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Pressemitteilung vom 02.10.2026    

Bürgerfahrdienst Kirchen spendet 2500 Euro an Hospiz in Bruche

Die ehrenamtlichen Fahrer des Bürgerfahrdienstes der Verbandsgemeinde Kirchen haben gesammelte Trinkgelder an den Förderverein des Ökumenischen Hospizes Kloster Bruche gespendet. Die 2.500 Euro sollen den geplanten Neubau der Einrichtung unterstützen.

Wenn aus kleinen Gesten eine große Hilfe wird: Was Fahrgäste dem Bürgerfahrdienst der Verbandsgemeinde Kirchen als Trinkgeld mit auf den Weg gaben, kommt jetzt dem Ökumenischen Hospiz Kloster Bruche zugute. 2.500 Euro hat das ehrenamtliche Team gesammelt. Die Spende übergaben nun vor Ort (von rechts) Hans Imhäuser und Koordinator Paul Eisel an Hospizleiterin Yasmin Brost. (Foto: Diakonie in Südwestfalen/Daniel Weber)

Betzdorf/Kirchen. Beinahe täglich bringt der Bürgerfahrdienst Menschen, die nicht oder nicht mehr mobil sind, kostenlos zum Arzt, zum Einkaufen oder zu Veranstaltungen. Viele Fahrgäste bedanken sich dafür mit einem Trinkgeld. Aus diesem Topf hat das Team nun 2.500 Euro an den Förderverein des Ökumenischen Hospizes Kloster Bruche in Betzdorf übergeben.

Zur Spendenübergabe besuchten Paul Eisel und Hans Imhäuser das Hospiz mit dem neuen Fahrzeug des Bürgerfahrdienstes, einem vollelektrischen Ford Explorer. Es ist das fünfte Fahrzeug seit der Gründung des Angebots im Jahr 2013. Die Initiative ging damals vom früheren Seniorenbeiratsvorsitzenden Helmut Ermert aus, der 2022 starb. Mit dem Bürgerservice leisteten die Ehrenamtlichen seinerzeit Pionierarbeit im nördlichen Rheinland-Pfalz.

Rund 20 Fahrer und drei Telefonistinnen
Gründungsmitglied Paul Eisel kümmert sich seit einigen Jahren federführend um die Administration und Koordination. Das Team besteht inzwischen aus rund 20 Fahrern und drei Telefonistinnen. Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. "Kernidee des Bürgerfahrdienstes ist es, Menschen aus unserer Verbandsgemeinde, egal ob alt oder jung, Mobilität zu schenken", sagt Eisel. "Dabei geht es vor allem um Termine bei Ärzten oder Therapeuten, Fahrten zum Einkaufen oder auch zu Veranstaltungen."

Der Bürgerfahrdienst ist ausschließlich innerhalb der Verbandsgemeinde Kirchen und ins benachbarte Betzdorf unterwegs, beispielsweise zum dortigen Wochenmarkt. "Wir wollen keine Konkurrenz zu den Taxiunternehmen sein", betont Eisel, "und im Unterschied zu vielen anderen Bürgerbussen gibt es bei uns auch keine festen Routen und keinen festen Fahrplan."

Stattdessen nimmt das Team individuelle Fahrtwünsche an. Wer den Bürgerfahrdienst nutzen möchte, kann montags und mittwochs jeweils von 14 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 02741/688860 anrufen. "Der Fahrgast nennt seinen Namen, seine Adresse und das Fahrziel sowie gegebenenfalls eine Uhrzeit, zu der er wieder abgeholt werden möchte", erläutert Eisel.

Die Telefonistinnen geben die Aufträge im Homeoffice in eine Software ein. Anschließend erhalten die Fahrer per E-Mail die Routen für den nächsten Tag. Der Bürgerfahrdienst legt jährlich etwa 25.000 Kilometer zurück. Im Jahr 2025 wurden 2.190 Fahrten durchgeführt, durchschnittlich 183 pro Monat.




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Trinkgelder fließen in gemeinnützige Zwecke
"Etwa 80 Prozent unserer Fahrgäste sind gewissermaßen Stammkunden", sagt Eisel. Die meisten von ihnen seien Senioren. Hans Imhäuser ist selbst 80 Jahre alt und als Fahrer tätig. "Die Dankbarkeit der Leute, mit ihnen unterwegs ein nettes Schwätzchen zu halten, das ist für uns Fahrer doch der schönste Lohn."

Obwohl der Fahrdienst kostenlos ist, werfen Imhäuser zufolge fast alle Fahrgäste anschließend einige Euro in die Spardose. Die Trinkgelder werden über das Jahr gesammelt. Ein kleiner Teil wird für eine Weihnachtsfeier zurückgelegt, der größere Teil kommt einem gemeinnützigen Zweck zugute.

Die Entscheidung für das Ökumenische Hospiz Kloster Bruche begründet Eisel mit dessen Bedeutung und dem geplanten Neubau. "Das Hospiz ist eine so wichtige Einrichtung für unsere Region. Als wir von dem geplanten Neubau erfahren haben, waren wir uns alle schnell einig, dass wir dies unterstützen möchten."

Auf dem Klostergelände soll mittelfristig ein neues, ebenerdiges Hospizgebäude mit zehn Gästezimmern entstehen. Das derzeit genutzte Haupthaus könnte nach den Plänen der Trägerin, der Diakonie in Südwestfalen, künftig für weitere pflegerische Angebote genutzt werden.

Einrichtungsleiterin Yasmin Brost bedankte sich im Namen des Hospiz-Teams und des Fördervereins für die Spende. "Es freut uns sehr, dass Sie an uns gedacht haben. Jeder Euro hilft uns dabei, unser Projekt zu realisieren." Zugleich würdigte sie die Arbeit des Bürgerfahrdienstes: "Dass Sie es vielen Menschen auf diese Weise ermöglichen, mobil zu bleiben, finde ich eine ganz tolle Sache."

Weitere Fahrer gesucht
Der Bürgerfahrdienst sucht zudem weitere ehrenamtliche Fahrer. "Wer gerne elektrisch fährt und etwas Gutes tun will, kann sich gerne bei mir melden", sagt Eisel. Interessierte erreichen ihn unter der Telefonnummer 02741 930193 oder per E-Mail an paul.eisel@icloud.com. (PM/bearbeitet durch Red)


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