Nächtlicher Gebäudebrand in Betzdorf: Mehrere Räume wurden völlig zerstört
Von Klaus Köhnen
Ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren Betzdorf und Wallmeroth war in der Nacht zu Samstag an der Mozartstraße in Betzdorf gefordert. Die Leitstelle löste gegen 1.53 Uhr den Alarm für die beiden Löscheinheiten aus. Trotz schwieriger Bedingungen gelang es den Feuerwehrleuten, den Vollbrand von drei Räumen unter Kontrolle zu bringen.
Betzdorf. Um 1.53 Uhr in der Nacht zu Samstag wurden die Feuerwehren aus Betzdorf und Wallmenroth zu einem Gebäudebrand an der Mozartstraße alarmiert. "Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen mindestens drei Räume im Vollbrand", so Björn Koch, der den Einsatz in Betzdorf leitete
Nach den weiteren Informationen habe sich eine Bewohnerin, die sich in dem Gebäude aufhielt, vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst retten können. Beamte der Polizeiinspektion Betzdorf kümmerten sich als Erste um die Dame, die in der Folge durch den Rettungsdienst vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.
Durch die hohe Temperatur schmolz die Dachrinne
Es wurde ein Außenangriff mit zwei Strahlrohren durchgeführt. Zudem sei ein Atemschutztrupp im Innenangriff tätig gewesen, teilte der stellvertretende Wehrleiter Boris Bläser. Mit dem Außenangriff habe man das Feuer schnell und gut eindämmen können. Der Bereich, drei Räume, die in Vollbrand standen, liegen talseitig. Durch die enorme Hitzeentwicklung sei auf dieser Gebäudeseite die Zinkdachrinne geschmolzen, berichtete Einsatzleiter Björn Koch.
Die Drehleiter wurde auf der Mozartstraße in Stellung gebracht. So sei man für den Fall vorbereitet gewesen, falls die Flammen durch das Dach durchgeschlagen hätten, so Boris Bläser. Unter dem Dachfirst habe sich eine hohe Hitze gestaut. Die Temperatur lag zwischen 150 und 200 Grad Celsius, berichtete Einsatzleiter Björn Koch.
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Rund 55 Einsatzkräfte waren im Einsatz
Eine weitere Schwierigkeit war es, dass die Häuser im Bereich des Brandortes noch mit Dachreitern an das Stromnetz angeschlossen sind. Hier zeigte sich, wie hilfreich es sei, dass die Drehleiter über ein Gelenk verfüge, mit dem man das vordere Teil des Leiterparks abknicken kann. So können die Einsatzkräfte besser an die Dachpfannen auf der anderen Gebäudeseite herankommen.
Teile der Dacheindeckung mussten mit Einreißhaken auf der Suche nach Glutnestern abgenommen werden. Mitarbeiter des Stromversorgers schalteten den Strom ab. Hierdurch waren im Umfeld zunächst 15 Häuser betroffen. Nach dem Abschluss der Löschmaßnahmen wurden, mit Ausnahme des Brandhauses, alle Gebäude wieder an das Stromnetz angeschlossen.
Neben den Löscheinheiten Betzdorf und Wallmenroth, die den Einsatzort anfuhren, wurden zusätzlich Atemschutzträger aus Dauersberg nachgefordert. Insgesamt waren rund 55 Einsatzkräfte, unter der Leitung von Björn Koch im Einsatz. Der stellvertretende Wehrleiter Boris Bläser machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Die DRK-Bereitschaft Betzdorf wurde, wie immer bei Bränden dieser Größenordnung, ebenfalls alarmiert. Die Löscheinheit Steinebach sorgte für den Grundschutz in der Stadt Betzdorf.
Das Brandhaus ist derzeit unbewohnbar. Die Polizei war ebenfalls vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen keine Informationen vor. (kkö)
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