Pressemitteilung vom 05.10.2026 
21 Menschen erforschen den Etzbach mit App und Sieben
Bei einer zweistündigen Exkursion am Etzbach haben 21 Menschen rund 45 Tier- und Pflanzenarten dokumentiert. Die Aktion war Teil der weltweiten "Home River Bioblitz"-Initiative und richtete sich an alle Generationen.
Etzbach. Ende September erkundeten die Teilnehmer den Abschnitt zwischen der Quelle am Erlenweg und dem Fieberg-Weiher. Mit Hilfe der kostenlosen App iNaturalist suchten, beobachteten und dokumentierten sie die Flora und Fauna rund um das Gewässer. Die Gruppe umfasste Menschen verschiedener Generationen - von einem zweijährigen Kind bis zu Senioren mit Wanderstock. Spezialausrüstung oder ein Mindestalter waren nicht erforderlich.
Laura Wagner, Masterstudentin der Limnologie, leitete die Exkursion gemeinsam mit einer Kommilitonin. Unterstützt wurden sie von Caroline Kappmeyer, der Bachpatin des Etzbachs. Mit drei Sieben und einer weißen Auffangschale untersuchten die Teilnehmer das "Makrozoobenthos", also Kleintiere am Bachgrund, die Hinweise auf die Wasserqualität geben können. Auch Frösche wurden entdeckt.
Rund 45 Arten dokumentiert
Am Ende waren rund 45 Arten erfasst. Nach Angaben der Organisatoren wurde der Etzbach damit erstmals mithilfe einer App so untersucht, dass die Daten wissenschaftlich nutzbar sind. Die automatische Bestimmung durch die App war nicht in jedem Fall fehlerfrei. Die "Schwarmintelligenz" der Gruppe und die vorhandene Fachexpertise halfen jedoch bei der Korrektur. "Ein Mensch allein hätte in so kurzer Zeit nicht annähernd so viele Arten erfassen können", sagte Caroline Kappmeyer.
Der "Home River Bioblitz" ist Teil einer weltweiten Initiative zur Erforschung heimischer Bäche und Flüsse. Die Aktion brachte zudem Menschen aus der Umgebung miteinander ins Gespräch. Ein pensionierter Förster traf auf Mitglieder der Fischereigenossenschaft, außerdem ließ sich eine Kinderbuchautorin aus Hamm (Sieg) von der Exkursion inspirieren.
Weitere Aktionen denkbar
Nach der Premiere sind weitere Termine denkbar. Caroline Kappmeyer kann sich mehrere Bioblitz-Aktionen an verschiedenen Bachabschnitten vorstellen, bei denen kleine Teams gleichzeitig arbeiten. Möglich wäre auch ein dauerhafter Bereich in der iNaturalist-App, in dem Wanderer, Anwohner und Naturinteressierte das ganze Jahr über Beobachtungen zum Etzbach festhalten können. Die Nutzung wäre kostenlos und für alle offen.
Mitwirken können unter anderem Schulklassen und Wandergruppen. Für ein Engagement an den Bächen in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) seien weder ein Studium noch besondere Ausrüstung notwendig. Interessierte können Kontakt zum Bachpatenteam der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) aufnehmen. PM/Red
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