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Nachricht vom 14.03.2017    

Spielberichte des SSV95 Wissen

Die Handballer des SSV95 Wissen musste einen Punkt abgeben, das Spiel gegen den TV Urmitz II endete mit 23:23. Es gab einen extrem wechselvollen Spielverlauf bei der Herrenmannschaft, die in letzter Sekunde das Unentschieden herstellt. Die Damenmannschaft schloss die Saison erfolgreich ab. Siege gegen Arzheim und Kruft stehen auf dem Punktekonto.

Ging vor allem im Angriff mit viel Entschlossenheit zu Werke: Philip Hombach. Foto: Verein

Wissen. Im Duell zwischen dem Vierten und dem Fünften der Landesliga Rhein/Westerwald kündigte sich bereits vor dem Beginn des Spiels eine ausgeglichene Partie an. Am Ende stand eine Punkteteilung zu Buche, die zur keiner Veränderung in der Tabelle führte.

Bereits am freitäglichen Abschlusstraining vor dem Spiel forderte Trainer Spies seine Mannschaft auf, frühzeitig in der Halle zu sein, um die Partie von Beginn mit voller Konzentration zu bestreiten. Die Mannschaft war auch geschlossene eine Stunde vor dem Anpfiff zum Aufwärmen in der Halle. Dennoch gehörte die Anfangsphase den Gästen aus Urmitz. Ihnen gelangen die ersten beiden Treffer, die der SSV schnell beantworten konnte. Die Heim-Abwehr jedoch wollte sich in den ersten zehn Minuten noch nicht ganz recht formieren, da es immer wieder recht einfache Gegentore setzte. Im Angriff wurde zumeist nicht mit voller Entschlossenheit gehandelt, sodass es nach rund zehn gespielten Minuten 2:5 stand. Erst danach gelang es, in der Abwehr die nötige Stabilität vorzuweisen, die an diesem Tage nötig war, um gegen den Tabellennachbarn bestehen zu können. Während es trotz zeitweiser Unterzahl gelangen, sechs Minuten lang nur einen Gegentreffer hinnehmen zu müssen, wollte es im Angriff nach wie vor nicht sonderlich flüssig laufen – so stand es nach 18 Minuten 5:7. Dass sich ein Spiel mit recht wenigen Toren entwickelte lag auch an den Schiedsrichtern, die beiden Mannschaften teilweise bis zu zwei Minuten Zeit für das Ausspielen eines Angriffs und damit teilweise das Überbrücken einer gesamten Zeitstrafe gestatteten. Nun war es die Reserve des SV Urmitz, die eine Unterzahl verkraften musste.

Der SSV war erstmals in der Lage diese personelle Überzahl für sich zu nutzen und stellte mit einem 4:0-Lauf zunächst den ersten Gleichstand seit dem 0:0 her und ging prompt in Führung (7:7/9:7). Eine erneute Zeitstrafe gegen den SSV konnte unbeschadet überstanden werden. Im Gegensatz: Sebastian Philipp gelang es, den offensiven Spieler der Urmitzer 5:1-Deckung, die dem SSV insgesamt viele Probleme bereitete, so in einen Zweikampf zu verwickeln, dass auch er eine zweiminütige Strafzeit aufgebrummt bekam. Die Abwehr, die sich kurzzeitig in der Illusion befand, gegen nur fünf Gegenspieler eine Spur nachlassen zu können, war direkt eines besseren belehrt, da der Kreisläufer der Gäste seinen Freiraum nutzen und den Anschlusstreffer zum 10:9 markieren konnte. Vor der Pause gelang es den Gastgebern dann, nochmals das Tempo zu erhöhen, um über 12:9 beim Stand von 14:11 mit einem 3-Tore-Vorsprung in die Kabine zu gehen.

Dort zeigte sich der Mannschaftsverantwortliche weitestgehend zufrieden, appellierte vor allem, das Spiel nicht frühzeitig als entschieden zu betrachten. Es müsse weiterhin gekämpft werden, um die Partie siegreich zu gestalten. So sollte es auch in Halbzeit zwei gut losgehen. Den Gastgebern gelang gleich im ersten Angriff der erste Treffer und es stand die erste 4-Tore-Differenz auf der Anzeigetafel. Von der 31. bis zur 37. Minute ging es munter hin und her. Beiden Mannschaften gelangen ihre Treffer und auch beide machten ihre Fehler (17:13). Dann schlichen sich im Angriff des SSV vermehrte Unkonzentriertheiten und fehlende Konsequenz ein. Während Philip Hombach der ersten Halbzeit mit einigen, teilweise sehr sehenswerten Treffern seinen Stempel aufdrückte, reagierte Urmitz in der zweiten Hälfte hierauf und nahm ihn in Manndeckung. Damit waren die Gastgeber sichtlich überfordert und es fielen ihnen keine passenden Spielzüge ein, um dieser Unterbrechung des eigenen Spielflusses zu trotzen. Durch schlechte Entscheidungen und nur halbherzige durchgezogene Einzelaktionen kamen die Gäste vermehrt an leichte Bälle, die sie im schnellen Gegenzug in Tore umzuwandeln wussten.

So kam es zum ersten Ausgleich im zweiten Spielabschnitt (17:17). Auch nach der Auszeit des SSV wussten die Spieler nicht so recht, was sie mit den Gegebenheiten auf der Platte anfangen sollten. Erst rund acht Minuten vor dem Ende bekamen sie wieder Struktur in das Spiel und konnten nach dem Ausgleich des SV durch einen Siebenmeter zum 21:21 zwei schöne Angriffe vortragen, die die Führung zum 23:21 bedeuteten. Bei noch fünf Minuten auf der Uhr standen die Chancen auf den Sieg trotz der insgesamt wenig rühmlichen Leistung gut. In den nächsten beiden Angriffen der Gäste entschieden die Unparteiischen dann erneut auf Siebenmeter, die beide sicher vom Urmitzer Daniel Nauroth verwandelt wurden (23:23). Einhergehend mit dem letzten Strafwurf kam noch eine Zeitstrafe gegen den SSV obendrauf, die bei noch 1:59 zu spielenden Minuten die Unterzahl bis zur Schlusssirene bedeutete. Der folgende Angriff war von vielen Versuchen im Eins-gegen-Eins geprägt, die nicht zum Erfolg führten. Urmitz spielte früh Foul, um die Wissener gar nicht mehr in Spielfluss kommen zu lassen. Die Schiedsrichter zwangen den SSV erst rund 30 Sekunden vor dem Ende mit dem Vorwarnzeichen zum passiven Spiel zu einem Abschluss. Dieser wurde vom Gäste-Torwart pariert – Wissen sicherte sich den Abpraller. Noch 20 Sekunden zu spielen; ein letzter Wurf. Urmitz spielte abermals clever Foul, um so wertvolle Zeit von der Uhr zu nehmen. Von Hektik getrieben fasste sich Philip Hombach drei Sekunden vor der Sirene ein Herz – erneut war der Urmitzer Torhüter zu Stelle und hielt den Punkt für die Gäste fest.

Gefühlt handelt es sich nach der Punkteteilung aus Sicht des SSV, vor allem mit Blick auf die starke erste Halbzeit, eher um einen verlorenen als einen gewonnenen Punkt. Auch in der zweiten Halbzeit waren es immer die Wissener, denen es gelang in Führung zu gehen. Schlussendlich hatte sich aber auch der SV Urmitz II der niemals aufgab einen Punkt verdient.
Es spielten: Dietrich – Schneider (3), C. Hombach, Brenner (2), Nickel (1), J. Rödder (1), Renji, Orthey, P. Hombach (8/1), Philipp (5), Löhmann (3), M. Rödder.

Gelungener Saisonabschluss für die SSV Damen
SSV95 Wissen – TV Kruft 26:12 (13:5)
Wissen. Unter der Woche hatten die SSV Damen in Arzheim bereits den zweiten Platz fix gemacht, dennoch wollte man das letzte Saisonspiel gegen Kruft positiv für sich gestalten und sich mit einem Sieg aus der Saison verabschieden. Somit nahm sich die Mannschaft um Trainer Andreas Gross vor, von Anfang an im Angriff, wie auch in der Abwehr konzentriert zu Werke zu gehen, um dem Gegner so direkt zu zeigen, wer an diesem Tag die Halle als Sieger verlassen würde.

Die SSV-Mädels ließen keinen Zweifel daran, diesen Plan in die Tat umsetzen zu wollen. Die Abwehr verschob sehr gut und ließ dem Gegner kaum Möglichkeiten zum Durchkommen. Im Angriff ging man ebenso konsequent zu Werke und erspielte sich klare Tormöglichkeiten, die man weitestgehend in Torerfolge ummünzen konnte. Somit konnte man beim Stande von 13:5, mit einem komfortablen Vorsprung in die Halbzeit gehen. In der Pause war man sich sicher, dass der Gegner nach der Halbzeit noch einmal alles daran setzen würde, um wieder ins Spiel zurück zu kommen.

Dessen bewusst begann man die zweite Halbzeit genauso konzentriert wie bereits die Erste. Am Spielverlauf sollte sich nichts mehr ändern und somit belohnten sich die SSV Mädels für eine super Saison. Man kann nur hoffen, dass es gelingt, die Mannschaft annähernd in dieser Konstellation zusammen zu halten, um die tolle Entwicklung auch in der Saison 2017/2018 weiter voran zu treiben.

Es spielten: Christina Leidig – Talisa Berger (3/1), Katharina Buhr, Larissa Henrich (3), Viola Hild, Elena Hombach (1), Jenny Kemper (3), Lisa Kudlik (2), Tanja Quast (2), Johanna Schmidt (9/3), Alexandra Müller (3)

SSV Damen erkämpfen sich zwei Punkte
TV Arzheim – SSV95 Wissen 19:23 (11:14)
Arzheim. Zu ungewohnter Zeit, am Mittwochabend, mussten die SSV Damen (2. Platz/16:4 Punkte) zum Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn in Arzheim (3./12:6) antreten. Von Anfang an sollte sich eine kampfbetonte Partie entwickeln, in der die Gastgeber das Erfolgsrezept sahen, Johanna Schmidt, die im Hinspiel als Schlüsselspielerin ausgemacht worden war, in ständige Manndeckung zu nehmen. Auf Grund der Berichterstattung des TV Arzheim nach dem Hinspiel hatte Trainer Andreas Gross diese Maßnahme jedoch vorausgesehen und seine Mannschaft dementsprechend vorbereitet. So wich Johanna Schmidt immer wieder an den Kreis oder auf Außen aus oder aber Jenny Kemper spielte auf der Rückraum Mitte Position. In der ersten Halbzeit konnten die Damen des TV Arzheim bis zum Stande von 6:5 immer wieder ein Tor vorlegen. Zu dieser Zeit war die Abwehr des SSV nicht so beweglich und Torhüterin Christina Leidig hatte daraufhin auch Ihre Probleme die Würfen des Gegners zu parieren. Doch der SSV kam immer besser ins Spiel und ging im Anschluss mit 6:7 in Führung. Diese konnte bis zur Halbzeit auf 11:14 ausgebaut werden.
In der Halbzeitpause war man sich einig, dass der Gegner nach der Pause noch mal alles in die Waagschale werfen würde und man unbedingt dagegenhalten müsse. Des Weiteren nahmen sich die Gäste vor, sich in der Abwehr gegenseitig mehr zu unterstützen, um Durchbrüche des Gegners zu verhindern, Würfe aus dem Rückraum zu erzwingen und diese dann zu blocken.
Die zweite Halbzeit begann wie erwartet, obwohl die Abwehr des SSV jetzt besser agierte. Gerade der Mittelblock konnte einige Würfe abblocken und die Gegnerinnen konnten weitestgehend aus der Nahwurfzone ferngehalten werden. Auch Christina Leidig konnte in der zweiten Halbzeit einige wichtige Bälle halten und den gewohnt sicheren Rückhalt bilden. Da aber eigene Chancen zu viel vergeben wurden, kamen die Gastgeber wieder näher heran und konnten zur Mitte der zweiten Halbzeit sogar zum 16:16 und 18:18 ausgleichen. Durch Umstellungen wie die, Jenny Kemper auf Rückraum Mitte und Johanna Schmidt an den Kreis zu stellen, konnte man wieder Linie ins Spiel hereinbringen und das eigene Angriffsspiel, wie gewohnt, aufziehen. Daraus resultierten endlich „einfache“ Tore aus dem Rückraum und auch die Außenspielerinnen kamen nun zu Torerfolgen. Somit konnten sich die SSV Damen auf 18:20 absetzen und schließlich den Endstand von 19:23 herstellen.

Am Ende eines spannenden und kampfbetonten Spiels belohnt sich die Wissener Mannschaft mit verdienten zwei Punkten. Damit steht man einen Spieltag vor dem Ende der Saison bereits als Vizemeister fest. Dennoch möchte man im anstehenden, letzten Saisonspiel gegen Kruft, vor den eigenen Fans, die äußerst erfolgreiche Saison standesgemäß mit einem Sieg zum Abschluss bringen. Dazu bedarf es noch einmal vollster Konzentration und der Bereitschaft das ganze Leistungsvermögen abzurufen.

Es spielten: Christina Leidig – Talisa Berger (3), Katharina Buhr, Larissa Henrich, Viola Hild, Elena Hombach, Jenny Kemper (7), Lisa Kudlik (5), Tanja Quast (1), Johanna Schmidt (3/1), Alexandra Müller (4).


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