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Nachricht vom 15.04.2018 - 09:13 Uhr    

Trends der digitalen Zukunft wurden in Betzdorf vorgestellt

Im Rahmen von Betzdorf Digital zeigten die Referenten Jörg Heynkes und Marco Sewald die Trends der digitalen Zukunft in der Betzdorfer Stadthalle auf. „Nutzen Sie die Chancen und werden Sie nicht zum Spielball am Rande der Entwicklung“, so Heynkes.

v.l. Sarah Brühl von Betzdorf Digital, Bürgermeister Bernd Brato, die beiden Referenten Jörg Heynkes und Marco Sewald sowie Sascha Hensel, ebenfalls von Betzdorf Digital, sehen große Chancen in der digitalen (R)evolution. Foto: jkh

Betzdorf. Betzdorf Digital und die Regionale Entwicklungsgesellschaft Betzdorf luden in die Stadthalle zu zwei Fachvorträgen rund um das Thema „Digitale (R)evolution“ ein. Schnell füllte sich diese am Mittwoch, den 11. April mit zahlreichen Interessierten.

Begriffe wie Digitalisierung und digitale Transformation sind in aller Munde. Die Wirtschaft erlebt eine radikale Veränderung der Geschäftsmodelle. Aber: Die Digitalisierung birgt ungeahnte Chancen. „Chancen, die wir nutzen sollten“, betont Bürgermeister Bernd Brato bei der Begrüßung.

Unternehmensberater und Zukunftsmacher Jörg Heynkes berichtete in seinem Vortrag über die große digitale Transformation, die unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Er sprach den nahenden Einzug humanoider Roboter in das alltägliche Leben an, über Schwarmmobilität, künstliche Intelligenz und augmented reality

Dabei zeigte er mittels Werbefilme der heutigen Global Player auf welchem Entwicklungsstand die Welt von heute ist. Faszinierend war der Beitrag über eine Simultanübersetzung, die durch einen Knopf im Ohr bereits möglich ist. „Das wird unsere Welt verändern. Stellen Sie sich die Einsatzmöglichkeiten bei Geschäftsbeziehungen oder politischen Verhandlungen vor.“, so Heynkes.

Doch nicht nur für die Ökonomie bietet die Digitalisierung einen großen Fortschritt, auch für die Ökologie wird sich einiges verbessern. In-Vitro Fleisch stoppt die Klimaauswirkungen durch die industrielle Landwirtschaft. An dem Fleisch aus dem Reagenzglas, bei dem keine Kuh mehr sterben muss, wird schon seit einigen Jahren in den USA geforscht. Deutschland hat den Trend bisher verschlafen. „Lediglich die Firma Wiesenhof hat in ein solches Startup investiert“, erzählt Heynkes.

100 Prozent erneuerbare Energie für die ganze Welt sieht Heynkes ebenfalls als realistisch bis spätestens 2020 an. Dafür würde es lediglich eine Fläche von 300 x 300 Kilometer großen Flächen mit Solaranlagen benötigen. Alternativ würde auch eine 1500 x 1500 Kilometer große Fläche mit Windkraft ausreichen.

Zudem werden die Menschen keine Autos mehr kaufen ab ca. dem Jahr 2030. Dies mache schließlich auch keinen Sinn. Die meisten privaten PKW stehen 23,5 Stunden am Tag herum. Ineffizienter geht es kaum. Bald wird es eine App geben. Dieser sagt man, wenn man wegfahren will. Kurze Zeit später steht das Auto vor Tür. Man braucht bloß einsteigen und es fährt einen zum Zielort. Zu bezahlen ist dann eine Flatrate von 69 Euro bis 89 Euro monatlich, sagt Heynkes. Durch die autonomen Fahrzeuge, hat jeder im Durchschnitt einen Zeitgewinn von 38.000 Stunden seiner Lebenszeit. Gleichzeitig bedeutet dies 90 Prozent weniger Verletzte und Tote im Straßenverkehr. „142 Menschen sterben in dieser Stunde im Straßenverkehr.“, bemerkt Heynkes. Dies kann in den meisten Fällen durch die neuen Autos verhindert werden.

Die ganzen Veränderungen haben auch die Folge, dass die Überlebensfähigkeit zahlreicher heutiger Berufsbilder und Geschäftsmodelle bedroht ist. Es braucht den kompletten Umbau der bestehenden Systeme für die Digitalisierung. Dies bietet viele Chancen, hat aber auch hohe Risiken zur Folge. Wichtig ist, dass der Mensch im Zentrum bleibt und nicht zum Spielball am Rande der Entwicklung wird. Daher rät Heynkes: „Werden Sie zum Motor der Entwicklung. Werden Sie Zukunftsmacher!“


Zweiter Vortragender Marco Sewald, stellvertretende Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, berichtete über den Zahlungsverkehr der Zukunft. Dabei erklärte er die neusten Zahlungsmöglichkeiten bei der Sparkasse. Am Schluss berichtete er über „amazon go“ – den ersten Supermarkt, bei dem man ohne zur Kasse gehen zu müssen, automatisch bezahlen kann. Damit weckte er das Interesse der Zuschauer.

Ganz nach dem Motto der Veranstaltung „Digital geht nicht weg – Machen Sie was draus“ regten die Vorträge anschließend zum Nachdenken und zur Diskussion an. Kann man sich die digitalen Trends der Zukunft auch in Betzdorf vorstellen? (jkh)

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Kommentare zu: Trends der digitalen Zukunft wurden in Betzdorf vorgestellt

2 Kommentare

Lieben Dank für den Bericht.
Eine Ergänzung: Ich berichtete davon, dass ab 2020 die Erneuerbaren Energien weltweit die preiswerteste Energiequelle sein werden, wenn es darum geht ein neues Kraftwerk zu bauen. Das bedeutet aber nicht, das wir bereits 2020 zu 100% Erneuerbar sein werden. Das wird natürlich leider noch 20-25 Jahre dauern. Aber es ist möglich und wir werden es schaffen.
LG JH
#2 von Jörg Heynkes, am 15.04.2018 um 08:32 Uhr
Nicht der stellvertr. Geschäftführer, Herr Marco Seewald, sondern Herr Kilian, hielt den 2. Vortraf.
#1 von Manfred Wolter, am 14.04.2018 um 16:53 Uhr

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