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Nachricht vom 21.02.2026    

Rückkehr der Störche in Rheinland-Pfalz verzögert sich - Ursachen unklar

Die Störche in Rheinland-Pfalz kehren in diesem Jahr später aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig und noch nicht abschließend geklärt.

Storchennest (Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Rheinland-Pfalz. Die Rückkehr der Störche nach Rheinland-Pfalz verzögert sich in diesem Jahr. Jessica Lehmann, Leiterin des Storchenzentrums Bornheim, erklärt, dass die Zugvögel in der Südpfalz rund sieben Tage später als üblich eingetroffen sind. Während einige Nester bereits besetzt sind, bleiben vor allem in Bornheim und Teilen der Südpfalz viele Horste leer, obwohl sie in den Vorjahren um diese Zeit meist belegt waren. Ähnliche Beobachtungen gibt es im Rhein-Pfalz-Kreis und Hunsrück.

Lehmann betont, dass derzeit nur spekuliert werden kann, warum die Störche später kommen. Luftströmungen und Wetterbedingungen auf der Zugroute spielen eine wichtige Rolle. Der Weißstorch ist als Segelflieger auf günstige Thermik und südliche Strömungen angewiesen, um energiesparend zu seinen Brutgebieten zurückzukehren. Diese Bedingungen waren in den letzten Wochen zwar vorhanden, aber weniger ausgeprägt als in den Jahren zuvor. Wiederholte Wintereinbrüche und sehr kalte Temperaturen könnten die Rückkehr zusätzlich verzögert haben. Ob dies der entscheidende Faktor ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Zahlreiche Wildvögel verendet
Eine gravierendere Ursache könnte die Dezimierung der Population durch die Vogelgrippe sein. Das Hauptüberwinterungsgebiet der rheinland-pfälzischen Störche liegt in Spanien, wo die Vogelgrippe zuletzt stark gewütet hat und zahlreiche Wildvögel verendet sind. Wie stark die Storchenpopulation in Rheinland-Pfalz betroffen ist, kann erst beurteilt werden, wenn die Rückkehrphase abgeschlossen und die Brutsaison begonnen hat. Hoffnung machen die sogenannten Senderstörche mit GPS-Technik, deren Daten darauf hindeuten, dass in den kommenden Tagen weitere Rückkehrer erwartet werden. Dennoch bleibt abzuwarten, wie viele Tiere fehlen werden.




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Wichtige Erkenntnisse liefern Beringung und systematische Zählungen, die zwischen erfahrenen Stammbrütern, Erstbrütern und Nestwechslern unterscheiden. Diese Daten ermöglichen eine wissenschaftlich fundierte Auswertung der Entwicklung. Zudem zeigt sich, dass überwinternde Störche in Rheinland-Pfalz bisher kaum eine Rolle spielen, anders als in anderen Bundesländern. Ob sich dieses Verhalten ändert, muss beobachtet werden.

Bitte neue Nester melden
Die Initiative PfalzStorch ruft dazu auf, neue Nester zu melden. Nicht immer brüten die Tiere an geeigneten Standorten. Insbesondere Horste auf Strommasten stellen regelmäßig eine Herausforderung dar, da das Ziel ist, die Brut nicht zu stören und gleichzeitig die Stromversorgung sowie die Sicherheit für Mensch und Tier zu gewährleisten. (dpa/bearbeitet durch Red)


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