt der Neurologie und ärztlicher Direktor der Klinik bedankte sich herzlich für die Spenden des Fördervereines. Der neue Chefarzt der Inneren Abteilung, Marc Weyer, stellte sich den zahlreichen Teilnehmern vor. Er führte aus, dass durch die gute Kooperation der Inneren und der Neurologie für Patienten mit Schlaganfällen und vor allem für geriatrische Patienten mit neurologischen und internistischen Krankheiten ein optimales Behandlungsangebot besteht. „Die Klinik bietet auch künftig neben der Kardiologie nach wie vor das ganze Spektrum der nicht-invasiven inneren Medizin an. Ebenfalls werden wir einen weiteren Schwerpunkt für Palliativmedizin etablieren“, kündigte Chefarzt Weyer an.

Einen umfassenden Einblick und Sachstand zu den zukünftigen Herausforderungen der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum, und hier insbesondere im Kreis Neuwied, vermittelte der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Er verwies zunächst auf die insgesamt positive Entwicklung des medizinischen Angebotes in Asbach, die auch geprägt werde durch die Entscheidung der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Asbach in unmittelbarer Nachbarschaft der Klinik ein Seniorenwohnheim mit stationärer Pflege zu errichten. Kürzlich erfolgte der Spatenstich für ein vollumfängliches Kinderarztzentrum, mit Diagnostik und Therapie. „Dies trägt wesentlich zur Stärkung als Wohn-, Arbeits- und Grundversorgungsstandort bei. Wir haben mit dem Heiltherapeutischen Zentrum Neuwied (HTZ) und den örtlichen Kinderärzten Haas und Zimmermann eine hervorragende Synergie schaffen können“, erklärt Hallerbach.

Die Versorgung mit Ärzten der Allgemeinmedizin wie auch mit Fachärzten werde schon in der näheren Zukunft große Probleme aufwerfen. Achim Hallerbach, gleichzeitig Dezernent für das Kreisgesundheitsamt, skizzierte die Ausgangslage. Mehr als 50 Prozent der Hausärzte sind älter als 56 Jahre und scheiden in den nächsten acht bis neun Jahren statistisch altersbedingt aus. Die Ursachen für die drohenden Defizite liegen in den wenigen jungen Nachrückern und der Bereitschaft eine Praxis auf dem Land zu übernehmen, sowie in dem deutlich höheren Einstiegsalter der Nachrücker. „Dadurch drohen in einigen Regionen größere Lücken der ärztlichen Versorgung und damit eine deutlich schlechtere Erreichbarkeit der nächsten Arztpraxis“, unterstreicht Hallerbach.

Eine besondere Herausforderung sieht Hallerbach auch in der Zunahme an Demenz erkrankten Menschen. Hier gilt es durch ehrenamtliches Engagement und den Aufbau von sozialen Netzwerken mit Treffpunkten und Angeboten, diesem Personenkreis wieder Halt und Ansprache zu geben, formuliert er die Aufgabe.

Neue Wege gelte es zu beschreiten. Der Ausbau von Telemedizin, mobile „Arztpraxen“, der Einkauf von ärztlichen Dienstleistungen, das Vernetzen von niedergelassenen Ärzten mit dem Standortkrankenhaus zur Grundversorgung sowie die weitere Entwicklung von ambulanten Diensten und der Standortfaktoren können zur Stabilisierung beitragen. „Wir werden uns dieser gemeinsamen Zukunftsaufgabe aktiv stellen und mit den Akteuren vor Ort um neue Modelle ringen“, so abschließend der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

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