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Nachricht vom 18.04.2017    

Wissener Schützenverein braucht neue Vereinsfahne und Unterstützung

Ein Schützenfestumzug in Wissen ohne Vereinsfahne ist kaum vorstellbar. Aber die Fahne des Traditionsvereines ist nach 55 Jahren irreparabel geschädigt. Nun soll eine neue Fahne angeschafft werden, sie kostet rund 6500 Euro. Der Schützenverein und die Westerwald-Bank haben sich zusammengesetzt und ein pfiffiges Finanzierungsprojekt nach dem Motto Raiffeisens "Was Einer nicht schafft, schaffen Viele" gestartet.

Eine Festumzug ohne Fahne ist in Wissen kaum vorstellbar. Fotos: Verein

Wissen. Vor ziemlich genau 55 Jahren wurde am 8. Juli 1962 die aktuelle Vereinsfahne des Wissener Schützenvereins in Dienst gestellt. Mit der Fahnenweihe und der Übergabe durch den damaligen Amtsbürgermeister Franz Schindler an den ersten Vorsitzenden Carl Pritzer erhielt der älteste Wissener Verein mit der Vereinsfahne einen treuen Begleiter, welcher die Mitglieder seit mehr als fünf Jahrzehnten im Vereinsleben begleitet. Wie bei allen anderen Dingen auch ging die Zeit nicht spurlos an der Fahne vorbei, sodass irreparable Schäden nun eine Neuanschaffung notwendig machen.

Die Vereinsfahne ist für den Wissener Schützenverein mehr als nur ein einfaches Stück Stoff. Vielmehr ist sie ein Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und ein Symbol für Heimatverbundenheit und Kameradschaft in der heutigen, schnelllebigen Zeit.

Die vorhandene Vereinsfahne wurde im Jahr 1962 in Handarbeit von Benediktinerinnen des früheren Klosters in Bonn-Endenich angefertigt. Die neue Fahne soll ebenfalls in Handarbeit durch die Ordensschwestern der Benediktinerinnen der Abtei Mariendonk bei Grefrath hergestellt werden. Die Kosten für diese in Handarbeit gefertigte Fahne werden sich auf 6.500 Euro belaufen. Zwar gibt es heute auch die Möglichkeit solche Vereinsfahnen kostengünstiger in einem maschinellen Verfahren herzustellen, der Vereinsvorstand sprach sich jedoch einstimmig für eine handgefertigte Herstellung aus, da man bei dieser Art der Herstellung von einer längeren Haltbarkeit ausgehen kann.

Zur Finanzierung der neuen Vereinsfahne hat der Wissener Schützenverein gemeinsam mit der Westerwald-Bank ein Finanzierungsprojekt gestartet, bei dem sich jeder mit einem kleinen Anteil an der Vereinsfahne beteiligen kann. Das Interessante: Ab einer Einzelspende von 5 Euro gewährt die Westerwald-Bank einen Zuschuss von 10 Euro.

Das Projekt kann zum einen direkt online über folgenden Link unterstützt werden: www.westerwaldbank.viele-schaffen-mehr.de/neue-vereinsfahne . Für alle, die kein Freund des Online-Bankings sind, besteht natürlich die Möglichkeit einer klassischen Überweisung an folgendes Bankkonto:
Kontoinhaber: Westerwald Bank eG
IBAN: DE20 5739 1800 0088 8888 55
Verwendungszweck: 6830_Vereinsfahne

Weitere ausführliche Informationen zu diesem Projekt gibt es unter obigem Link. Der Wissener Schützenverein erhofft sich einen regen Zuspruch für diese Investition in die Zukunft und bedankt sich bereits ganz herzlich im Voraus bei allen Unterstützern. (PM)

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Kommentare zu: Wissener Schützenverein braucht neue Vereinsfahne und Unterstützung

5 Kommentare

Sehr geehrter Herr Brenner,

Sie sprechen hier von Luxus, wir als Verein von einer handgearbeiteten Vereinsfahne, wie es traditioneller nicht sein kann.
Als ältester Verein unserer Heimatstadt Wissen sind wir der Meinung, dass gerade solch ein Projekt mit der Westerwald-Bank und dem damit verbundenen Spendenaufkommen das „Heimat-
und Wir Gefühl“ nicht nur unserer Vereinsmitglieder deutlich zum Ausdruck bringt. Der von Ihnen angesprochene Vergleich mit einer Luxusausführung entspricht sicherlich nicht unserem mehr als bodenständigen Vereinsdenken. Der Sinn und ideelle Wert einer neuen Vereinsfahne, die unseren Weg viele Jahre begleiten soll, ist mit Geld nicht zu bezahlen. Deshalb sollten wir hier alle den angesetzten Neupreis nicht in den Vordergrund stellen. Damit ist seitens des Wissener SV alles gesagt.

Freundliche Grüße,
Florian Marhöfer

#5 von Florian Marhöfer, am 20.04.2017 um 17:37 Uhr
Sehr geehrter Herr Marhöfer,

vielen Dank für die teilweise klarstellenden Erklärungen. Sie werden aber einräumen müssen, dass der nicht über Ihr Hintergrundwissen verfügende Leser bei den Zeilen "Wissener Schützenverein braucht neue Vereinsfahne und Unterstützung" und "Was Einer nicht schafft, schaffen Viele" schon auf den Gedanken kommen kann, dass der Verein nicht in der Lage ist, den Betrag aus eigenen Mitteln aufzubringen.

Dass es sich bei der von Ihnen lediglich vermuteten(!) längeren Haltbarkeit einer handgefertigten Fahne sehr wohl um ein Scheinargument handelt, gestehen Sie ja auch selber ein, da Sie bislang keine anderweitigen Erfahrungen machen konnten und dies auch nicht möchten, da Sie "diese Arbeit als traditionsbewusster Verein lieber in die Hände der Benediktinerinnen aus Mariendonk" vergeben.

Das steht Ihnen selbstverständlich unbenommen, jedoch bin ich weiterhin der Meinung, dass wer "Luxus" will, diesen auch aus eigener Tasche zahlen soll und nicht die Allgemeinheit.

#4 von Christian Brenner, am 20.04.2017 um 12:44 Uhr
Hinsichtlich Ihrer Bedenken um die finanzielle Lage unseres Vereins kann ich Sie beruhigen. Unserm Verein geht es finanziell, zum Glück, sehr gut. Dies liegt aber nur daran, dass wir mit unserem Geld nachhaltig haushalten und es nicht planlos aus dem Fenster werfen. Es wäre doch fahrlässig, wenn sich ein Vereinsvorstand, bevor er sich direkt am Bargeldbestand bedient, nicht auch Gedanken um mögliche Finanzierungsalternativen macht. Zur Finanzierung der Vereinsfahne greifen wir daher gerne auf das Projekt der Westerwald-Bank zurück, welches für uns durch den Zuschuss der Westerwald-Bank sehr lohnenswert ist.

Freundliche Grüße,
Florian Marhöfer
Wissener Schützenverein e.V. 1870

#3 von Florian Marhöfer, am 19.04.2017 um 17:03 Uhr
Sehr geehrter Herr Brenner,

Sie vertreten Ihre Meinung. Wir vom Wissener Schützenverein haben uns die Entscheidung zur Neuanschaffung unserer Vereinsfahne lange durch den Kopf gehen lassen und viele Vergleichsangebote eingeholt, die sowohl eine handgearbeitete Herstellung als auch eine maschinelle Herstellung umfassten. Die durchschnittlichen Kosten für eine maschinell hergestellte Fahne lag in diesem Zusammenhang ebenfalls bei rd. 5.000 €.
In der Vergangenheit haben wir sehr gute Erfahrungen mit handgefertigten Fahnen gemacht, so hielt unsere erste Vereinsfahne 86 Jahre, bis unsere aktuelle Vereinsfahne im Jahr 1962 in Dienst gestellt wurde und nunmehr auch bereits 55 Jahre "auf dem Buckel" hat. Es handelt sich hierbei keineswegs um ein Scheinargument, wenn wir die Entscheidung zu einer handgearbeiteten Fahne auf die längere Haltbarkeit beziehen. Bei einem Besuch der Paramentenwerkstatt der Abtei Mariendonk bei Grefrath konnten wir uns vielmehr selbst von den Vorteilen überzeugen. Darüberhinaus legen wir diese Arbeit als traditionsbewusster Verein lieber in die Hände der Benediktinerinnen aus Mariendonk, als den Auftrag einer großen Fahnenfabrik zu vergeben.
#2 von Florian Marhöfer, am 19.04.2017 um 17:03 Uhr
Ich habe ja auch als "Nicht-Schütze" ein gewisses Verständnis für Tradtionen, aber bei einem Preis von 6.500 € für eine Vereinsfahne hört eben dieses Verständnis auf. Das zumal der Verein scheinbar nicht in der Lage ist, diese Summe aus eigenen Mitteln aufzubringen und die Allgemeinheit für die Finanzierung bemüht.

Das (Schein)Argument, man könne bei einer handgefertigten Fahne von einer längeren Haltbarkeit ausgegehen, ist wohl eher ein Wunschdenken. Wieviele Leute kennen Sie, die sich Ihre Kleidung, obwohl sie es sich nicht leisten können, maßschneidern lassen, da sie dann von einer längeren Haltbarkeit ausgehen und dann um Spenden werben? Mir fällt niemand ein.

Ich denke, man wird an dieser Stelle über den Fortgang dieses Fundraising-Projekts lesen können.
#1 von Christian Brenner, am 19.04.2017 um 11:29 Uhr

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