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Minister Hendrik Hering "kreiselte" in Herdorf

Zu Besuch war der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering in Herdorf. Zu seinen Stationen gehörten ein Besuch der Firma Schmidt die neue Kreiselanlage und Steinaus Ecke.
Minister Hendrik Hering \"kreiselte\" in Herdorf
Herdorf. Auf Stippvisite kam der rheinlandpfälzische Minister Hendrik Hering vorbei, besuchte die Firma Schmidt, sah sich die neue Kreiselanlage an und schaute bei Steinaus Ecke vorbei.
Das Unternehmen Zerspanungstechnik & Maschinenbau von Hubertus Schmidt erhielt vor einiger Zeit eine Wirtschaftsförderung in Höhe von 15.000 Euro für die Anschaffung einer Fräsmaschine. Minister Hering, der SPD Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Krell, Bürgermeister Uwe Erner und die SPD Stadtratsmitglieder wollten sich nun vor Ort ein Bild davon machen, was aus der Förderung geworden ist. Unternehmer Schmidt konnte den Damen und Herren berichten, dass sich die Investition im Gesamtwert von 1,3 Mio. Euro als richtig erwiesen habe. An der Maschine sei noch nicht einen Tag Kurzarbeit gemacht worden, da die Auftragslage im Großteilbereich derzeit besser sei als im Kleinteilbereich. Schmidt, der schon seit 1986 selbständig ist, erwarb 1998 das Gelände an der Basaltstraße. "Die 10.000 Quadratmeter waren am Anfang viel zu groß, heute sind sie komplett bebaut." Schmidt berichtete, auch seine Firma habe die Finanz- und Wirtschaftskrise voll getroffen. Die besten Jahre seien 2007 und 2008 gewesen, im folgenden Jahr sei der Umsatz um 42 Prozent zusammengebrochen. Mit enormer Geschwindigkeit habe sich dieser Zusammenbruch flächendeckend vollzogen. Auch sein Unternehmen habe Kurzarbeit gemacht, aber auch Leute entlassen müssen. Derzeit sei eine Beruhigung auf dem Markt zu spüren, doch erst im kommenden Frühjahr lasse sich sagen, ob sich die Situation stabilisiere. Mit dem derzeitigen Zustand könne man leben und auch in der Kundschaft bessere sich die Stimmung. Die Auftragslage befinde sich allerdings noch auf einem kalkulatorisch schlechten Niveau, denn die Preise seien kaputt. Derzeit beschäftigt Schmidt 38 Mitarbeiter und bildet seit zehn Jahren Zerspanungsmechaniker in seiner Firma aus. Die hat er auch bisher überwiegend alle übernommen. Auch in diesem Jahr haben zwei neue Lehrlinge ihre Ausbildung angefangen. Schmidt bietet den Auszubildenden einmal in der Woche einen Werksunterricht an, was sich sowohl in den schulischen Leistungen wie auch bei den Prüfungen positiv niederschlägt. Er beklagte allerdings auch, dass die Jugendlichen immer weniger Leistungsbereitschaft zeigten, das Niveau der Schüler sei in den vergangenen fünf Jahren stetig gesunken. Im Anschluss an die Ausführungen zeigte Schmidt den Gästen die Werkshallen seines Unternehmens.
Nächste Station des Ministers war der neue Kreisel an der Ecke Wolfsweg/Schneiderstraße. Hier erklärte Bürgermeister Uwe Erner, dass sich der Bau schon bewährt habe und toll für die Entwicklung des Stadtgebietes sei. Hering fand, dass die Stadt mit einer Nettobeteiligung von 120.000 Euro bei Gesamtkosten von 760.000 Euro gut weggekommen sei und bestätigte den gelungenen, schönen Eingangsbereich. Vom Kreisel führte der nächste Weg zur Steinaus Ecke. Hier berichtete der Minister, dass die Detailplanung weitgehend fertig sei und dem Rechnungshof gemeldet worden sei. Nach heutigem Kenntnisstand gehe man von einer Investition von 2,4 Millionen Euro aus. Bis zum Baubeginn wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Die Umgestaltung dieses Ortsbereiches sieht Hering auch als Aufwertung für die Stadt, da ja in die hiesigen Häuser und Geschäfte keiner mehr investieren wolle. (anna)
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Hubertus Schmidt (rechts) erklärt hier Minister Hendrik Hering (links) und Dr. Matthias Krell Arbeitsabläufe seines Unternehmens. Fotos: anna
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