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Pressemitteilung vom 28.03.2026    

Iran-Konflikt treibt Kosten für Landwirte und Verbraucher in Rheinland-Pfalz in die Höhe

Der Iran-Konflikt hat weitreichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Die steigenden Preise für Gas und Öl führen zu höheren Betriebskosten, die letztlich auch die Verbraucher im Supermarkt treffen werden.

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Koblenz. Als Folge des Iran-Kriegs sehen sich Landwirte in Rheinland-Pfalz mit steigenden Kosten konfrontiert, was auch die Preise für Verbraucher erhöhen wird. "Durch den Iran-Konflikt erhöhen sich die Gas- und Ölpreise am Weltmarkt", erklärt Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Dies wirkt sich direkt auf die Dieselpreise aus. "Gerade in der Landwirtschaft wird viel Diesel gebraucht - da steigen im gleichen Zug die Kosten." Besonders im Ackerbau ist der Anstieg der Dieselpreise aufgrund der anstehenden Frühjahrsbestellung spürbar, die zahlreiche Arbeitsgänge erfordert.

Auch die Düngerpreise sind betroffen, da für die Herstellung Gas benötigt wird, so Köhr weiter. "Die bereits erfolgten Preiserhöhungen beim Dünger sind derzeit noch hauptsächlich auf abgeschnittene Handelswege im Nahen Osten zurückzuführen, die zu einer Verknappung auf dem Weltmarkt führen." Betriebe sind unterschiedlich belastet, abhängig davon, ob sie ihren Dünger schon vor dem Krieg gekauft haben oder nicht.

Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sieht ebenfalls Probleme: "Die Energiepreise steigen. Damit wird die Bewirtschaftung der Flächen sehr viel teurer", sagte er. Zusammen mit den steigenden Düngerpreisen stellt er fest: "Am Ende werden schließlich die Lebensmittelpreise steigen müssen."



Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, fordern beide Verbände eine Senkung oder Aussetzung der CO2-Besteuerung beim Diesel. Dies würde nicht nur der Landwirtschaft zugutekommen, sondern allen Wirtschaftsbereichen, die auf Diesel angewiesen sind. Netter drängt zudem auf Sonderregelungen für landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte. "Es sind Arbeitnehmer, die auch mit bis zu 20 Prozent geringerem Mindestlohn in ihren Staaten sehr wohl gut leben können", sagte er. "Ansonsten werden sie auf Dauer ihre saisonalen Arbeitsplätze in Deutschland verlieren, weil die Betriebe nach und nach ihre Produktion einstellen werden."

Obwohl die Landwirte von steigenden Preisen im Supermarkt ausgehen, erwarten sie keine wesentliche Entlastung. Köhr erläutert: "Von diesen Erhöhungen kam schon in der Vergangenheit kaum etwas bei den Landwirten an. Während sich die Verbraucherpreise stetig erhöht haben, haben sich die Erzeugerpreise nämlich kaum verändert." Die Betriebe benötigen einen größeren Anteil an den Verbraucherpreisen, der tatsächlich bei ihnen ankommt und nicht in anderen Stufen der Lebensmittelkette verbleibt. (dpa/bearbeitet durch Red)


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