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Forsa-Studie: Sparer erwarten höhere Erträge

Laut einer Forsa-Studie erwarten die Deutschen eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage. Allerdings schürt die Finanzkrise auch die Angst um das Ersparte. Und in Sachen Geldanlage ist man hierzulande zurückhaltend im internationalen Vergleich.
Hachenburg/Westerwald. Jetzt werden sie schon gezählt, die Tage bis zum Anpfiff in Südafrika. Die Begeisterung für die Fußball-Weltmeisterschaft wächst täglich, und das rund um den Globus. Eine ähnlich große Leidenschaft für Geldanlagen gibt es hierzulande leider nicht. „Die Menschen in Deutschland sind im Vergleich zu anderen Ländern zurückhaltender bei Geldanlagen“, berichtet Helmut Boller, Vertriebsleiter der Westerwald Bank, aus der täglichen Praxis. Gleichwohl sorgten sich aktuell viele um eine mögliche Geldentwertung oder ihre Altersvorsorge und – als Folge der Finanzmarktkrise – um ihr Erspartes.
Dies bestätigte auch eine regelmäßig im Auftrag der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment durchgeführte Forsa-Studie: Im ersten Quartal 2010 haben demnach 58 Prozent der Anleger Angst vor Inflation und 62 Prozent von ihnen machen sich Sorgen um ihre Ersparnisse. Allerdings rechnen auch 41 Prozent der Anleger mit steigenden Aktienkursen, mehr als jeder fünfte erwartet eine Verbesserung seiner finanziellen Situation. Dennoch bleiben offensichtlich viele Anleger zurückhaltend. „Viele glauben zwar an eine bessere finanzielle Zukunft, verzichten aber trotz eines anhaltend niedrigen Zinsniveaus auf Ertragschancen an den Kapitalmärkten“, kommentiert Boller und begründet: „Es sind vor allem Unsicherheiten bei den Kunden in Sachen Geldanlage und daraus resultierend eine fehlende Begeisterung für das Thema.“
Weil Anleger sich so verhalten, sei es für die Westerwald Bank umso wichtiger, gemeinsam mit dem Kunden dessen Bauchgefühl bezüglich Geldanlagen zu erkunden und das passende Investment auszuwählen. „Entdecke das Investier in Dir!“ lautet daher der Aufruf der Bank, mit der die Begeisterung für den Fußball auf die Geldanlage übertragen werden soll. Dafür wurde unter www.entdecke-das-investier.de auch eine eigene Onlinepräsenz konzipiert. Die Westerwald Bank will mit der „investierischen“ Beratung zeigen, dass man trotz Sorgen auch Spaß beim Geldanlegen haben kann. „Ganz gleich, welches Investier im Kunden steckt. Ob ‚kleine‘ oder ‚große‘ Anlagesummen – man kann gerade mit Fondsanlagen den chancengleichen Zugang zu allen Anlagemärkten nutzen“, verdeutlicht Helmut Boller. Auch das seit Anfang dieses Jahres geltende Bürgerentlastungsgesetz hilft: „Es hat vielen Steuerzahlern deutlich mehr Geld ins Portemonnaie gebracht.“ Er verweist auf Informationen des Bundesfinanzministeriums: Eine Familie mit einem Alleinverdiener und zwei Kindern habe bei einem Jahreseinkommen von brutto 40.000 Euro durch die Steuerentlastung und die Erhöhung des Kindergeldes zu Jahresbeginn jährlich 530 Euro mehr zur Verfügung. „Warum nicht mehr daraus machen und langfristig sparen?“ Interessant seien Sparpläne beispielsweise in Aktienfonds, wenn man Interesse an einem Einstieg in die Märkte habe und sich dabei auch den marktbedingten Kursschwankungen sowie den Ertrags- und Bonitätsrisiken stelle. Dies gerade, weil in „überschaubaren Schritten“ investiert wird: „Bereits geringe Sparbeträge ab 50 Euro sind möglich“, so Boller.

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