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Wirtschaft | Gastartikel


Nachricht vom 21.07.2021    

Low Carb – die Philosophie hinter dem Diätkonzept

Viele werden sich wundern, dass noch in den 1950er-Jahren Zucker in der Fernsehwerbung als gesunder Schlankmacher und überhaupt als gesundheitliches Wundermittel angepriesen wurde. So geschah es in einem Werbespot aus dem Jahr 1954 mit dem vielsagenden Slogan: Zucker zaubert.

Zucker ist verführerisch, weswegen immer öfter von der „Droge Zucker“ und vom „weißen Gift“ die Rede ist. Abnehmen mit Low Carb stellt das Gegengift dar. Fotoquelle: pixabay.com

Diese Zeiten sind lange vorbei. Doch noch bis weit in die 1980er-Jahre hinein galt Fett als Hauptursache für Übergewicht, denn Fett besitzt schließlich mit 9 Kalorien pro Gramm mehr als doppelt so viele Kalorien wie die anderen beiden Makronährstoffe Kohlenhydrate und Eiweiße, die nur auf jeweils 4,1 kcal/g kommen. Doch diese Beweisführung ist zu einfach gedacht und im Endeffekt eine Milchmädchenrechnung. Wir zeigen, warum:

Warum Fleisch besser ist als sein Ruf
Einfach ohne Hunger abnehmen, das Versprechen von Low Carb basiert auf einer triftigen Grundlage. Fette enthalten zwar mit Abstand die meisten Kalorien, aber das muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Im Gegenteil, bis zur Sesshaftwerdung des Menschen war das erlegte Fleisch die Gewähr dafür, dass der Stamm durch den harten Winter kommt, denn Fleisch mit seinen vielen Fetten und Proteinen war die Hauptnahrungsquelle des steinzeitlichen Menschen. Das, was daneben verzehrt wurde, war eher Beiwerk. Somit ist Fleisch gesünder als sein Ruf. Beweggründe, die wirklich für eine vegetarische Kost sprechen, sind eher ökologisch und am Tierwohl orientiert.

Zucker ist nicht nachhaltig
Kohlenhydrate (Carbs) bestehen aus unterschiedlich langen Zuckermolekülen. Diese besitzen gegenüber Lipiden entscheidende Nachteile: Sie sättigen weniger schnell und halten für eine kürzere Zeit satt. Besonders massiv treten diese Effekte bei kurzkettigen Kohlenhydraten auf, die zu den Gruppen der Einfachzucker (Monosaccharide) und Zweifachzucker (Disaccharide) gehören. Da die körpereigenen Enzyme nämlich kaum bis gar nicht zur Abspaltung der Zuckerketten benötigt werden, sind diese süßen Nahrungsmittel schnell verstoffwechselt.

Überforderte Insulinpumpe
Die Insulinpumpe, die nun Insulin für den Transport der Zuckermoleküle vom Blut in die Zellen für die anschließende Verwertung bereitstellen muss, wird enorm beansprucht. In der Folge steigt der Blutzuckerspiegel rapide an und sinkt ebenfalls rapide ab. Dieser Vorgang kann zur allmählichen Erschöpfung der Insulinpumpe führen und die Gefahr, an Diabetes mellitus vom Typ 2 zu erkranken, steigt dramatisch an.

Heißhunger durch Zucker
Nachdem sich der Blutzuckerspiegel normalisiert hat, gelüstet es den Menschen schnell wieder nach neuen Nahrungsmitteln. Problematisch ist außerdem, dass sich am Anfang der Verkostung von Nahrungsmitteln mit hohen Zuckeranteilen sogar ein appetitanregender Effekt zeigt, der zur Attraktivität solcher Nahrungsmittel beiträgt.

Der evolutionäre Faktor
Vor allem Anhänger von No Carb und der Paleo-Diät argumentieren mit dem evolutionären Faktor, da sich der menschliche Stoffwechsel in der Menschheitsgeschichte auf die Zufuhr von Fleisch eingestellt habe. Die hohen Zahlen an Menschen mit der Zuckerkrankheit seien darauf zurückzuführen, dass der Mensch ernährungsphysiologisch gar nicht für die hohen Zuckermengen von heute geschaffen sei, was zum schnellen Verschleiß der Insulinpumpe und zum Zusammenbruch der Fähigkeit führe, die Zuckermoleküle in die Zellen einzubauen. Kurzkettige Zuckermoleküle fand der Mensch nur im Obst in Form von Fructose vor und jeder weiß, wie kurz der Sättigungseffekt durch Obst anhält. Honig kam erst viel später und war lange Zeit das dominierende Süßungsmittel.

Die Umstellung unserer Ernährung geschah allmählich mit dem Anbau von Zuckerrohr im kolonialen Amerika. Später kam die industrielle Raffination und massenhafte Verarbeitung von Zucker in unseren Speisen, die somit den typisch süßlichen und künstlich aromatisierten Geschmack in der heutigen Konsumgesellschaft erhielten. Noch vor 200 Jahren war der Anteil an Zucker im Ernährungsplan des Menschen um den Faktor 20 reduziert.

Fazit: Low Carb verspricht Abnehmen ohne Verzicht und Hunger
Das bedeutet, dass eine Ernährung nach den Grundsätzen von Low Carb den Menschen dabei hilft, wieder zu einer ihm angemessenen und bekömmlichen Ernährungsweise zurückzufinden. Low Carb ist somit weniger eine Diät als vielmehr eine natürliche Ernährungsweise, deren positive Effekte sich eher natürlich einstellen. (prm)

Agentur Artikel



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