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Pressemitteilung vom 15.08.2024    

Schulbeginn in Rheinland-Pfalz: Sicher zur Schule

Mit dem Schulbeginn am 26. August startet für viele Erstklässler in Rheinland-Pfalz ein neuer Lebensabschnitt. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen steht für sie auch die aktive Teilnahme am Straßenverkehr auf dem Programm – eine große Herausforderung, die besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Vor dem ersten Schultag sollten Eltern den Schulweg mit den Kindern üben und auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr hinweisen. (Foto: ADAC)

Region. "Schulanfänger sind oft noch nicht in der Lage, den Straßenverkehr vollständig zu erfassen. Sie lassen sich leicht ablenken und reagieren in vielen Situationen spontan. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern den Schulweg vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihren Kindern üben und auf mögliche Gefahrenstellen hinweisen", erklärt Christian Schmidt, Leiter Mobilität und Umwelt beim ADAC Mittelrhein e. V. Dabei ist es ratsam, verschiedene Routen auszuprobieren und die sicherste, nicht unbedingt die schnellste, zu wählen. "Ein kleiner Umweg lohnt sich, wenn dadurch potenzielle Gefahren vermieden werden können", so Schmidt.

Wichtige Tipps für einen sicheren Schulweg
Zu Fuß zur Schule: Das Gehen zur Schule fördert nicht nur die Konzentrationsfähigkeit und körperliche Fitness, sondern hilft den Kindern auch, ein frühes Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr zu entwickeln. Der Schulweg sollte unter realistischen Bedingungen – sowohl am Morgen als auch mittags – geübt werden.

Sicher mit dem ÖPNV: Auch die Fahrt mit dem Schulbus sollte im Vorfeld trainiert werden. Besonders das Ein- und Aussteigen sowie das Überqueren der Straße nach dem Aussteigen müssen geübt werden, da hier oft Unfälle passieren.

Auf gute Sichtbarkeit achten: Kinder sollten immer helle Kleidung tragen und mit Reflektoren oder einer Sicherheitsweste ausgestattet sein, besonders wenn sie in der Dämmerung oder Dunkelheit zur Schule gehen.

Verzicht auf das "Elterntaxi": Eltern sollten ihre Kinder nur in Ausnahmefällen mit dem Auto zur Schule bringen. Wenn dies nötig ist, sollte in sicherer Entfernung zur Schule geparkt werden, um gefährliche Situationen durch Halten in zweiter Reihe zu vermeiden. Eine sinnvolle Alternative ist das Bilden von Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern.



Gefahrenstellen erkennen und vermeiden
Laut Mobilitätsexperte Christian Schmidt lauern die größten Gefahren auf dem Schulweg beim Überqueren der Fahrbahn und an Bushaltestellen. "Erstklässler haben aufgrund ihrer geringen Körpergröße oft keinen ausreichenden Überblick und werden von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen. Zudem können sie herannahende Fahrzeuge nicht immer rechtzeitig wahrnehmen, besonders wenn sie abgelenkt sind. Deshalb ist es entscheidend, dass auch Autofahrer im Bereich von Schulen besonders vorsichtig und vorausschauend fahren", betont Schmidt.

Der ADAC Mittelrhein berät Schulen und Kommunen zum Thema ,Sicherer Schulweg' und bietet eine Reihe von Verkehrserziehungsprogrammen an, mit denen die Kinder auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet werden. So vermittelt zum Beispiel das Programm ,Aufgepasst mit Adacus' auf spielerische Art und Weise die wichtigsten Verkehrsregeln wie das richtige Überqueren einer Straße an einer Fußgängerampel oder am Zebrastreifen.

Um die Öffentlichkeit für das Thema Schulwegsicherheit zu sensibilisieren, hat der Regionalclub auch ein Video produziert, das Sie hier abrufen können.

Weiterführende Informationen sind auf der Website www.schulwegsicherheit.com abrufbar.


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