2. Aktualisierung: Waldbrand bei Gebhardshain - Westerwaldschule bleibt Montag zu
Von Klaus Köhnen
VIDEO | Ein Feuer auf einem Kleinspielfeld bei Gebhardshain hat sich zu einem großflächigen Waldbrand entwickelt. Die Einsatzkräfte sind vor Ort und kämpfen gegen die Flammen, die bereits eine beträchtliche Fläche erfasst haben.
Gebhardshain. Am frühen Sonntagnachmittag (16. August) brach auf einem Kleinspielfeld in Gebhardshain ein Feuer aus, das schnell auf den angrenzenden Wald übergriff. Die Flammen breiten sich rasch aus und haben aktuell (20.35 Uhr) bereits eine Fläche von etwa 100.000 Quadratmetern im Gebiet zwischen Gebhardshain und Steinebach/Sieg erfasst. Die Leitstelle hatte gegen 14 Uhr den ersten Alarm ausgelöst. Vor Ort stellte sich schnell heraus, so die Feuerwehr der VG Betzdorf, dass es sich zu einem großen Waldbrand entwickeln würde. Gemäß des Alarmplans wurden zeitnah weitere Kräfte alarmiert.
Zur Brandbekämpfung sind zwei Hubschrauber im Einsatz. Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Landkreis wurden mobilisiert, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Der Bürgermeister der VG Betzdorf-Gebhardshain dankte den Landwirten, die mit Wasserfässern bei der Wasserversorgung unterstützt haben. Die Warn-Apps Katwarn und NINA informieren die Bevölkerung über die aktuelle Lage. Zusätzlich fahren zwei Fahrzeuge durch die betroffenen Gebiete, um die Anwohner direkt vor Ort zu warnen.
+++ 22.20 Uhr +++
Über die Warnapp Nina wurde gerade die Warnung Rauchausbreitung aufgehoben.
+++ 20 Uhr +++
Der Brand bedroht derzeit keine Wohngebäude mehr. «Durch unsere Maßnahmen konnte eine Ausbreitung Richtung Bebauung verhindert werden», sagte Björn Jestrimsky, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises Altenkirchen, bei einer ersten Pressekonferenz. Auch Landrat Dr. Peter Enders nahm an der Lagebesprechung teil. Der BKI beschrieb das weitere Vorgehen und die Maßnahmen. "Während der Dunkelheit", so Jestrimsky, "werden wir ohne Unterstützung aus der Luft sein. Wir werden mit sogenannten Kreisregnern versuchen, das Feuer in die von uns beabsichtigte Richtung zu leiten." Der Betrieb der Westerwaldbahn bleibt vorläufig weiterhin eingestellt.
Aktuell sind noch immer rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Inzwischen wurde auch ein dritter Hubschrauber angefordert. Neben dem Hydrantennetz, das, so der Bürgermeister im Pressegespräch, an seine Grenzen stoße, wird Löschwasser auch aus dem Elkenrother Weiher entnommen.
Laut der technischen Einsatzleitung des Kreises Altenkirchen sollen in der Dynamik des Einsatzes mehrere Einsatzkräfte verletzt worden sein.
Die Westerwaldschule ist derzeit sehr verraucht. Die Feuerwehr wird dort auch am nächsten Tag noch im Einsatz sein. Deshalb bleibt die Schule am Montag, 17. August, geschlossen. Die Eltern wurden durch die Leitung informiert.
+++ 17.25 Uhr +++
Unbestätigten Meldungen zufolge nimmt die Feuerwehr derzeit eine Riegelstellung ein, um ein Schulgebäude vor dem Brand zu schützen. Diese Meldung stellte sich als Gerücht heraus.
Evakuierung!
Es wird evakuiert: Die Einwohner aus Teilen von Gebhardshain sind aufgefordert, zur Evakuierungsstelle am Bürgerhaus beim REWE in Gebhardshain zu kommen. Bewohner der Straße Im Eckewieschen seien aufgefordert, ihre Wohnungen und Häuser sofort zu verlassen, teilte die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain auf Instagram mit. Die Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck daran, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Gegenwärtig fahren weitere Einheiten aus dem Westerwaldkreis die Einsatzstelle zur Unterstützung an.
Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen, wird an dieser Stelle nachberichtet. (kkö/TS)
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