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Online Casino Anbieter: Liberalisierung auf Prüfstand
Spielhallen verzeichnen seit geraumer Zeit einen Rückgang an Besuchern. Online Casino Anbieter sind auf dem Vormarsch. Der Bundesgerichtshof wird noch im Mai die Liberalisierung des Marktes prüfen. Eine EU-Richtlinie gibt es bereits, um die illegalen Netzanbieter in die Schranken zu weisen.
Symbolfoto: Wolfgang TischlerRegion. In der Glücksspielbranche blickt man derzeit mit Spannung nach Karlsruhe. Im Mai wird der Bundesgerichtshof dort die Liberalisierung von Glücksspielen prüfen. Der Hintergrund: Internet-Glücksspiele sind in den meisten deutschen Bundesländern weitgehend verboten, lediglich Schleswig-Holstein beschritt hier in der Vergangenheit einen eigenen Weg, der nun auf dem juristischen Prüfstand steht, denn: 2012 und 2013 war die Landesregierung dem deutschen Glücksspielvertrag zunächst nicht beigetreten und hatte Lizenzen an Online Casino Betreiber mit einer Gültigkeit bis 2019 vergeben. Das Urteil könnte zu einer Liberalisierung des gesamten deutschen Marktes führen – ein Schritt, den übrigens selbst viele Branchenkritiker begrüßen würden.

Hintergrund: Online Casinos schießen so oder so wie Pilze aus dem Boden, die Rede ist inzwischen von mehr als 10.000 deutschsprachigen Glückspielangeboten im Netz. Denn faktisch wandern Anbieter ins Ausland ab und die meisten Spieler wissen nicht einmal um Glücksspielverbote. Das Problem aber ist bei mehr als 10.000 deutschsprachigen Casinos im Internet, die meisten mit Sitz im Ausland: Für den Laien ist es eine echte Wissenschaft, faire Anbieter von schwarzen Schafen zu unterscheiden.

Selbst Suchtexperten fordern deshalb inzwischen eine Aufhebung genereller Verbote und eine Liberalisierung von Online Glücksspielen. Zum einen wäre dann mehr Transparenz möglich und Verbraucher könnten besser vor unseriösen Anbietern geschützt werden. Zum anderen könnten klare Regeln aufgestellt werden für Betreiber, Registrierungsverfahren und präventive Kontrollmechanismen. Auf europäischer Ebene wurden entsprechende Empfehlungen für den Schutz von Verbrauchern und Nutzern von Online Glücksspielen übrigens bereits ausgesprochen.

Blick nach Karlsruhe. Geprüft wird dort, ob die Liberalisierung von Internet-Glücksspielen in Schleswig-Holstein den deutschen Glücksspielvertrag generell in Frage stellt. Aus einem entsprechenden Urteil könnte hierzulande ein liberalerer, regulierter Glücksspielmarkt resultieren. Für Spielfans wäre die Nachricht positiv, schließlich ließen sich damit in Zukunft gute Online Casinos leichter finden. Bis dahin allerdings bleibt es bei der Auswahl des passenden Anbieter empfehlenswert, auf ein sicheres Online Casino Portale wie www.casinodino.com zurückgreifen.
Nachricht vom 29.04.2015 www.ak-kurier.de