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Pressemitteilung vom 04.01.2026    

Reform der Alterssicherung: Schweitzer fordert KI-Beitrag ins Rentensystem

Die Diskussion um die Zukunft der Alterssicherung in Deutschland nimmt Fahrt auf. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat klare Vorstellungen, wie die gesetzliche Rente gestärkt werden soll und welche Rolle dabei moderne Technologien spielen könnten.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn)

Mainz. Die gesetzliche Rente muss nach Ansicht von Ministerpräsident Alexander Schweitzer aus Rheinland-Pfalz so ausgestaltet sein, dass sie ein vernünftiges Leben im Ruhestand ermöglicht. "Wer fleißig ist, soll im Ruhestand das Gefühl haben: Meine Lebensleistung wird honoriert und ich bin nicht - obwohl ich immer gearbeitet und Kinder erzogen habe - darauf angewiesen, dass ich zum Sozialamt gehe", erklärte der stellvertretende SPD-Bundeschef gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Betriebsrenten gegen Fachkräftemangel
Schweitzer betont auch die Bedeutung der Betriebsrente. "Warum haben so wenige Menschen in einem wirtschaftlich starken Land die Möglichkeit, über eine Betriebsrente zu verfügen?" fragte er. Er fordert Anreize von der Bundesregierung, damit Betriebsrenten flächendeckend angeboten werden. Dies sei besonders wichtig angesichts des Fachkräftemangels.

Private Altersvorsorge
Der Ministerpräsident sieht zudem Handlungsbedarf bei der privaten Altersvorsorge. "Es gibt Menschen, die können privat vorsorgen, die sollen das auch können und tun", sagte Schweitzer. Für andere müsse es bessere Anreize geben als bisher, etwa durch Riester-Produkte. Die Rentenkommission, die bis Mitte 2026 Reformvorschläge erarbeiten soll, habe guten Grund, sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Eine der Vorsitzenden des Gremiums, Constanze Janda, stammt aus Rheinland-Pfalz.



Künstliche Intelligenz im Rentensystem
Eine zentrale Frage für Schweitzer ist, wie künstliche Intelligenz (KI) ins Rentensystem einzahlen kann. "In einer durch Automatisierung, Robotik und KI geprägten Erwerbsgesellschaft müssen wir den Beitrag dieser Produktivitätsfortschritte auch stärker in den sozialen Sicherungssystemen betonen", sagte er. Auch das Thema Arbeitsalter werde eine Rolle spielen. "Es gibt Berufe, in denen man nicht bis ins hohe Alter arbeiten kann", so Schweitzer. Flexible Modelle seien nötig, um Menschen, die länger arbeiten wollen und können, gerecht zu werden.

Regierung soll Meilensteine setzen
Schweitzer betonte, dass die Rentenkommission Antworten auf diese Fragen finden müsse, warnte jedoch davor, das Gremium mit zu vielen Aufgaben zu überfrachten. "Die Bundesregierung muss auch Meilensteine definieren und sich klar werden, welche Schritte bis ans Ende der Wahlperiode noch erreichbar sind." (dpa/bearbeitet durch Red)


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