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Pressemitteilung vom 13.08.2026    

Caritas-Notschlafstelle in Altenkirchen bietet Schutz und Hilfe

Die Caritas-Notschlafstelle in Altenkirchen bietet Menschen ohne Wohnung bis zu drei Nächte Schutz, Ruhe und Unterstützung. Die Nachfrage ist gestiegen, zugleich sucht das ehrenamtliche Team weitere Helfer für die Betreuung. Auch Frauen nehmen das Angebot zunehmend in Anspruch.

V.l.n.r.: Simone Gaertner, Monika Krämer, Tatjana Bär-Otto, Claudia Friede, Manfred Glaßner und Andrea Glaßner. (Foto: Dörte Staudt)

Altenkirchen. Am Abend duschen, Zähne putzen, die Wäsche wechseln und ein gemachtes Bett vorfinden: Für Menschen ohne Wohnung sind diese alltäglichen Dinge nicht selbstverständlich. Die Caritas-Notschlafstelle in Altenkirchen bietet ihnen die Möglichkeit, bis zu drei Nächte lang Luft zu holen.

Seit drei Jahren betreuen Manfred Glaßner, Monika Krämer und Claudia Friede Menschen in der Einrichtung. Manfred Glaßner hatte sich bereits zuvor viele Jahre für die Einrichtung einer Notschlafstelle in Altenkirchen eingesetzt. Andrea Glaßner und Simone Gaertner übernehmen hauswirtschaftliche Aufgaben. Das ehrenamtliche Team erlebt, wie wichtig eine Nacht in Ruhe, Sicherheit und Sauberkeit für Menschen ohne Obdach und Wohnung sein kann.

Mehr Gäste und mehr Frauen
Die Nachfrage nach dem Angebot ist gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen 85 Gäste in die Notschlafstelle. Sie verbrachten dort insgesamt 177 Nächte. Damit hat sich die Zahl der Gäste im Vergleich zu 2024 mehr als verdoppelt. Während vor zwei Jahren fast ausschließlich Männer um Aufnahme baten, suchten in den vergangenen zwölf Monaten zunehmend auch Frauen Hilfe.

Etliche Hilfesuchende verfügen über kein Geld oder haben notwendige Unterstützungsleistungen nicht beantragt. Die Notschlafstelle kann in solchen Situationen mit einem Essensgutschein helfen oder die Möglichkeit zum Waschen und Trocknen der Wäsche bieten.

Unterschiedliche Gründe für Wohnungsverlust
Die Gründe für die Anfragen sind vielfältig. In manchen Fällen entsteht die schwierige Situation plötzlich, etwa wenn Vermieter oder Mitbewohner das Schloss austauschen oder eine Beziehung endet. Auch Haftentlassene finden gelegentlich kein Dach über dem Kopf. Häufig tragen psychische Probleme zum Wohnungsverlust bei.



Gemeinsam ist den Hilfesuchenden, dass sie sich in einer Notlage befinden und keine Alternative sehen. Das Team sucht weitere Ehrenamtliche für die Arbeit in der Notschlafstelle. Die Gäste seien in der Regel freundlich und dankbar.

Hilfe bei der Suche nach Lösungen
Eine zusätzliche Unterstützung bietet die Fachberatung Wohnraumsicherung im selben Gebäude. Sozialarbeiterin Tatjana Bär-Otto begleitet Menschen bei der Suche nach notwendiger Hilfe. Komplexe Lebensgeschichten erfordern dabei gutes Zuhören und Fingerspitzengefühl. Schnelle Lösungen sind selten. Teilweise müssen Menschen mehrfach aufgenommen werden, bis eine tragfähigere Lösung gefunden ist.

Die Arbeit der Notschlafstelle wird durch den Caritasverband Rhein-Sieg ermöglicht. Der Verband stellt Räume zur Verfügung und trägt die Energiekosten. Die übrigen Kosten, im vergangenen Jahr rund 1200 Euro, werden aus Spenden finanziert.

Über das Diensthandy mit der Nummer 0172 203 89 45 kann die Möglichkeit zur Übernachtung erfragt werden. Die Aufnahmen finden jeweils zwischen 18 und 21 Uhr statt. In der Regel muss die Notschlafstelle am nächsten Tag (an Wochenenden/Feiertagen am folgenden Werktag) um 9 Uhr wieder verlassen werden.(PM/KI/Red)


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