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Nachricht vom 13.05.2018 - 00:03 Uhr    

Bauern- und Winzerpräsident für höheren EU-Haushalt

Für den Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, ist EU-Kommissar Günther Oettingers mit der angepeilten Erhöhung des EU-Haushaltes auf dem richtigen Weg. Horper sagt laut Pressemitteilung des Verbandes: „Die Mitgliedsstaaten müssen ihrer Verantwortung für die ländlichen Räume in der gesamten Europäischen Union gerecht werden. Die Landwirtschaft darf nicht der leidtragende Wirtschaftsbereich in der EU werden.“

Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau: „Die Landwirtschaft darf nicht der leidtragende Wirtschaftsbereich in der EU werden.“ (Foto: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau)

Koblenz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, unterstützt das Ziel von EU-Kommissar Günther Oettingers, den EU-Haushalt trotz des Brexit anzuheben: „Die Mitgliedsstaaten müssen ihrer Verantwortung für die ländlichen Räume in der gesamten Europäischen Union gerecht werden. Die Landwirtschaft darf nicht der leidtragende Wirtschaftsbereich in der EU werden.“

EU-Haushaltskommissar Oettinger plant ein Budget von 1.279 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2021 bis 2027. Der Austritt Großbritanniens, der in den EU-Haushalt jährlich eine Lücke von rund. 12 Milliarden reißt, neue Aufgaben wie der Schutz der EU-Außengrenzen oder die gemeinsame Verteidigung fordern ihren Tribut. Horper betont, dass trotz dieser Situation keinesfalls die Landwirtschaft als „Steinbruch“ benutzt werden dürfe. Vielmehr müssten die Beitragszahlungen der EU-Staaten angehoben werden. Daher müsste vor allem mit den Kritikern, Österreich, den Niederlanden und Polen verstärkt verhandelt werden.

Das Zusammenwachsen Europas sei nun einmal nicht zum Nulltarif zu haben. Er erinnert daran, dass die EU-Bürgerinnen und Bürger jährlich etwa 290 Euro zum EU-Haushalt beitragen würden, das sei nicht einmal ein Euro pro Tag. Alle 28 EU-Länder zusammen würden über ihre Staatshaushalte fast 50 Mal mehr Finanzmittel ausgeben als die Europäische Union. In Anbetracht dieser Relation sei es nur recht und billig, den EU-Haushalt zu stabilisieren und das eine Prozent des Bruttoinlandproduktes der EU-Länder, das zur Berechnung des EU-Beitrages herangezogen werde, um zwei oder drei Promille zu erhöhen. (PM)


Kommentare zu: Bauern- und Winzerpräsident für höheren EU-Haushalt

1 Kommentar

Es ist verständlich, dass Herr Horper als Vertreter der Landwirtschaft höhere Beträge fordert, die nach Brüssel und anschließend in Form von Subventionen an die Landwirte zurückfließen. Die EU gibt jährlich 55 Milliarden Euro für Agrarsubventionen aus, was rund 40 Prozent ihres Budgets entspricht. Hat die EU denn nicht wichtigere Aufgaben als sich so übermäßig um die Landwirtschaft zu kümmern? Diese hohen Summen, die an Subventionen gezahlt werden sind nicht mehr zweitgemäß. Jeder Wirtschaftsbetrieb, mit Ausnahme der Landwirte, muss sehen, wie er zurechtkommt. Weshalb werden die Landwirte da von der Marktwirtschaft ausgenommen? Ich finde es ist an der Zeit, dass die EU eher die Gelder in Infrastruktur und Bildung investiert. Die Regelungen für die Landwirtschaft aus den 50er 60er Jahren müssen geändert werden, wo oft nur Großbetriebe, denen es eh schon gut geht, profitieren. Vielmehr sollten die Beiträge an die EU reduziert werden, damit die Mitgliedstaaten Ihre Schulden abbauen können. Subventionen müssen abgeschafft werden, da Sie nur dem Steuerzahler schaden!
#1 von Martin Grothe, am 13.05.2018 um 19:27 Uhr

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