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Genossenschaftliche Werte im Blick

Die "Weyerbuscher Gespräche" werden auch in diesem Jahr stattfinden. Nach den Auftaktveranstaltungen im Jahr 2008 richtet die gastgebende Westerwald Bank im Raiffeisen-Begegnungs-Zentrum (RBZ) in Weyerbusch am 21. April das genossenschaftliche Wertesystem in den Mittelpunkt der Betrachtungen.
Region/Weyerbusch. Die „Weyerbuscher Gespräche“ gehen in eine neue Runde. Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr lädt die Westerwald Bank nun zur dritten Auflage ein. Am Dienstag, dem 21. April, wird Dr. Jörg Schmidt von der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) zu Gast im Raiffeisen-Begegnungs-Zentrum (RBZ) in Weyerbusch sein. Der diplomierte Volkswirt spricht dann über „Das genossenschaftliche Wertesystem – Ballast oder Trumpfkarte im Wettbewerb der Zukunft“. Beginn ist um 19 Uhr.

Schmidt wird sich in seinem Referat zunächst mit den genossenschaftlichen Wesenprinzipien beschäftigen und daraus ableiten, was den wertebezogenen Kern genossenschaftlichen Wirtschaftens ausmacht. Hieran schließt sich die Frage an, ob die im 19. Jahrhundert entstandenen, zwischenzeitlich gewachsenen und in Teilen modifizierten Wesensprinzipien, die die Genossenschaften auszeichnen und im Kern von anderen Unternehmensformen unterscheiden, auch heute noch existent und vorteilhaft sind. „Gibt es auch in heutigen, modernen Industrien immer noch Bedarfsfelder für Kooperation, die getragen ist von genossenschaftlichen Prinzipien und Werten? Können etablierte Genossenschaften womöglich gerade in der heutigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation strategische Vorteile gegenüber nichtgenossenschaftlichen Konkurrenten generieren?“ sind Fragen, auf die er Antworten gibt und diese mit Beispielen aus der Praxis sowie mit empirischem Material belegt.

„Wir haben ja schon im letzten Jahr mit Dr. Walter Koch die Aktualität der Raiffeisen-Ideen beleuchtet. Und wir sind überzeugt, dass das genossenschaftliche Wertesystem Zukunft hat, nicht zuletzt durch die regionale Verwurzelung“, sagt Westerwald Bank Vorstand Paul-Josef Schmitt mit Blick auf den Vortrag im RBZ.

Referent Dr. Jörg Schmidt, Jahrgang 1971, arbeitet seit fünf Jahren für die Akademie Deutscher Genossenschaften auf Schloss Montabaur und ist hier seit 2007 als Bereichsleiter tätig. Zuvor hat er an der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen der Universität Hohenheim geforscht und wurde für seine Promotion zum Thema „Förderplus durch Information – Neue Ansatzpunkte genossenschaftlicher Mitgliederförderung aus informationstheoretischer Sicht“ mit dem GENO-Wissenschaftspreis 2004 ausgezeichnet. Seine Studienschwerpunkte im Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen waren Umweltökonomie, Wirtschaftspolitik und Strategisches Management.
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Foto: Dr. Jörg Schmidt von der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) in Montabaur spricht über das genossenschaftliche Wertesystem.

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