Pressemitteilung vom 22.09.2026 
IG Metall Mitte fordert fünf Prozent mehr Lohn in Tarifrunde
Die IG Metall bereitet sich auf eine herausfordernde Tarifrunde vor und hat nun ihre Forderungen für die Metall- und Elektroindustrie aufgestellt. Ab November könnten Warnstreiks drohen.
Mainz. In den bevorstehenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie verlangt der IG-Metall-Bezirk Mitte eine Gehaltserhöhung von fünf Prozent für 388.000 Beschäftigte. Zusätzlich strebt die Gewerkschaft in wirtschaftlich starken Betrieben eine tarifliche Gewinnbeteiligung an und möchte über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen verhandeln. "Die wirtschaftliche Situation ist herausfordernd, und die Arbeitgeber führen einen abgestimmten, flächendeckenden Kampf gegen tarifliche Standards", erklärte Jörg Köhlinger, Chef des Gewerkschaftsbezirks Mitte, nach Beratungen der Tarifkommissionen in Mainz. "Wir müssen uns auf eine kämpferische Runde einstellen und uns gegen massive Angriffe wehren." Die Gewerkschaft wünscht sich einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Erste Verhandlungen im Oktober
Am Mittwoch, 23. September, will der Gewerkschaftsvorstand in Frankfurt, basierend auf Rückmeldungen aus den regionalen Tarifkommissionen, seine Forderung für rund 3,7 Millionen Beschäftigte der deutschen Metall- und Elektroindustrie bekanntgeben. Erste Gespräche mit den Arbeitgeberverbänden sind ab dem 7. Oktober geplant. Warnstreiks könnten ab November stattfinden. Bei den regional geführten Verhandlungen ist der Bezirk Mitte für etwa 360.000 Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie 28.000 Metallerinnen und Metaller in Thüringen zuständig. Die erste Verhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe ist für den 9. Oktober in Frankfurt angesetzt. Am 12. Oktober werden Gespräche mit den Arbeitgebern in Thüringen in Erfurt geführt. In dieser Tarifrunde geht es um Entgelt-Tarifverträge für Beschäftigte in der Autoindustrie, im Maschinenbau, in der Metallbearbeitung und Elektrotechnik. Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden Volkswagen AG, da für diese ein eigener Haustarifvertrag besteht, der zum Jahresende ausläuft. (dpa/bearbeitet durch Red)
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