Werbung

Pressemitteilung vom 12.11.2025    

Chancen für alle: Wie der Kreis Altenkirchen Inklusion vorantreibt

Inklusion ist Alltag und zugleich Aufgabe. Im Kreis Altenkirchen trafen sich Akteure zur ersten Inklusionsmesse unter dem Motto "Inklusion – Chancen für alle". Ziel waren Aufklärung, Abbau von Unsicherheiten und Hinweise auf verfügbare Unterstützung.

Landrat Dr. Peter Enders begrüßte jetzt zahlreiche Teilnehmende zur Veranstaltung „Inklusion – Chancen für alle“ in der Kreisverwaltung. (Foto: Kreisverwaltung / Thorsten Stahl)

Kreis Altenkirchen. In der Kreisverwaltung kamen auf Einladung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft zahlreiche Akteure zusammen. Im Mittelpunkt stand die Chancengleichheit im Beruf, besonders für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die Veranstaltung sollte Klischees hinterfragen und zeigen, welche Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten Arbeitgeber im Kreis nutzen können. Die zentrale Botschaft lautete: Wer sich für inklusive Beschäftigung entscheidet, erhält professionelle Begleitung und verlässliche Ansprechpartner.

Anlass und Ziel
Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft hatte das Jahresthema "Arbeit" gesetzt und die Messe als Auftakt gewählt. Sie versteht Inklusion als eine dauerhafte Querschnittsaufgabe, die öffentliche Bereiche und Arbeitswelt gleichermaßen betrifft. Gerade beim Zugang zum Arbeitsplatz, bei Qualifizierung und Verbleib in Beschäftigung bestehen Fragen und Vorbehalte. Die Messe bot einen kompakten Überblick, bündelte Informationen und stellte konkrete Wege zu Beratung und Förderung vor.

Jahresthema und Vorbereitung
Im Vorfeld ließ die Psychiatriekoordination des Kreises über die Wirtschaftsförderung Unternehmen befragen. Die geringe Resonanz machte deutlich, dass Unsicherheiten fortbestehen. Daraus entstand der Ansatz, praxisnah zu informieren und Hürden abzubauen. Die Messe stellte Instrumente und Kontaktstellen zusammen, um Arbeitgebern die Orientierung zu erleichtern. Ziel war, Berührungsängste abzubauen und die vorhandene Hilfestruktur sichtbar zu machen.



Impulse aus der Verwaltung
In der Eröffnung wurde betont, dass gelingende Inklusion Gesellschaft, Wirtschaft und Bürgerschaft stärkt. Barrieren sollen physisch, digital und kulturell abgebaut werden. Entscheidend ist, Strukturen so zu gestalten, dass faire Chancen und echte Teilhabe möglich werden. Die Verantwortung dafür liege bei Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Verbänden, beginnend bei Früher Förderung über Schule und Ausbildung bis in den Arbeitsmarkt.

Praxisbeispiele und Ausblick
In einer Podiumsrunde schilderten Arbeitgeber ihre Erfahrungen, darunter Erhard Hauptmann (Wäscherei Delfin, Hachenburg) und Doro Baldus (Hüttenschenke, Wehbach). Anschließend prüften Teilnehmer anhand eines fiktiven Falles, wo und wie Unterstützung greift. Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft will am Thema dranbleiben. Nach einer Auswertung ist eine Neuauflage der Messe möglich, um die Vernetzung weiter zu stärken und den Zugang zu Beratung und Förderung dauerhaft zu sichern. (PM/bearbeitet durch Red)


Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Spannendes Klickerturnier in Kirchen: Annette Dücker holt den Sieg

In Kirchen fand erneut das beliebte Klickerturnier statt, bei dem die Wandergruppe des Fördervereins ...

Brotdosen: So bleiben Lebensmittel im Schulalltag frisch und beliebt

Viele Eltern kennen das Problem: Die Brotdose kommt oft unberührt aus der Schule zurück, und wertvolle ...

Neue Physiotherapiepraxis Martens stärkt Nauroth

Die Eröffnung der Physiotherapiepraxis Martens in Nauroth markiert einen bedeutenden Schritt für die ...

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen: Winnie Pooh auf ihrer Suche nach Geborgenheit

Dass auch Katzen Epilepsie haben können, muss Winnie Pooh am eigenen Leib erfahren. Das hält die junge ...

Gemeinsame Strategien für mehr Sicherheit in der Region

Joachim Rodenkirch, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, traf sich kürzlich ...

Stipendium fördert innovative Baupraxis: Jim Hufnagel als Vorreiter

Jim Hufnagel, Masterstudent der Universität Siegen, hat ein prestigeträchtiges Stipendium im Mauerwerksbau ...

Weitere Artikel


Zukunftszertifikat 2025: ANRO setzt Maßstäbe in Integration und Umweltschutz

ANZEIGE | Die Agentur für Arbeit Neuwied verleiht ANRO Wasserhygiene + Oberflächenschutz GmbH & Co.KG ...

Serientäter zog es vor, beim Amtsgericht Altenkirchen nicht zu erscheinen - Haftbefehl

Großer Aufmarsch heute (12. November) im Sitzungssaal des Amtsgerichts Altenkirchen, zu dem insgesamt ...

Rheinland-Pfalz plant Vereinfachungen im Straßenbau

In Rheinland-Pfalz sollen die Genehmigungsprozesse für den Bau von Straßen, Brücken und Radwegen vereinfacht ...

Hermann Metallbau GmbH stärkt Standort Friesenhagen

Die Hermann Metallbau GmbH investiert in ihren Standort in Friesenhagen und sichert damit Arbeits- und ...

Seniorennachmittag in Horhausen: Abschiednehmen im Wandel der Zeit

Am Donnerstag, 13. November 2025, lädt die Seniorenakademie zu einem weiteren Nachmittag ins Kaplan-Dasbach-Haus ...

Ehrenamtliches Engagement im Einklang mit der Natur: Naturtage und Apfelernte am Kloster Hassel

Im Herbst fanden die Naturtage beim Kloster Hassel statt, bei denen ehrenamtliche Helfer die Birkenbach-Aue ...

Werbung