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Nachricht vom 15.08.2026    

Tradition und viel Musik: Festkommers der Bindweider Bergkapelle mit vielen Gästen

Von Klaus Köhnen

Das große Fest zum 150-jährigen Bestehen der Bergkapelle startete am Freitag (14. August 2026) mit dem Festkommers im Festzelt. Neben den Musikerinnen und Musikern befreundeter Bergkapellen konnten die Verantwortlichen auch die Vertreter der kommunalen Politik, unter ihnen der VG-Bürgermeister Joachim Brenner und den Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Matthias Reuber (MdL) begrüßen.

Die "Stars" des Abends "Molli" und "Molle" begeisterten das Publikum (Fotos: kkö)

Malberg. Die wohl älteste Bergkapelle der Region, von Anton Kirschbaum 1876 gegründet, ist auch heute der Tradition verbunden. Dies zeigt sich nicht nur an den Uniformen, sondern auch im Liedgut. Wichtig ist den Verantwortlichen aber, "Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers und der Leidenschaft". Dies zeigt sich in der ständigen Weiterentwicklung im Jugend- und Kinderbereich. Dass eine Bergkapelle nicht "altbacken" sein muss, zeigt sich bei zahlreichen Auftritten, bei denen neben den Märschen auch Unterhaltungsmusik und klassische Titel erklingen.

Alexander Weber, der Vorsitzende der Bindweider Bergkapelle (BBK), begrüßte in seiner Eröffnung, neben dem Schirmherrn VG-Bürgermeister Joachim Brenner, weitere kommunale Politiker aus den Ortsgemeinden. Hier besonders den Ortsbürgermeister von Malberg, Albert Tisch, mit Ehefrau Karin. Den Landkreis vertrat der erste Beigeordnete Tobias Gerhardus, den Landesmusikverband und den Kreismusikverband vertrat der Vorsitzende Dr. Matthias Reuber (MdL). Zahlreiche Musikerinnen und Musiker waren zum Gratulieren angereist und wurden unter dem Applaus des Publikums begrüßt. Die Vertreter der ortsansässigen Vereine wurden ebenfalls herzlich willkommen geheißen.

Tradition und Gegenwart kein Gegensatz
VG-Bürgermeister Brenner betonte in seiner kurzen Rede die Bedeutung der Bindweider Bergkapelle, die seit jeher Generationen verbinde. Die BBK ist, so Brenner weiter, ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region. Brenner ging darauf ein, dass bei der Bergkapelle Geschichte nicht nur bewahrt, sondern mit viel Kreativität weitergeschrieben werde.

Eine besondere Wertschätzung erfuhr "Molle" das Maskottchen der Bindweider Bergkapelle. "Molle" der niedliche Maulwurf, suchte eine Tanzpartnerin für das große Jubiläumsfest, so der Tenor der Verantwortlichen. Die Musik, die an diesem Abend erklang, zeigte die Stationen, die "Molle" auf seiner langen Reise um die Welt besucht hatte. Gefunden hat er seine "Molli" dann am heimischen Barbaraturm. Sie verabredeten sich für den Festkommers und tanzten mit den anwesenden Gästen. Mit viel Charme und einer gehörigen Portion Humor sorgt er immer wieder für Aufmerksamkeit. "Molle" zeigt immer wieder, dass Tradition und Humor sich nicht ausschließen, sondern wunderbar zusammenpassen", so der Schirmherr.



Ein besonderes Erlebnis war das "Steigerlied" in einer Interpretation, die viele der Besucherinnen und Besucher so noch nicht gehört hatten. Es wurden bei einigen Gästen die Emotionen sichtbar. Zum Abschluss der Veranstaltung intonierte die Bindweider Bergkapelle, unterstützt von sieben Spielleuten, die dank des Engagements von Sonja Sgodda, die die ehemaligen Spielleute für ein solches Musikereignis begeistern konnte, und die sich bereit erklärten daran mitzuwirken. Unter der Leitung Ihres ehemaligen Tambourmajors konnte so der Große Zapfenstreich in der bekannten Besetzung gespielt werden. Die aktive Musikerin Sonja Sgodda hat viele Jahre als Flötistin im "Spielmannszug Steinebach" mitgewirkt und hatte die grandiose Idee einige Spielleute zu reaktivieren.

Ehrungen für verdiente Mitglieder
Dr. Matthias Reuber (MdL) konnte zahlreiche Ehrungen verleihen. Das bronzene Ehrenzeichen (zehn Jahre) des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz erhielten Marion Weib, Elias Müller und Leon Zeuner. Mit Silber für 20 Jahre wurden Nicole Schäfer, Anna-Lena Weller, Oliver Winter, Alexander Weber und Julia Nolde. Ein goldenes Ehrenzeichen mit der jeweiligen Zahl bekamen Isabell Schneider (30), Sonja Sgodda (30), Jürgen Seibert (40), Rudolf Seibert (50), Helmut Weber (50), Gerd Reifenrath (50) und Elmar Nauroth (60). Der musikalische Leiter Christian Schmidt wurde mit der Dirigentennadel ausgezeichnet.


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