Trockenheit forderte ihren Tribut: 2.000 Quadratmeter Wald brannten in Hohensayn
Von Klaus Köhnen
Die Freiwillige Feuerwehr Hamm wurde am Donnerstag (13. August 2026), gegen 11.22 Uhr, durch die Leitstelle alarmiert. Das Alarmstichwort lautete zunächst - "Vegetationsbrand klein" - was sich aber bereits auf der Anfahrt änderte. Wie der Wehrleiter mitteilte, war eine große Rauchwolke bereits bis Hamm zu sehen.
Hamm/Roth. Im Rother Ortsteil Hohensayn war es zum Brand innerhalb eines Waldstückes gekommen. Die ersten anrückenden Kräfte konnten, so der Wehrleiter der VG Hamm, auf Sicht anfahren. Eine große Rauchwolke wies den Feuerwehrleuten den Weg. Daraufhin wurde das Alarmstichwort in - "Vegetationsbrand groß" - geändert und der Löschzug Wissen ebenfalls alarmiert.
Die ersten vor Ort eintreffenden Kräfte konnten den Brand bestätigen. Das Waldstück lag in einem Hangbereich und zwischen zwei bereits abgeernteten landwirtschaftlichen Flächen. Eine Brandausbreitung auf die Stoppelfelder konnten die eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren verhindern. Es zeigte sich wieder einmal, dass die frühzeitige Alarmierung zusätzlicher Kräfte sinnvoll ist. Durch die große Zahl der Einsatzkräfte konnte jede Einsatzkraft eine Pause einlegen, was bei den Temperaturen auch unbedingt erforderlich war.
Löschmaßnahmen zeigten schnell Wirkung
Die Löschmaßnahmen wurden von zwei Seiten aufgenommen und durch die Nutzung von sogenanntem Netzmittel unterstützt. "Mit dem Einsatz des Netzmittels ließ die Rauchentwicklung schnell nach und es gab Sicht auf die eigentlichen Brandflächen", so der Einsatzleiter. Durch den Einsatz von sogenannten D-Schläuchen (25 Millimeter Durchmesser) sind die Einsatzkräfte in der direkten Brandbekämpfung beweglicher als mit den üblichen Schläuchen. Im Anschluss wurde die Brandstelle intensiv mit Wärmebildkameras kontrolliert. Nach rund einer Stunde konnte der Löschzug Wissen den Einsatz beenden und ins Gerätehaus zurückkehren.
Rund 40 Kräfte im Einsatz
Die Freiwilligen Feuerwehren Hamm und Wissen waren unter der Leitung des Wehrleiters der VG Hamm, Alexander Müller, mit rund 40 Kräften im Einsatz. Hierunter auch die Besetzung der Feuerwehreinsatzzentrale im Gerätehaus. Der Ortsbürgermeister von Roth, Thomas Holzer, machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Neben den Feuerwehren waren der Regelrettungsdienst, der im weiteren Verlauf durch Kräfte des DRK-Ortsvereins Altenkirchen-Hamm abgelöst wurde, sowie die Polizei vor Ort. Über die Brandursache und die Höhe des Sachschadens liegen keine Informationen vor.
Die Feuerwehren weisen in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass bereits kleine Ursachen enorme Wirkungen nach sich ziehen können. Wenn Rauch wahrgenommen wird, sollte sofort die Leitstelle mit einer möglichst genauen Ortsangabe informiert werden. (kkö)
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