Bender Immobilien
 Mittwoch, 08.02.2012, 03:05 Uhr Kurz berichtet | Gemeinden | Branchenbuch | Vereine | Kontakt | Impressum
Wetter | Kalender | Horoskop | Sudoku | WW-Kurier | NR-Kurier
 
 
Leute

Pfarrer Bernd Henrich geht in den Ruhestand

Nach 31 Jahren im Gemeindedienst In Schöneberg geht Pfarrer Bernd Henrich in den Ruhestand. Am Sonntag, 5. September, wird er mit einem feierlichen Gottesdienst in der Auferstehungskirche und anschließendem Empfang in der Wiedhalle in Neitersen verabschiedet.
Pfarrer Bernd Henrich geht in den Ruhestand

Der Abschied von "seiner" Kirche - der Auferstehungskirche in Schöneberg -fällt Pfarrer Bernd Henrich nach 31 Dienstjahren in der Wiedgemeinde nicht leicht. Am Sonntag, 5. September, wird er mit einem Gottesdienst und anschließender Feier in der Wiedhalle Neitersen verabschiedet. Foto: Petra Stroh

Schöneberg. Vieles wird sich künftig ändern, wenn Gemeindepfarrer Bernd Henrich nach 31 Dienstjahren in der evangelischen Kirchengemeinde Schöneberg in den Ruhestand geht. Der Evangelische Kirchenkreis Altenkirchen verliert seinen dienstältesten Pfarrer und die kleine Gemeinde wird mit der Nachbargemeinde Mehren eine "Pfarramtliche Verbindung" eingehen. Das bedeutet, dass beide Gemeinden eigenständig bleiben, aber künftig von Pfarrer Bernd Melchert (Mehren) gemeinsam betreut werden.
"ie Gemeinden und der Pfarrer begeben sich gemeinsam auf neue Wege und es wird viel mehr Kommunikation nötig sein" schätzt Kirchmeister Arnold Hahn. Man habe sich aber gut vorbereitet und sei guter Dinge. "Doch zuvor werden wir erst mal sicher alle einen Kloß im Hals haben...", vermutet der Kirchmeister, der dankbar, aber auch mit Wehmut auf den bevorstehenden Abschied von Gemeindepfarrer Bernd Henrich blickt. "Das damalige Presbyterium hat mit der Wahl Henrichs einen Glücksgriff getan", resümiert Hahn, der seit 26 Jahren mit dem scheidenden Gemeindepfarrer zusammenarbeitet und sich an ganz viel Schönes erinnert.
Am 7. Oktober 1979 traf das Schöneberger Presbyterium die Entscheidung für den neuen Pfarrer, Amtsantritt war am 11. November. Dass dieses Entscheidung die "Schöneberger Statistik" derart beeinflussen würde, konnte man allerdings noch nicht ahnen: Bernd Henrich wurde nicht nur der 42. Pfarrer in einer langen Gemeinde-Tradition. Wie Kirchmeister Hahn recherchiert hat, erreichte Henrich fast die längste Amtszeit, nur Pfarrer Johann Arnold Heinrich schaffte es länger: Von 1732 bis 1766 hatte er die Pfarrstelle inne - also 32 Jahre.
Auch Pfarrer Henrich konnte sich nach seiner ersten Fahrt über die Schöneberger Brücke, die Kirche schon im Blick, nicht vorstellen, dass er sein gesamtes "Pfarrerleben" in der Wiedgemeinde verbringen würde. Der gebürtige Hesse hatte, um seinen letzten Studienort in Bonn zu erreichen, zwar bereits häufig den Kirchenkreis Altenkirchen "erfahren" und bei seinem Vikariat in Kirchen schon die Menschen der Region etwas kennen gelernt, konnte sich aber gut vorstellen, irgendwann mal mit seiner "aufgewachsenen" Familie die Region zu wechseln oder gar in einer Stelle als Krankenhaus-Seelsorger zu arbeiten.
Doch der Westerwald hatte "Haftwirkung", nicht zuletzt wegen des "ungeheuren Vertrauensvorschusses", dem man ihm entgegenbrachte. Der Theologe konnte ungehindert seine Stärken einbringen und ausleben: Seelsorge in aller Vielfalt!
Dies wirkte auch über die Gemeindegrenzen hinaus, etwa in den "rauergruppen", von Henrich initiiert, wo trauernde Menschen der Region ihren Platz fanden. Kasualien - Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten oder Beerdigungen - waren dem Gemeindepfarrer immer alle Mühen wert. Genau wie bei den sorgsam vorbereiteten sonntäglichen Predigten, setzte er hier seine Schwerpunkte. "Die Predigten sind ein Stück von mir und ein Stück für mich", definiert er seinen Anspruch. Dafür bildete er sich auch permanent fort, nahm seine Zuhörer so manches Mal mit in literarische Welten. "Der Gottesdienst am Sonntag war immer etwas besonderes, er schenkte Ruhe und gab Kraft für eine neue Arbeitswoche" unterstreicht Kirchmeister Hahn. "Die Schwerpunkte Henrichs waren für uns eine Bereicherung."
Ursula Henrich, die ihren Mann in vielen Diensten unterstützte, konnte anhand der "Klappergeräusche" der Schreibmaschine schon aus der Ferne erahnen, wie sich eine Predigt entwickelte. Sie ist froh, dass derzeit nur ein Abschied vom Dienst und nicht von Schöneberg angesagt ist.
Es gibt wohl keine evangelische Familie in der Kirchengemeinde Schöneberg, mit der Pfarrer Henrich nicht mehrfach persönlich in Kontakt stand, Zahlen von Kasualien lassen sich nur schätzen, andere Kontakte - so zu den örtlichen Vereinen und Gruppen, aber auch in die Partnergemeinde nach Großwoltersdorf (Brandenburg) - zählen ohnehin nicht in Zahlen.
Viele Menschen können darum auch die Gelegenheit zum persönlichen Abschied nutzen. Am Sonntag, 5. September, 14 Uhr, beginnt der Gottesdienst in der Auferstehungskirche in Schöneberg, anschließend sind alle zur Feier in die Wiedhalle nach Neitersen eingeladen. (pes)

Interessante Unternehmen und Dienstleister aus dem Kreis Altenkirchen finden Sie in unserem Branchenbuch.

Kommentare zu "Pfarrer Bernd Henrich geht in den Ruhestand"

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Egbert von Wasen geehrt
Betzdorf. Egbert van Wasen, der langjährige Schatzmeister des Vereins der Ehemaligen, vollendete ...
Veronika Korb ist seit 25 Jahren Erzieherin
Birken-Honigsessen. Am 25. Januar vollendete Veronika Korb, Erzieherin in der Kindertagesstätte ...
Sabrina Mockenhaupt ist Sportlerin des Jahres in RLP
Region. Sabrina Mockenhaupt bei den Frauen, Christian Reif bei den Männern und der VC Eintracht ...
Neuer Bezirks-Schornsteinfegermeister
Kreis Altenkirchen. Den Kehrbezirk Kreis Altenkirchen X (Teile der VG Daaden) übernahm ab ...
Dienstjubiläen bei der Kreisverwaltung
Altenkirchen. Für ihr jahrelanges Engagement in der Kreisverwaltung Altenkirchen wurden Mitarbeiterinnen ...
Tibets Exil-Premier getroffen
Kreis Altenkirchen. "Das war eine der interessantesten Begegnungen im letzten Jahr", so Sabine ...
 
RWE modernisiert Umspannanlage in Altenkirchen
Altenkirchen. Derzeit werden schrittweise die beiden 110.000-Volt-Hochspannungstransformatoren ...
Bau der Bürgersolaranlagen geht zügig voran
Horhausen. Nach einer langen Zeit der Vorbereitung und Planung ist es nun soweit-die Montage ...
Neue Stadionanlage in Windeck-Rosbach
Windeck-Rosbach. Es ist schon einige Wochen her, seit dem die Spielvereinigung Hurst/Rosbach ...
16. Basaltturnier trotz Dauerregens ein voller Erfolg
Ingelbach. Im Jahr des 20-jährigen Bestehens der Altenkirchener Bogenschützen wurde das längst ...
MV Brunken groß in musikalischer Früherziehung
Selbach-Brunken. Das Kind hat Spaß daran, zu singen, zu tanzen und mit einem Instrument zu ...
Schmetterlinge faszinierten Exkursionsteilnehmer
Elkenroth. Bereits zum vierten Mal hatte der BUND-Kreisgruppe Altenkirchen Freunde und Naturinteressierte ...
 
Anzeigen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Über den AK-Kurier

Der AK-Kurier ist eine regionale Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen.

Folgen Sie uns
Mediadaten

Die aktuelle Preisliste und Mediadaten finden Sie hier.

Mediadaten »
Kontakt

eMail: redaktion@ak-kurier.de

Kontaktformular »