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Ausbau der L 278 genießt beim Land Priorität

Das Straßenbauprojekt L 278 zwischen Wissen und der Landesgrenze auf einer Gesamtlänge von knapp zwei Kilometern beschäftigt Behörden und Politik seit rund 30 Jahren. Neue Bewegung brachten jetzt die Tempo-20-Schilder, die auf Anordnung aufgestellt wurden, in die komplexe Geschichte. MdL Thorsten Wehner wandte sich am 24. Juli an den zuständigen Verkehrsminister.
Ausbau der L 278 genießt beim Land Priorität

Tempo 20 soll die Verkehrssicherheit auf dem maroden Streckenabschnitt gewährleisten. Foto: Helga Wienand

Wissen. Das Mainzer Verkehrsministerium arbeitet gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität in Diez auf einen baldmöglichsten Ausbau der Landesstraße 278 zwischen Wissen und der Landesgrenze hin. Ein entsprechendes Schreiben erhielt der Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner jetzt von Staatssekretär Alexander Schweitzer, in dem dieser die besondere Wichtigkeit des Bauprojektes für das Land noch einmal betont.
Schweitzer erinnert daran, dass die Weiterführung der Bauarbeiten nach Fertigstellung des ersten Abschnittes im Jahr 2008 im Bauprogramm des Landeshaushaltes 2009/2010 vorgesehen sei. Leider seien bei der Schaffung baurechtlicher Voraussetzungen für den rund 1,6 km langen Streckenabschnitt Schwierigkeiten aufgetreten, die es noch zu lösen gelte. Um dennoch eine rasche Verbesserung der L 278 in diesem Abschnitt zu erreichen, solle im Herbst dieses Jahres zunächst ein rund 600 Meter langer Teilabschnitt ausgebaut werden. Der Weiterbau sei dann für das kommende Jahr eingeplant.
Wehner hat großes Verständnis für die Verärgerung vieler Anlieger und Berufspendler. Er selbst werde immer wieder auf den katastrophalen Zustand der L 278 angesprochen. Aus diesem Grund habe er sich mehrfach, zuletzt im Juli dieses Jahres, an das Ministerium gewandt und auf eine rasche Sanierung gedrängt. Wehner fordert alle Beteiligten dazu auf, bei allem nachvollziehbaren Ärger die Diskussion wieder auf einer sachlichen und konstruktiven Ebene zu führen. So sei beispielsweise das ins Zentrum der Kritik geratene Tempo-20-Schild weder ein „Treppenwitz“ noch sonstige Schikane, sondern aus Sicht der Verkehrsexperten unvermeidlich, um die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten, da sich der Fahrbahnzustand innerhalb sehr kurzer Zeit insbesondere durch den harten Winter dramatisch verschlechtert habe. "Dass dieses Tempolimit nur eine unverzichtbare Sofortmaßnahme darstellt und so bald wie möglich mit baulichen Maßnahmen begonnen werden soll versteht sich", so der Parlamentarier. Staatssekretär Schweitzer habe zugesagt, dass der LBM auf Anregung Wehners auch eine "Zwischenlösung" für den mittleren Abschnitt der L278 prüfen lässt, der für einen Übergangszeitraum zeitnah zu einer Entspannung führen und notfalls ohne weitergehende Abstimmung mit der Landespflegebehörde umgesetzt werden könnte.
Wehner sagt in seiner Pressemitteilung zu, in der Sache weiterhin Druck zu machen und sichert ein offenes Ohr für alle Anregungen und Initiativen zu, die der Sache in angemessener Weise dienlich sein könnten.
Kritisch sieht der SPD-Politiker den derzeitigen "Aktionismus" der Wissener CDU. Als "politisch unangemessen" bezeichnet der Sozialdemokrat in diesem Zusammenhang den von der Union mit ihrer Aktion bewusst hergestellten Zusammenhang zu den Montagsdemonstrationen in der ehemaligen DDR, wo sich Woche für Woche Hunderttausende DDR-Bürger versammelt und friedlich für ein Ende der SED-Herrschaft demonstriert hatten, hießt es Ende der Pressemitteilung.

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Kommentare zu "Ausbau der L 278 genießt beim Land Priorität"

8 Kommentare

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, heißt es immer. Und abgesagt ist abgesagt. Man darf gespannt sein, ob sich tatsächlich etwas tut. Da kann sich hier auch manch einer seine süffisanten Kommentare sparen, besonders diejenigen, die irgendwann einmal nach mehr politischer Verantwortung trachteten.
#8 von Mirko Czentovic, am 24.08.2010 um 13:51 Uhr
Hallo Herr Klein, war keiner da.
#7 von Jürgen Linke, am 24.08.2010 um 09:36 Uhr
Ich bitte die Herren Wehner und Linke am 23.August einmal in Richtung Morsbach zu fahren, um bei der Demo vor Ort ihre Kommentare abzugeben. Dort ist es möglich negatives zu sagen, und den Frust der Teilnehmer zu spüren.

#6 von Bruno Klein, am 20.08.2010 um 19:16 Uhr
Am 15.Juli 2010 war der Abgeordnete Herr Wehner zu Besuch bei der LBM in Diez. Kurzfristig wurde daraufhin die Fahrgeschwindigkeit auf 20 km/h herabgesetzt. Besteht da ein Zusammenhang? Die täglichen betroffenen Benutzer der L 278 wünschen sich keine Zwischenlösung für die nächsten 5-10 Jahre,wie der Abgeordnete vorschlägt, sondern eine sofortige Behebung der Winterschäden und einen zügigen Ablauf beim Gesamtausbau. Der schon länger für den Herbst angekündigte Teilausbau von 600 m wurde erst am 18. August 2010 ausgeschrieben. Bei Einhaltung der entsprechenden Termine kann man hoffen, dass im April- Mai 2011 die Massnahme fertig ist. Aktionismus sind immer die jahrlangen Ankündigungen, denen keine Taten folgen.
#5 von Horst Rolland, am 20.08.2010 um 17:41 Uhr
Es ist mir schleierhaft, warum Sie angesehene Politiker als "Büchsenspanner" bezeichnen. Mit ordentlicher Streitkultur hat das nichts zu tun, verehrter Herr Czentovic!
#4 von Jürgen Linke, am 20.08.2010 um 15:05 Uhr
Herr Wehner hat es nicht begriffen. Wenn er doch nur täglich die Buckelpiste benutzen müsste, um nach Mainz zu kommen ... Ich kann nur an mein Posting vom 9. August erinnern: Wäre es nicht ein Zeichen von bürgerschaftlichem Engagement, wenn die Büchsenspanner der Sozialdemokraten sich ihre Reflexe abtrainierten und Seite an Seite mit den übrigen Akteuren agierten, die für die baldige, ja sofort notwendige, Renovierung der jetzigen Straße eintreten? Und nochmal Johannes-Gross: „Alle Macht geht vom Volke aus - aber nicht dadurch, dass es regiert, sondern dadurch, dass es sich regieren lässt." Das gilt auch für Abgeordnete! Herr Wehner hofft durch sein Wohlverhalten Mainz gegenüber aber auf einen guten Listenplatz zur Landtagswahl!

#3 von Mirko Czentovic, am 20.08.2010 um 11:49 Uhr
Ich beobachte dieses Schauspiel nur aus der Ferne, aber wie sehen denn wohl Landesstraßen aus, die keine Priorität beim Land genießen?
#2 von Fabian, am 20.08.2010 um 11:48 Uhr
Das ist ja wieder typisches Politikerdrumherumsprech! Bloß irgendwie Zeit gewinnen, dann vergessen die Leute das Thema wieder. Es geht nur um das eigene Hemd! Ein Blick auf die Wehner-Homepage beweist, dass die Minister-Antwort vom 6. August datiert. Aber die Nachricht, dass irgendwann, irgendwo, irgendwie was passiert, kommt erst am 20. August! 2 Wochen verbummelt. Oh müssten die Herren doch nur einmal am Monatsende ihre Arbeit belegen und ihrem Auftraggeber in Rechnung stellen! Keinen MOnat gebe ich solchen Kaufleuten am Markt!
#1 von Anja Müller-Gerhardse, am 20.08.2010 um 11:48 Uhr
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