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CDU: Bei Notärzten nicht locker lassen

Die CDU Wissen bleibt in der Frage der Notarztstandorte im Kreis Altenkirchen weiter am Ball. Der derzeit erhaltene Status sei dem Engagement einiger weniger Verantwortungsträger zu verdanken, heißt es in einer Presseerklärung.
Wissen. Die CDU in der Verbandsgemeinde Wissen begrüßt ausdrücklich das Engagement des Westerwälder Landrates Achim Schwickert, der in seiner Eigenschaft als Leiter der für die Kreise Westerwald und Altenkirchen zuständigen Rettungsdienstbehörde die Notwendigkeit der Erhaltung der Notarztstandorte in Altenkirchen, Kirchen und Wissen gegenüber dem rheinland-pfälzischen Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) deutlich gemacht hat. "Diese Position trägt den Erfordernissen an eine gute Daseinsvorsorge im ländlichen Raum Rechnung. Dieses kann aber nur gesichert werden, sofern durch die Krankenkassen die ausreichende finanzielle Unterstützung gesichert wird", analysiert Hermann-Josef Selbach, Fraktionsvorsitzender der Union im Wissener Verbandsgemeinderat.
Die CDU hält es daher für unabdingbar, dass sich die Landesregierung und die Kostenträger für eine bessere und nachhaltigere Finanzierung einsetzen. "Nachdem Landrat Schwickert nun seine Position deutlich gemacht hat, ist der Innenminister gefordert", so CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Sebastian Boketta. Er weist außerdem auf die derzeitige Lösung hin, die vor allem dem Engagement von Bürgermeister Michael Wagener sowie der Verwaltung, dem Vorsitzenden des medizinischen Qualitätsnetzes Hamm-Wissen, Dr. Michael Theis, und dem Team der Wissener DRK-Rettungswache zu verdanken sei. "Seit Anfang April funktioniert die Notarztversorgung nur, weil der Bürgermeister und die Leitung der Rettungswache die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe als Träger des Krankenhauses wieder ins Boot geholt und eine praktikable Übergangslösung geschaffen haben", so Boketta und Selbach. Zudem hätten die Verantwortlichen des Westerwaldkreises die AOK für die nun praktizierte Lösung gewonnen.
Leider, so die Wissener Union, werde die Tragweite des Problems offensichtlich von vielen Verantwortlichen noch immer unterschätzt. Immerhin waren von fünf Notärzten in der Region zu Monatsbeginn zeitweise vier nicht einsatzbereit. Deshalb sei die Sicherung der Notarztversorgung für die gesamte Region, zu der man sich gemeinsam mit den Freien Wählern in der Verbandsgemeinde unter anderem in der Demonstration Anfang März bekannt habe, nicht nur ein Problem für die Bevölkerung im Wisserland, sondern müsse kreisweit forciert werden.

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