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Nachricht vom 12.09.2017 - 09:04 Uhr    

26. Südwest-Züchtertag und Hoffest in Busenhausen waren ein Erfolg

In Busenhausen tummelten sich auf dem Gelände der Hüsch Agrar GbR rund 1500 Besucher und genossen den Sonntag mit den vielfältigen Angeboten zum Thema Milchwirtschaft und Landwirtschaft. Der 26. Südwest-Züchtertag kombiniert mit dem Hoffest, den Ausstellungen und vielen Informationen gefiel den Besuchern und wurde ein Erfolg.

Der Dank der Veranstalter ging an die Familie Hüsch, die mit viel Engagement die Veranstaltung nach Busenhausen geholt hatte. Fotos: kkö

Busenhausen. Die Familie Hüsch von Hüsch Agrar GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), der Rinderzuchtverein Westerwald, die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und die Rinder-Union West hatten ein attraktives Programm zusammengestellt. Der Sonntag, 10. September, begann mit einem Zeltgottesdienst und anschließender Grußworte.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Michael Lieber, ging darauf ein, dass die Landwirte nur unter den richtigen Rahmenbedingungen zukunftsfähig seien. Wichtig sei es, dass der Bevölkerung klar werde mit welchen Schwierigkeiten die Landwirte zu kämpfen haben. Hier nannte er unter anderem das Wetter aber auch die Marktentwicklungen. Er bedankte sich bei der Familie Hüsch für die Bereitstellung des Geländes und wünschte einen angenehmen Verlauf.

Martin Schmidt, Vorsitzender des Rinderzuchtvereins Westerwald betonte, dass die Ausrichtung einer solchen Veranstaltung erhebliche Mühen koste. „Wir als Rinderzuchtverein bedanken uns bei allen, die mit geholfen haben diesen Tag zu einem Erlebnis für die Gäste zu machen“.

Die rheinland-pfälzische Milchkönigin, Carina Hirschen, ging in ihrer Ansprache auf die Situation der Milchbauern ein und sagte: „Ich hoffe sehr, dass es auch in Zukunft mutige Landwirte gibt die dieses nahrhafte Produkt, das Grundlage vieler weitere Köstlichkeiten ist, weiterhin von heimischen Erzeugern kommt“. Sie wünschte der Veranstaltung ebenfalls einen guten Verlauf.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung führte Markus Hüsch eine Betriebsbesichtigung durch. Den Teilnehmern gab dies Gelegenheit „hinter die Kulissen“ zu schauen. Hüsch erläuterte den Werdegang des Unternehmens. 1975 übernahm Vater Harald den Betrieb, der ursprünglich Otto Gewehr gehörte. Nachdem in den Folgejahren investiert wurde, schieden im Laufe der Jahre Gesellschafter aus. 2012 wurde dann die heutige Hüsch Agrar GbR durch die Familie gegründet.

2014 wurde das Güllelager neu errichtet und 2016 stockten die Inhaber auf 280 Milchkühe auf. Heute bietet der Betrieb fünf Mitarbeitern und zwei Auszubildenden einen Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter sind seit 2012 im Schichtbetrieb tätig. Es gibt eine Biogasanlage, die zu 83 Prozent mit Gülle, 17 Prozent Silo und Futterresten betrieben wird. „Der hier gewonnene Strom wird zu hundert Prozent in das Netz eingespeist. Man kann also sagen, Busenhausen wird mit diesem Strom versorgt“, erläuterte Markus Hüsch. 2007 wurde bei dem ebenfalls hier angesiedeltem Maschinenring eine Solaranlage errichtet. Die Oberflächenabwässer des gesamten Betriebes werden über eine Schilfkläranlage gereinigt, auch dies, so Hüsch, gehöre zum aktiven Umweltschutz.

Die Besucher hatten an vielen Ständen die Gelegenheit sich zu informieren. Verschiedene Anbieter von Maschinen wie Traktoren, Mähdrescher und anderen Gerätschaften sowie die Mitarbeiter vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel gaben den Gästen Auskunft zu allen Belangen der Landwirtschaft.

Die großen Geräte waren natürlich der Anziehungspunkt für die jüngeren Besucher, durften sie doch nach Herzenslust Traktoren und andere große Fahrzeuge aus der Nähe in Augenschein nehmen.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, vertreten durch Oliver Koch aus Harschbach, informierte an seinem Stand über die andere Art der Viehhaltung und zum Thema faire Milch. Koch hierzu: „Es ist sehr schwierig die faire Milch in den Handel zu bringen. Fairtrade gilt leider in erster Linie, immer noch für die Produkte aus Südamerika wie zum Beispiel Kaffee“. Koch prangerte die Einlagerung von großen Mengen Milchpulver an.

Im großen Festzelt hatten die Landfrauen des Kreises Altenkirchen ein sehr reichhaltiges Kuchenbuffet aufgebaut, dem auch reichlich zugesprochen wurde. Am Imbiss und an den Getränkewagen herrschte, bei sonnigem Wetter reger Andrang. Die Veranstalter freuten sich über rund 1500 Besucher und waren mit diesem Ergebnis hochzufrieden. (kkö)

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