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Nachricht vom 09.09.2026    

Ausbildungsmesse ABOM im Kulturwerk Wissen: rund 80 Aussteller vor Ort

Von Klaus Köhnen

Schon vor der offiziellen Eröffnung war der Andrang groß: Zum 16. Mal bringt die Ausbildungs- und Berufsorientierungsmesse ABOM im Kulturwerk Wissen Betriebe und Schüler zusammen. Rund 80 Aussteller werben an zwei Tagen um Nachwuchs – in einer Region, in der offene Stellen längst schwerer zu besetzen sind als Lehrstellen zu füllen.

Viele Aussteller stellten sich zum Gruppenfoto (Bilder: kkö)

Wissen. Der Andrang war bereits vor der offiziellen Eröffnung groß. Zum 16. Mal öffnete die Ausbildungs- und Berufsorientierungsmesse ABOM am Dienstag, 8. September, im und rund um das Kulturwerk Wissen ihre Türen. Rund 80 Aussteller, darunter auffällig viele aus den sozialen Berufen, geben an zwei Tagen Einblick in ihre Berufsfelder; die Messe läuft noch bis Mittwoch, 9. September.

Federführend organisiert wird die Veranstaltung von der Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Koblenz, dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, den Wirtschaftsjunioren Sieg-Westerwald und der Agentur für Arbeit. Bei Silke Baudendistel von der IHK-Regionalgeschäftsstelle laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Sie begrüßte Aussteller und Besucher und zeigte sich mit dem Zuspruch zufrieden.

Ein Markt mit zwei Seiten
Die ABOM funktioniert seit Jahren als Plattform für beide Marktseiten: für Unternehmen, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben, und für Jugendliche, die noch nicht wissen, wohin. Zu den Ausstellern zählen die Kreisverwaltung, mehrere Verbandsgemeinden sowie Betriebe aus Handel und Gewerbe.

Zur offiziellen Eröffnung kamen neben Vertretern der Initiatoren Bürgermeister Berno Neuhoff als Gastgeber des Kulturwerks, IHK-Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting und der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Dr. Peter Enders – in diesem Jahr letztmals in dieser Funktion. Auch der Erste Beigeordnete Tobias Gerhardus war erschienen. Eine vergleichbar dichte Informationsplattform für Schüler in der Region gebe es nicht, darin waren sich die Beteiligten einig.

An den Ständen ging es nicht nur um Broschüren: Neben der Information stand das Selbermachen im Vordergrund. Bei den gewerblichen Ausstellern fragen Jugendliche zunehmend nach Angaben der Betriebe zu Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten. Die Antwort fällt meist ähnlich aus: Eine Ausbildung im Handwerk schließt ein späteres Studium nicht aus.




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Handwerk sucht Nachwuchs – und findet zunehmend Frauen
Dass die Binsenweisheit vom goldenen Boden des Handwerks heute mehr denn je gilt, hat einen ökonomischen Grund: Es fehlen Facharbeiter und Auszubildende. Nach Darstellung der Handwerksvertreter können viele Betriebe die Anfragen ihrer Kunden wegen Personalengpässen kaum noch abarbeiten.

Die Anforderungen wachsen zugleich. Veränderungen in der Energieversorgung, im Bauwesen und in zahlreichen weiteren Gewerken seien eine Herausforderung für die Mitarbeiter, hieß es an den Ständen. Erfreut zeigten sich viele Handwerksbetriebe über die Zunahme weiblicher Interessenten.

Der Wettbewerb um Schulabgänger ist dabei härter geworden. Das Handwerk konkurriert auf der Messe unmittelbar mit der öffentlichen Hand – Kreisverwaltung und Verbandsgemeinden –, mit der Polizei und der Bundeswehr. Trotz aller Veränderungen in der Berufswelt bietet das Handwerk weiterhin eine breite Palette an Berufsfeldern, so der Tenor der meist inhabergeführten Betriebe.

Konzept hat sich bewährt
Organisatoren wie Aussteller zogen erneut eine positive Bilanz des Messekonzepts; auch die Vertreter aus Kreis und Verbandsgemeinden schlossen sich dem an. Ein solches Format werde künftig noch wichtiger werden, waren sich die Verantwortlichen einig. Auf der Ausstellerseite gewinnen dabei Integration und Angebote an Bedeutung, die über die reine Berufsausbildung hinausgehen. (kkö)


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