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Pressemitteilung vom 31.08.2026    

Mit Empathie und Solidarität für Frieden eintreten

"Nie wieder Krieg" oder auch "Wenn Du Frieden willst, bereite den Frieden vor". Rund 20 Menschen erinnerten am Sonntag im Schatten des Barbaraturmes in Malberg eindringlich daran, dass alles für Frieden in der Welt getan werden muss.

Rund 20 Menschen erinnerten am Sonntag im Schatten des Barbaraturmes in Malberg eindringlich daran, dass alles für Frieden in der Welt getan werden muss. (Foto: Andreas Neuser)

Malberg. Anlass der Friedenskundgebung ist der 1. September. Seit 1957 wird in Deutschland an diesem Tag an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert.

Und das, so wurde vor Ort verdeutlicht, sei heute wichtiger denn je. Hermann Reeh aus Steinebach hatte zu der Kundgebung, wie bereits im vergangenen Jahr, eingeladen. Reeh erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte zu der Lithografie von Käthe Kollwitz. Gemeinsam mit Jutta Bauer aus Elben wurde verdeutlicht, wie gerade in der heutigen Zeit der Einsatz für den Frieden wichtig ist.

Es gebe Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten, im Sudan usw. Im Sudan gebe es aktuell die größte menschengemachte Katastrophe. Der Angriff Russlands auf die Ukraine habe in Europa und weltweit die größte Aufrüstung bewirkt.

"Gegenwärtig geben die Staaten der Erde fast drei Billionen Euro für die Aufrüstung aus. Deutschland will in den nächsten Jahren fünf Prozent vom Bruttoinlandprodukt für die Aufrüstung ausgeben. Der Aufrüstungsetat geht zu Lasten des Sozialstaates und der Entwicklungshilfe", wurde verdeutlicht. Denn Rüstung töte schon vor dem Krieg. Sie entziehe der Weltgesellschaft die nötigen Mittel für Erhaltung und Schutz menschlichen Lebens. Mittel fehlten, um Hunger, Armut sowie Fluchtursachen zu bekämpfen. Ebenso fehle Geld, um allen Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern oder zu lindern oder um allen Kindern den kostenlosen Schulbesuch zu ermöglichen.



Krieg bringe unendliches Leid über die Menschen. Die Rüstungsindustrie liefere dazu die entsprechenden "Tötungsmaschinen".

Doch was, so fragen Reeh und Bauer, könne man in dieser aktuellen Situation tun. "Es gilt sich gegen den Strom zu stellen, wenn dieser sich wieder einmal ein falsches Bett zu graben versucht", erinnerte Reeh an ein Zitat von Willy Brandt, den früheren Bundeskanzler, Friedensnobelpreisträger und einst Vorsitzender der SPD.

Rednerin und Redner der Kundgebung riefen den Kriegsherren zu: "Seht ihr nicht das Leid, was ihr verursacht? Fehlt euch jede Empathie für das Leid dieser Menschen?"

Gegen den Rüstungswahnsinn könne man demonstrieren, so wie das auf der Malberger Höhe erfolgte. Es gelte Empathie mit denen zu entwickeln, die unter dem Krieg leiden und solidarisch an ihrer Seite stehen. Es werde globale Empathie und weltweite Solidarität gebraucht, um die Probleme wie Ausbeutung, Aufrüstung, Klimawandel, Zugang zur medizinischen Versorgung, Hunger, Flucht, Trinkwasserversorgung und viele Dinge mehr zu lösen. Schließlich sei dies möglich mit Empathie und Solidarität. Solidarität könne uns ein reiches und sinnvolles Leben geben. "Wir können die Welt zu einem besseren Ort für alle machen", wurde den Kundgebungsteilnehmer schließlich noch ein wenig Hoffnung für Frieden auf den Heimweg mitgegeben.

Jutta Bauer erinnerte bei der Kundgebung auch noch an die Pazifistin Bertha von Suttner.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Michael Balzer mit dem Lied "We shall overcome". (PM)








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