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Nachricht vom 16.03.2017    

Kunst als Hilfe zur Bewältigung von Sucht und Co-Abhängigkeit

Die Suchtprävention des Diakonischen Werks Altenkirchen veranstaltet seit über einem Jahr eine monatliche Kunstgruppe. Das Angebot "Jeder ist ein Künstler- trau Dich, mach mit" ist für Suchtkranke, Angehörige von Suchtkranken aber auch Interessierte offen. Es können jederzeit Interessierte hinzukommen. Die Gruppe trifft sich jeden zweiten Dienstag im Monat, um 16.30 Uhr in der Jugendkunstschule Altenkirchen, um sich ihrer Kunst zu widmen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe sowie Projektleitung. Foto: Diakonie

Altenkirchen. Kunst kann als Mittel zur Suchtbekämpfung oder zum Umgang mit Sucht bei Angehörigen eingesetzt werden. Künstlerisches Tun und Erleben eröffnet einen Zugang zu Emotionen und Instinkten, die in direktem Zusammenhang mit einer Sucht stehen. Denn jegliche Empfindungen wurden im Rausch betäubt; in einem Alltag zwischen Diebstahl, Drogenbeschaffung und Konsum hätten sie auch gar keinen Platz gehabt. Ebenso geht es Angehörigen von Suchtkranken. Das ständige Kümmern und Sorgen um den suchtkranken Partner oder das suchtkranke Elternteil lassen einem den Zugang zu den eigenen Gefühlen verwehren und es kann zu psychischen Erkrankungen führen.

Mit Hilfe des Kunstangebots wird es ermöglicht, einen Zugang zu den eigenen Gefühlen zu erreichen und sich und anderen zu beweisen, dass man etwas erreichen kann. Dies stärkt Schritt für Schritt das eigene Selbstbewusstsein und den Umgang mit seinen eigenen Gefühlen. "Durch die Kunst finden Suchterkrankte, aber auch Angehörige von Suchtkranken zu sich selbst, zu ihren Gefühlen, aber erleben auch Gemeinschaft und Anerkennung in der Gruppe." So Dirk Bernsdorff, Fachkraft für Suchtprävention des Diakonischen Werks, der das Angebot mit Ehrenamtlichen leitet. Bernsdorff wird dabei ehrenamtlich von Ruth und Lother Holzapfel sowie von Peter Lang in der Leitung der Gruppe unterstützt.

Seit Mitte März zeigt das Diakonische Werk in seinen Räumen in Altenkirchen einen Teil der Kunstwerke der Kunstgruppe der Suchtprävention.

Weitere Informationen zu dem Thema oder zur Anmeldung zur Kunstgruppe bei Dirk Bernsdorff, Telefon 02681 8008-46 oder dirk.bernsdorff@diakonie-altenkirchen.de


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