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25 Jahre interkommunale Zusammenarbeit

Vor 25 Jahren wurde das St.-Andreas-Haus seiner Bestimmung übergeben. Das Jubiläum feiern die drei Träger - Ortsgemeinden Bitzen und Forst sowie evangelische Kirchengemeinde Hamm - am Samstag, 28. November, mit einer Jubiläumsveran­staltung, zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.
Bitzen/Forst. Interkommunale Zusammenarbeit, ein bei immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen und dem Faktor der demografische Entwicklung aktuelles und tagtägliches Schlagwort, ist an sich nichts Neues. Auf dem "Berg" wur­de dies bereits vor drei Jahrzehnten praktiziert, als es darum ging, Planungen für den Bau einer Kom­mu­nikationsstätte auf den Weg zu bringen. Daraus resultierte dann die gemeinsame Errichtung des Mehrzweckgebäudes "St. Andreas". Träger sind die beiden Ortsge­meinden Bitzen und Forst sowie die evangelische Kirchen­ge­meinde Hamm. Eine Trägerschaft, die sich bewährt hat und ein Beispiel dafür ist, wie un­kom­pliziert interkommunale Zusammenarbeit gehandhabt und praktiziert werden kann. Als einzigartig im Landkreis Altenkirchen, ja im Land Rheinland-Pfalz, stufte der damalige Landrat Dr. Alfred Beth bei der Einweihung des Gebäudes am 1. Dezember 1984 die Weit­sicht ein, dass zwei Gemeinden und eine Kirchengemeinde die Trägerschaft für eine Kommunikationsstätte übernehmen und dass die Bevölkerung mit hohen Spenden einen wesent­lichen Grundstein für den Bau legte. Bei der "chronischen Finanznot", wie es damals die beiden amtierenden Ortsbürgermeister Helmut Hörster (Bitzen) und Heinz Rötzel (Forst) zum Ausdruck brachten, war die Spen­denaktion zur Realisierung des Bauvorhabens ein überaus wichtiger und ein mit entscheiden­der Baustein. Die Spenden der Bevölkerung über einen Zeitraum von fünf Jahren erbrachten voll angesparte Bausparverträge in Höhe von 150.000 Mark. Damit war der erste Schritt getan; doch dieser und aller Optimismus hätten jedoch nicht ausgereicht, um das Bauvorhaben zu verwirklichen. Die beiden Berggemeinden fanden in der evangelischen Kirchengemeinde Hamm, bei der sich die Frage nach einer Erneuerung ihres Gemeindehauses in Bitzen stellte, einen Partner für das neue gemeinsame Mehrzweckhaus. Einen engagierten Mitstreiter fanden die "drei Bauherren" zudem in Bürgermeister Hans Klar­meyer, der das Projekt in allen Belangen unterstützte. In vielen Gesprächen, so ein Blick in die Annalen, konnten dann unterschiedliche Meinungs­bil­der der zukünftigen drei gleichberechtigten Partner koordiniert werden. Bauingenieur Werner Eitelberg vom Hammer Bauamt legte im Februar 1979 die erste Planskizze vor. Bis zum endgültigen Bau­plan vergingen dann weitere drei Jahre. Immer wieder mussten Planungen geändert und modi­fiziert sowie mit Trägern öffentlicher Belange abgestimmt werden. In vielen Gesprächen, in voller Partnerschaft, gegenseitigem Verständnis und Entgegenkommen, reiften die Pläne. Am 7. Dezember 1982 erfolgte die schlüsselfertige Vergabe an einen Generalunternehmer. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,3 Millionen Mark. Im Beisein zahlreicher Bürger, der beiden Gemeinderäte, des Presbyteriums der evange­li­schen Kirchengemeinde Hamm und der Vereine fand Anfang Dezember 1983 die Grundstein­legung statt. Dem damaligen Altbürgermeister Walter Freischlader oblag es, drei symbolische Hammerschläge auszuführen, um dann gemeinsam mit dem Gesamtbauleiter Werner Eitel­berg und dem Polier des Generalunternehmens, Alfons Brück, die obligatorische Schatulle einzumauern. Die Namensgebung des Gebäudes war schnell mit "St. Andreas-Haus" gefunden. Damit sollten zwei Erinnerungen für die Nachfolgergenerationen wach gehalten werden. Einmal an die Grube "St. Andreas" in Bitzen, die den meisten Familien der beiden Ortsgemeinden Bitzen und Forst über viele Jahrzehnte Brot und Arbeit verschaffte. Andererseits weist der Namen auf den Jünger des Herrn, Andreas, hin. Das St.-Andreas-Haus hat für das gemeindliche Leben auf dem "Berg" Akzente gesetzt und gibt Möglichkeiten für kulturelle, sportliche, gemeindliche, gesellschaftliche und kirchliche Aktivitäten.
Die Festlichkeiten am Samstag, 28. November, beginnen um 17 Uhr mit einem Gottesdienst unter Mitwirkung des MGV "Glück Auf" Forst. Ab 18 Uhr steht ein Festakt unter Mitwirkung des Frauenchores Forst und des MGV Dünebusch auf dem Programm, der dann in ein gemütliches Beisammensein übergeleitet wird. (Rolf-Dieter Rötzel)
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Mit drei symbolischen Hammerschlägen legte Altbürgermeister Walter Freischlader Anfang Dezember 1983 den Grundstein für das St.Andreas-Haus. Weiter auf dem Foto von links: Polier Alfons Brück und Gesamtbauleiter Werner Eitelberg. Archivbild: Rolf-Dieter Rötzel
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