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Pressemitteilung vom 10.09.2026    

Pflege zu Hause: Johannes Behner im Austausch mit Senobia in Steinebach

Ältere und pflegebedürftige Menschen möchten meist so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben. Bei seinem Besuch bei Senobia in Steinebach diskutierte Landtagsabgeordneter Johannes Behner Wege zu einer verlässlichen häuslichen Betreuung und wies auf finanzielle Hürden für Familien hin.

(Fotoquelle: Tatjana Müller)

Steinebach/Sieg. Wie ältere und hilfebedürftige Personen möglichst lange selbstbestimmt sowie in Würde in den eigenen vier Wänden wohnen können, stand im Mittelpunkt eines Besuchs des Landtagsabgeordneten Johannes Behner bei Senobia in Steinebach/Sieg. Im Dialog mit Standortleiterin Anja Boger bildeten die Hürden der Betreuung vor Ort, der spürbare Mangel an Fachkräften und Personal sowie die finanzielle Lage der Betroffenen und ihrer Angehörigen die Kernpunkte.

Senobia organisiert eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung im heimischen Umfeld. Dafür kommen Betreuungskräfte aus Osteuropa zum Einsatz. Ein zentrales Anliegen des Unternehmens sei es, dieses Personal fair zu entlohnen, gut abzusichern und ihm mit Wertschätzung zu begegnen.

Belastungen für Familien und ungleiche Hilfen
Anja Boger beschrieb die wachsenden Schwierigkeiten, die Familien bei der Planung einer passenden Betreuung bewältigen müssen. Der spürbare Personalmangel im Pflegesektor verstärke diese Problematik. Zudem stelle die Finanzierung einer durchgehenden Betreuung daheim zahlreiche Haushalte vor spürbare finanzielle Barrieren, da das reguläre Pflegegeld für den tatsächlichen Bedarf meist nicht ausreiche.

Nach Ansicht von Johannes Behner erfordere vor allem das finanzielle Ungleichgewicht zwischen stationären Heimen und der Versorgung im eigenen Heim eine genauere Betrachtung. Während die Sozialhilfe unter festgelegten Bedingungen mit der sogenannten "Hilfe zur Pflege" bei einem Platz im Heim finanziell einspringe, fehlten vergleichbare Optionen bislang weitgehend für eine entsprechend umfassende Betreuung im häuslichen Bereich.




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Forderung nach echten Wahlmöglichkeiten
Es stelle sich daher die Frage, ob die bestehenden Fördersysteme den tatsächlichen Wünschen der Menschen ausreichend Rechnung tragen. Das Bedürfnis vieler Betroffener, trotz Hilfebedarfs in der vertrauten Wohnumgebung zu bleiben, müsse bei der Gestaltung staatlicher Rahmenbedingungen mehr Gewicht erhalten. Die ambulante und häusliche Versorgung brauche aus diesem Grund eine verlässliche und angemessene Unterstützung.

Angestrebt werden müssten umfassende Wahlchancen zwischen unterschiedlichen Versorgungsmodellen für Betroffene und ihr Umfeld. Voraussetzung dafür seien ausreichendes Personal, gerechte Arbeitsbedingungen für die Betreuenden sowie ein solides finanzielles Fundament für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen.

Johannes Behner dankte Anja Boger für die realistischen Schilderungen aus dem Arbeitsalltag und der Organisation der häuslichen Versorgung. Der Austausch habe verdeutlicht, wie bedeutsam die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen sei, damit Menschen ihren Wunsch nach einem Leben in gewohnter Umgebung verwirklichen können. (PM/bearbeitet durch Red)


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