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Nachricht vom 15.08.2022    

Nachholbedarf bei deutschen Unternehmen: Anzahl der Internetauftritte stagniert

Laut einer im Dezember 2021 veröffentlichten Studie des Statistischen Bundesamtes haben aktuell nur 66 Prozent der deutschen Unternehmen eine eigene Website. Im Umkehrschluss bedeutet das: Hierzulande verfügen immer noch ein Drittel der Unternehmen über keine eigene Firmenhomepage und verzichten damit auf die vielfältigen Möglichkeiten, online Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, die eigene Marke zu stärken und sich so gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten. Das Überraschende an der Studie: In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Unternehmen mit eigener Website nur geringfügig erhöht.

Foto Quelle: pixabay.com / 27707

Fast ein Drittel der deutschen Firmen immer noch ohne Internetauftritt
Wie die auf Daten des Statistischen Bundesamtes basierenden Auswertungen von Statista zeigen, besaßen im Jahr 2015 nur 58 Prozent der deutschen Unternehmen eine eigene Website. Bis 2017 stieg dieser Wert zwar auf 67 Prozent an, stagniert aber seitdem auf diesem Niveau und lag im letzten Jahr mit 66 Prozent sogar wieder leicht darunter.

Dabei rutschte der Anteil der Firmen mit eigener Website im ersten Corona-Jahr sogar von 66 Prozent (2019) auf 62 Prozent ab und legte erst im darauffolgenden Jahr 2021 wieder auf die vorher bereits erreichten 66 Prozent zu. Damit besitzen in Deutschland nach wie vor beinahe ein Drittel aller Unternehmen keine eigene Firmenwebsite und verzichten damit auf die Vorteile der Homepage als „digitale Visitenkarte“ oder zusätzlichen Marketing- und Absatzkanal.

Corona-Pandemie bewirkt nur geringfügigen Anstieg
Während der Online-Handel in den ersten beiden Jahren der Corona-Pandemie aufgrund der Lockdowns und zahlreicher Einschränkungen im öffentlichen Leben hohe Zuwachsraten verbuchen konnte, litten viele stationäre Händler unter den erzwungenen Geschäftsschließungen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legte der Onlinehandel von Mai bis September 2021 gegenüber der Vor-Corona-Periode (Mai bis September 2019) um 36 Prozent zu.

Trotz dieses nachweisbar positiven Impacts auf online erzielte Verkäufe ging die Zahl von Unternehmen mit eigener Website von 2019 auf 2020 sogar von 66 Prozent auf 62 Prozent zurück und erreichte 2021 gerade wieder das Vor-Corona-Niveau. Damit ging der Boom bei Online-Bestellungen immer noch an mehr als einem Viertel der deutschen Unternehmen vorbei, während andere überdurchschnittlich stark davon profitierten.

Ursache für die fehlenden Internetauftritte
Betrachtet man die Vorteile einer eigenen Website, dann ist die hohe Zahl an Unternehmen ohne Internetauftritt auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar. Ein Grund dafür ist – auch im Jahr 2022 – häufig noch die in vielen ländlichen Regionen fehlende Infrastruktur sowie die Verfügbarkeit von schnellen Internetverbindungen.

Außerdem hinkt Deutschland nach wie vor im Bereich der Digitalisierung vielen anderen europäischen Ländern weit hinterher und droht teilweise sogar, den Anschluss zu verlieren. Zu viel Bürokratie schränkt hier häufig die Bestrebungen eines zügigen Ausbaus einzelner Regionen mit schnellem Internet zusätzlich ein.

Darüber hinaus liegen die Probleme aber auch in den Unternehmen selbst, wenn beispielsweise die Notwendigkeit einer eigenen Website nicht erkannt wird, die dafür notwendige Marketing-Kompetenz nicht vorhanden ist oder schlicht das Kapital für die Erstellung und Pflege einer Homepage fehlt. Ist dies der Fall, dann kann der konstruktive Austausch mit anderen Unternehmern, beispielsweise im Rahmen eines lokal stattfindenden Digital-Stammtisches, wie er in vielen Regionen angeboten wird, helfen.

Warum jede Firma eine Webseite besitzen sollte
In den letzten Jahren hat sich das Internet zu einem immer wichtigeren Bestandteil unseres Lebens entwickelt und für Unternehmen sowohl als Marketing- und Kommunikationskanal als auch als direkter Absatzkanal für Produkte und Dienstleistungen an Bedeutung gewonnen.

Grundvoraussetzung, um von der eigenen Zielgruppe gefunden zu werden, ist eine funktionierende und moderne Website. Das ist nicht nur für direkte Verkäufe über den eigenen Online-Shop wichtig, sondern dient auch der Informationsbereitstellung oder für Produkt- und Preisvergleiche – selbst wenn der Kunde die Ware am Ende doch in einem lokalen Geschäft kauft.

Unternehmen können über eine Homepage als „digitale Visitenkarte“ ihre Zielgruppe sehr genau ansprechen, die eigene Marke stärken, den Abverkauf von Produkten oder Dienstleistungen steigern und sich damit langfristig gegenüber der Konkurrenz behaupten.

Nicht zuletzt sollte der Auftritt im Internet und damit die Präsentation des Unternehmens als attraktiven Arbeitgeber für geeignete Fachkräfte nicht vernachlässigt werden, da nahezu in jeder Branche händeringend geeignete Mitarbeitende gesucht werden.

Kosten für einen Webauftritt variieren
Wer die zahlreichen Vorteile einer eigenen Homepage für sein Unternehmen erkannt hat, sollte sich mit Hilfe einer Agentur für Webdesign eine professionelle Website erstellen lassen. Je nach Umfang der Homepage und den gewünschten Funktionalitäten sind Einstiegslösungen bereits ab 1.500 Euro möglich.

Sobald aber die Anzahl der Seiten steigt, zusätzlich ein Webshop angebunden oder sogar ein komplexeres CRM-System mit in die Website integriert werden soll, können die Kosten auch bei 10.000 bis 20.000 Euro oder sogar noch darüber liegen.

Wer allerdings klein einsteigen und den Nutzen für seine Firma erst einmal testen will, der kann sich am Anfang für einen von zahlreichen Anbietern angebotenen Website-Baukasten entscheiden. Für einen in der Regel überschaubaren monatlichen Beitrag kann der Nutzer ohne große Programmierkenntnisse schnell eine eigene Website erstellen und aus vordefinierten Funktionalitäten die für ihn passende wählen. Allerdings sind diese Lösungen in Layout und Design meist nur eingeschränkt individualisierbar, erlauben dem Nutzer nur wenig Spielraum bei der Suchmaschinenoptimierung und stoßen gerade bei größeren Projekten schnell an ihre Kapazitäts- und Performance-Grenze. (prm)

Agentur Artikel



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