Inklusion in Flammersfeld: Werkstatt für beeinträchtigte Menschen feiert 30-jähriges Bestehen
Von Klaus Köhnen
Seit nunmehr 30 Jahren besteht die Werkstatt für beeinträchtigte Menschen der Lebenshilfe am Standort Flammersfeld. In dieser Zeit ist durch Erweiterungen und neue Einrichtungen der Lebenshilfe einiges mehr entstanden. So findet man heute eine Tagesförderstätte und das Wohnheim in direkter Nähe.
Flammersfeld. Bei der Feier am Freitag (14. August) konnten die Verantwortlichen der Lebenshilfe-Einrichtung zahlreiche Gäste begrüßen. Unter den Gästen waren neben dem Landrat Dr. Peter Enders und dem VG-Bürgermeister Fred Jüngerich auch die Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend und stellvertretende Ministerpräsidentin, Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
Die Organisatoren freuten sich über die "Aufmerksamkeit", die ihnen zuteilwurde. Besonders begrüßt wurde der Vertreter der Beschäftigten, Michael Schuller. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch den Werkstattchor.
Mit großer Offenheit empfangen
Die Vorsitzende Rita Hartmann ging in ihrer Rede darauf ein, dass das Motto der Lebenshilfe "Es ist normal, verschieden zu sein" nicht nur am Standort Flammersfeld gelebt werde. Es sei der Lebenshilfe "leicht gemacht" worden, anzukommen. "Wir wurden von den politisch Verantwortlichen, aber, was für die Bewohner unseres Wohnheimes wichtig ist, auch von der Bevölkerung mit großer Offenheit empfangen und als Nachbarn empfunden. Bei allen Festen, die wir veranstalten, können wir auf die Unterstützung der Ortsgemeinde und der Bewohner zählen. Dafür unseren herzlichen Dank", so Rita Hartmann. Die Vorsitzende dankte auch den Partnern aus Handel und Industrie sowie Partnern aus dem sozialen Bereich, hier allen voran dem DRK-Fahrdienst.
Viele Grußworte gingen auf die Inklusion ein
Landrat Dr. Peter Enders zeigte den "gemeinsamen" Weg, den die Werkstatt und er genommen hätten, auf. "Bei der Eröffnung", so Enders, "war ich Arzt am Krankenhaus und habe die Entstehung der Einrichtung als Bürger eines Nachbarortes erlebt. In meiner Zeit als Abgeordneter im Landtag habe ich die Werkstatt und die Einrichtungen kennengelernt und schätze die Arbeit der Beschäftigten sehr." Als Landrat überbrachte er die Glückwünsche des Kreises und des Kreistages. Gleichzeitig sei er aber auch als Präsident des DRK-Kreisverbandes erschienen und dankte Rita Hartmann für die gute Zusammenarbeit.
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Das Motto "Es ist normal, verschieden zu sein" sei ein einfaches, aber sehr einprägsames Motto, sagte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler in ihrer Rede. "Es bedeutet aber auch, für uns alle zu sehen, dass das 'verschieden sein' nicht heißt, weniger Chancen zu haben. Der Auftrag für die Politik auf allen Ebenen muss sein, das 'Anders sein' in die Überlegungen zu Teilhabe einzubinden", so Bätzing-Lichtenthäler.
VG-Bürgermeister Fred Jüngerich stellte in seiner Rede heraus, dass es nicht um Institutionen, sondern um Menschen gehe. Aus seiner Zeit im Sozialamt der VG Altenkirchen-Flammersfeld reflektierte er die Bemühungen um Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen. Zum Abschluss wünschte auch er der Veranstaltung einen guten Verlauf und dankte den Verantwortlichen für die Organisation.
Ortsbürgermeister Manfred Berger unterstrich die Bereitschaft der Ortsgemeinde und der ortsansässigen Vereine, die Lebenshilfe auch weiterhin zu unterstützen. Er überbrachte die Grüße und besten Wünsche des Gemeinderates und verwies darauf, dass das Geschenk, eine Yucca-Palme, bereits in den Räumen stehe. Auch er dankte den Verantwortlichen für die Einladung und die Organisation des Festes. (kkö)
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