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Nachricht vom 04.01.2017    

Diakonisches Werk startet neue Vorbereitungskurse

Die Suchtberatung des Diakonischen Werks Altenkirchen bieten Vorbereitungskurse auf die Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), bei der Fahrtüchtigkeit kontrolliert wird. In den Schulungen sitzen viele junge Menschen die wegen Drogenkonsum die Fahrerlaubnis verloren haben.

Altenkirchen. „Es macht keinen Sinn, die Prüfung auf die leichte Schulter zu nehmen“, weiß Ulf Ochsenfeld der als Suchtkrankenhelfer im Diakonischen Werk Menschen für die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) vorbereitet. Die MPU entscheidet, ob Menschen die alkoholisiert oder mit Drogen erwischt wurden, geeignet sind ein Kraftfahrzeug zu führen.

Bei denjenigen, die unvorbereitet beim TÜV oder einer anerkannten Stelle für Prüfung aufkreuzen liegt die Durchfallquote bei über 80 Prozent, bei Kosten zwischen 350 und 750 Euro pro Prüfung. „Bei der MPU geht es nicht selten um die berufliche Existenz. Der Führerschein wird benötigt um auf die Arbeit zu kommen oder um die Arbeit durchzuführen“, so Margit Schneider, Suchtberaterin des Diakonischen Werks zur Tragweite eines Führerscheinverlusts.

Deshalb haben die Kurse des Diakonischen Werks auch Erfolg. „Wer den Kurs bis zum Ende durchzieht, der besteht auch“, erklärt Helmut Berger, ein weiterer Suchtkrankenhelfer im Diakonischen Werk. Dieser Erfolg beruht nicht nur auf die lange Erfahrung von über 20 Jahren der MPU-Vorbereitung im Diakonischen Werk. Ziel der Kurse ist nicht nur das Bestehen der MPU. Das Diakonische Werk setzt höher an. „Wir haben einen therapeutischen Ansatz, wir wollen, dass die Teilnehmer sich mit sich selbst auseinandersetzen“ sagt Schneider. „Nur so können langfristige Erfolge, also Abstinenz erreicht werden“, meint Schneider weiter.

„Junge Menschen werden häufiger erwischt“, erklärt Ochsenfeld. Das liegt nicht nur daran, dass die Polizei verbesserte Tests anwendet. Vor allem jungen Menschen ist meist nicht klar, welche Folgen es haben kann Drogen zu konsumieren. „Allein der Besitz kann eine MPU nach sich ziehen“, so Ochsenfeld. Deswegen gibt es in den Kursen zwei Gruppen, mit denen sich die Suchtberatung auseinander setzt. Sozusagen Standard ist ein Angebot für alkoholauffällige Menschen, die meist schon die 40 erreicht haben. In der anderen Gruppe sind junge Menschen die mit Drogen auffällig geworden sind. Hier herrscht ein sehr geringes Durchschnittsalter. Auch hat sich in den letzten Jahren die Gruppe der Drogenauffälligen stark erhöht und stellt die große Mehrzahl an teilnehmenden Personen.

Die Schulung der Gruppen dauert bis zu einem Jahr und kann bei Bedarf verlängert werden. Neben Gruppenseminaren finden auch Gruppengespräche oder Einzelgespräche statt.

Die Gruppe trifft sich wöchentlich freitags von 18 bis 19.30 Uhr und dienstags von 10 bis 11.30 Uhr im Diakonischen Werk (Stadthallenweg 16) in Altenkirchen. Anmeldung oder weitere Informationen mittwochs von 9 bis 11.30 Uhr unter (02681) 8008 65 oder unter freundeskreis@diakonie-altenkirchen.de.


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