Sirenen an der IGS Horhausen: Jugendfeuerwehren üben den Ernstfall
Von Klaus Köhnen
Brand im Schulgebäude, mehrere Vermisste: Bei einer Großübung an der IGS Horhausen haben rund 40 Nachwuchskräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Altenkirchen, Oberlahr und Pleckhausen am Samstag, dem 17. Oktober, gezeigt, was sie können. Zahlreiche Zuschauer, darunter Bürgermeister Fred Jüngerich, sahen zu.
Horhausen. Sirenen heulen, Einsatzfahrzeuge rücken mit Sondersignal an: An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Horhausen haben rund 40 Jugendliche der Jugendfeuerwehren (JF) Altenkirchen, Oberlahr und Pleckhausen Brandbekämpfung und Menschenrettung geübt. Sie sind der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehren. Die sieben JF der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld organisieren jedes Jahr zwei solcher Übungen, an denen jeweils drei oder vier Einheiten teilnehmen. Geplant wurde die Übung dieses Mal von den Betreuern der JF Pleckhausen.
Zwei Szenarien, ein Einsatz
Gegen 13 Uhr wurde der "Alarm" ausgelöst. Die Übung dauerte etwa eine Stunde, an ihr waren rund zehn Fahrzeuge beteiligt. Moderiert wurde sie für die Zuschauer von Jugendfeuerwehrwart Jonas Oswald. Nach der ersten Erkundung stand fest, was zu tun war, denn vor Ort gab es zwei Szenarien: einen Brand im Schulgebäude und mehrere vermisste Personen, über deren Aufenthaltsort zunächst nichts bekannt war. Da im Schulgebäude kein künstlicher Nebel eingesetzt werden kann, wurde der Brand nur angenommen. Die Vermissten wurden durch Puppen dargestellt.
Wasserversorgung zuerst
Zuerst galt es, die Wasserversorgung mit einem Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40 SL) der Feuerwehr Pleckhausen zu sichern und parallel die Suche nach den Vermissten vorzubereiten. Die nach und nach eintreffenden Einheiten erhielten zügig ihre Aufträge. An einem oberirdischen Hydranten bereiteten die Jugendlichen mit einem Löschfahrzeug die Wasserentnahme vor. Kurz nach der Ankunft waren die ersten Schläuche gefüllt und die Löschmaßnahmen konnten beginnen. Von den weiteren Fahrzeugen aus wurden zusätzliche Schlauchleitungen zum Gebäude verlegt, um den Brand zu bekämpfen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Schutz der angrenzenden Gebäude.
Suche nach den Vermissten
Für die Rettung der Vermissten gingen mehrere Atemschutztrupps ins Gebäude. Die Atemschutzgeräte waren Attrappen, die den Originalen in Form und Farbgebung entsprechen. Die Vermissten wurden schnell gefunden und gerettet. Dafür hatten die jungen Feuerwehrleute eine Verletztensammelstelle eingerichtet, an der im Realeinsatz der Rettungsdienst übernehmen würde.
Lob von Politik und Verantwortlichen
Die Zuschauer zeigten sich von den Leistungen des Nachwuchses tief beeindruckt. Unter ihnen waren neben Bürgermeister Fred Jüngerich auch der dritte Beigeordnete Wilfried Stahl und mehrere Ortsbürgermeister. Besonderer Dank galt den Mitgliedern der aktiven Einsatzabteilungen der jeweiligen Freiwilligen Feuerwehren, die die JF ehrenamtlich unterstützen. Sie leisten diesen Dienst neben ihrem eigenen aktiven Engagement. Jüngerich, der als Bürgermeister auch "Chef" der Freiwilligen Feuerwehren ist, dankt den Kameradinnen und Kameraden stets mit größtem Respekt für ihr Engagement.
In die Jugendfeuerwehr können Mädchen und Jungen ab zehn Jahren eintreten. Ansprechpartner ist die Freiwillige Feuerwehr vor Ort. (kkö)
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