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Nachricht vom 02.04.2009    

Bewerben will gelernt sein

Die Bewerbertrainings der Verbandsgemeinde Wissen und der Westerwald Bank sind ein Renner. 18 Jugendliche machten sich diesmal fit im Bewerbungs-ABC. Ein weiterer Termin ist für Mitte April geplant. Und immer wieder zeigt sich: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Wissen. Es scheint ein Dauerbrenner zu werden, das Bewerbertraining der Verbandsgemeinden in der Region und der Westerwald Bank. 18 Jugendliche aus der Verbandsgemeinde Wissen waren diesmal der Einladung in den Europasaal der Verbandsgemeindeverwaltung gefolgt, um sich unter Anleitung von Angelika Theis von Theis Kommunikation auf die erste Bewerbung vorzubereiten und das Bewerbungs-ABC zu verinnerlichen. Eine Teilnahme an einem solchen Workshop könne man durchaus als Eintrittskarte für ein Vorstellungsgespräch ansehen, beschrieb Bürgermeister Michael Wagener die Bedeutung der Trainings. Denn schließlich gebe man mit einer Bewerbung seine erste Visitenkarte bei einem potenziellen Arbeitgeber ab, der sich allein dadurch erste Eindrücke verschaffe. Die Verbandsgemeinde Wissen stelle in der Regel jährlich zwei Auszubildende ein. „Ich hoffe, dass ich den einen oder anderen aus diesem Kreis dann auch vielleicht bei den nächsten eingehenden Bewerbungen wieder sehe“, so Wageners Wunsch an die Teilnehmer-Runde.

Schon die Eigeninitiative der Teilnehmer, die sich angemeldet hätten, würde so belohnt, erläuterte Jugendmarktberaterin Beate Volgger von der Westerwald Bank in Wissen. Alles, was eine gute Bewerbung ausmache, werde hier vermittelt. Gemeinsam mit Angelika Theis arbeitete die Gruppe eine enorme Bandbreite von Themen ab, die den Jugendlichen allgemeine und spezielle Handlungsempfehlungen und Verhaltensweisen für Berufswahl, Bewerbung und Vorstellungsgespräch an die Hand gab.

Der Wettbewerb um Ausbildungsplätze ist schließlich hart, die Konkurrenz groß, die Unternehmen beginnen frühzeitig mit der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften. Natürlich beginnt alles mit der Berufswahl. Wichtig sei, so Angelika Theis, dass man sich einerseits nicht verzettelt und den Kreis der Möglichkeiten zu groß fasse. Andererseits sei es manchmal auch ein Fehler, sich nur auf einen bestimmten Beruf zu fixieren. „Was will ich auf keinen Fall?“ sei daher eine geeignete Frage, um dieses Thema anzugehen, verbunden mit einer kritischen Analyse der eigenen Stärken und Schwächen. Praktika dienten oft dazu, Wunschvorstellungen von bestimmten Berufen zu relativieren.

Das für die meisten Teilnehmer, die neben dem Teilnahmezertifikat im Nachgang auch noch alle Informationen in einer Sammelmappe erhalten und zudem einen Gutschein für einen Satz Bewerbungsfotos bekommen, wohl wichtigste Thema nahm entsprechenden Raum ein: „Wie muss eine Bewerbungsmappe heutzutage aussehen?“ war die Leitfrage, auf die es keine Standardantwort gibt. Für kreative Berufe darf wohl entsprechendes Talent erkennbar sein, für kaufmännische Berufe oder Verwaltungstätigkeiten sei dies natürlich deplatziert. Grundsätzlich gelte das Anschreiben bereits als erste Arbeitsprobe, so die Trainerin. Darin sollte die Motivation des Bewerbers klar zum Ausdruck kommen, Neugierde geweckt werden, warum man genau der oder die Richtige sei. Allergrößte Sorgfalt bei der formalen Gestaltung und gut überlegte Formulierungen seien unverzichtbar. Gleiches gelte natürlich auch für das Bewerbungsfoto, den Lebenslauf und andere Unterlagen, die der Bewerbung beigelegt würden.



Hat die Bewerbung dann tatsächlich Wirkung gezeigt, steigt die Nervosität vor einem Bewerbungsgespräch. Solche wurden intensiv geübt und besprochen. Auch hier ist Vorbereitung das A und O: Das Outfit muss stimmen, das eigene Bewerbungsschreiben sollte verinnerlicht, grundlegende Informationen über das Unternehmen, bei dem man sich vorstellt, eingeholt sein. Auf Fragen soll man so präzise wie möglich antworten und nicht abschweifen, aber auch selber solle man nicht zögern, relevante Fragen zu stellen. Dabei dürfte es im Wesentlichen um Motivation und eine eigene Charakterisierung gehen, auch um die eigenen Stärken und Schwächen. Ist das Vorstellungsgespräch geschafft, geht es vor allem bei größeren Unternehmen oft in ein Auswahlverfahren, bei dem in kleinen Gruppen die Kriterien des Anforderungsprofils geprüft und bewertet werden. Auch hier, so die Referentin, gelte die sorgfältige Vorbereitung als Grundregel. Ein wichtiger Aspekt sei beispielsweise, wie man sich im Team, quasi als Mannschaftsspieler einbringe.
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Nach theoretischen Informationen stand beim Bewerbertraining von Verbandsgemeinde Wissen und der Westerwald Bank später auch noch das Einüben von Bewerbungssituationen auf dem Programm.


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