18 neue Feuerwehrleute verpflichtet: Dienstversammlung der VG-Feuerwehr in Flammersfeld
Von Klaus Köhnen
Wehrleiter André Wollny und VG-Bürgermeister Fred Jüngerich begrüßten am Samstag zahlreiche Feuerwehrleute im Bürgerhaus Flammersfeld. 13 neue Kräfte, darunter vier Frauen, und fünf bereits Ausgebildete wurden verpflichtet. Es gab Beförderungen und Ehrungen. Der Haushalt 2027 soll eine Million Euro für den Brand- und Katastrophenschutz vorsehen.
Flammersfeld. Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der jährlichen Dienstversammlung der Feuerwehr der Verbandsgemeinde. Die Versammlung findet an wechselnden Standorten statt.
Würdigung statt Großveranstaltung
In seiner Begrüßung erklärte Wehrleiter André Wollny, warum Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen bei einer eigenen Veranstaltung der VG stattfinden. Das wird seit der Fusion im Jahr 2020 so gehandhabt. Anders als bei der früheren Jahresinspektion solle der Rahmen für die Verpflichteten, Beförderten und Geehrten passen. Bei einer "Großveranstaltung" würden diese aus seiner Sicht nicht richtig wahrgenommen. Zudem müsse der Grundschutz in der Verbandsgemeinde gewahrt bleiben, so Wollny.
Neun Löschzüge mit besonderen Aufgaben
Wollny führte aus, dass die Verbandsgemeinde 66 Ortsgemeinden und die Stadt Altenkirchen mit insgesamt mehr als 37.000 Einwohnern umfasst. Die Freiwillige Feuerwehr habe derzeit rund 370 aktive Einsatzkräfte und sei in neun Löschzügen organisiert: Altenkirchen, Berod, Flammersfeld, Horhausen, Mehren, Neitersen, Oberlahr, Pleckhausen und Weyerbusch. In diesen seien auch spezielle Aufgaben angesiedelt. Hinzu kommen derzeit sieben Jugendfeuerwehren sowie die Bambini-Feuerwehren an den Standorten Horhausen und Weyerbusch. Die Aus- und Weiterbildung findet neben dem originären Feuerwehrdienst statt, so Wollny.
Grüße von Rat, Kreis und Verwaltung
Jüngerich überbrachte die Grüße des Verbandsgemeinderates. Den Landkreis vertrat der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Matthias Theis. Auch der Kreisfeuerwehrverband war vertreten, ebenso die zuständigen Mitarbeitenden der Verwaltung, Andreas Becker und Sophia Schug.
Eine Million Euro für den Brand- und Katastrophenschutz geplant
Die Feuerwehren in den neun Löschzügen erfüllten als freiwillige Wehren eine Pflichtaufgabe der Verbandsgemeinde, betonte Jüngerich. "Wir sind stolz darauf, dass unsere Löschzüge personell auf einem guten Stand sind." Für die Ausstattung mit Geräten und Fahrzeugen gebe es in Rat und Verwaltung großen Konsens. Gleichwohl könnten nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden. Die Verantwortlichen würden sich weiterhin bemühen, die Wehren bestmöglich auszustatten. So seien bereits zwei Fahrzeuge in der Beschaffung. Für den Brand- und Katastrophenschutz sei im Haushalt 2027, der noch nicht beschlossen ist, eine Million Euro eingeplant, so Jüngerich.
Verpflichtungen zum aktiven Dienst
In Rheinland-Pfalz können Jugendliche ab 16 Jahren in die aktive Feuerwehr eintreten. Bis zum Abschluss der Grundausbildung sind sie Feuerwehrmann- oder Feuerwehrfrau-Anwärter. Anwärter werden immer verpflichtet. Das gilt auch für Mitglieder, die ihre Ausbildung bereits durchlaufen haben, aber neu in der VG-Feuerwehr sind. Sie werden zunächst auf die Verbandsgemeinde verpflichtet und behalten ihren Dienstgrad. Da die Verpflichtung nur einmal im Jahr bei dieser Versammlung stattfindet, kann es vorkommen, dass Kräfte zunächst intern im Löschzug aufgenommen und erst später offiziell verpflichtet werden.
Verpflichtet wurden Pascal Pohl (Altenkirchen), Marlon Baba und Jan-Luca Pfeiffer (Berod), Henry Seifen (Flammersfeld), Vivien Kasprzak, Catrin Lorena Kluge, Maren Klug-van der Ley und Thorben Walther (alle Horhausen), Felix Pfeiffer und Finn Wojciechowski (Mehren), Rebekka Schüler (Neitersen), Gerrit Kizinna (Oberlahr) und Tom Heck (Pleckhausen). Bereits ausgebildet und neu in der VG-Feuerwehr sind Nicolai Ovsov (Oberfeuerwehrmann, Pleckhausen), Michael Stahlhofen (Hauptfeuerwehrmann, Altenkirchen), Niklas Kaczmarek (Hauptfeuerwehrmann, Pleckhausen), Katharina Marotke (Löschmeisterin, Altenkirchen) und Johannes Jünger (Brandmeister, Oberlahr). Sie wurden mit ihrem bisherigen Dienstgrad verpflichtet.
Beförderungen
Beförderungen erfolgen jeweils nach Abschluss der geforderten Lehrgänge. Catrin Kluge (Feuerwehrfrau) und Thorben Walther (Feuerwehrmann), beide aus dem Löschzug Horhausen, sowie Rebekka Schüler (Feuerwehrfrau, Löschzug Neitersen) waren bereits im Löschzug aktiv. Sie wurden nun verpflichtet und gleich befördert. Ebenfalls im Löschzug Neitersen wurden befördert: Tobias Heidelbach (Feuerwehrmann), Alexander Krieger und Robin Kuschmann (Oberfeuerwehrmann), Tim Bettgenhäuser und Marlon Sanner (Hauptfeuerwehrmann), Nils Weidner und Kevin Lindner (Löschmeister) sowie Carlo Enßle und Benjamin Schmidt (Oberbrandmeister). Benjamin Schmidt wurde zudem in die Funktion des stellvertretenden Wehrführers berufen und leistete seinen Amtseid. Sebastian Oettgen, Wehrführer in Neitersen, wurde zum Hauptbrandmeister befördert.
Ehrungen für 15 und 25 Jahre Dienstzeit
VG-Bürgermeister Jüngerich nannte es in seiner kurzen Laudatio bemerkenswert, dass die Geehrten seit so langer Zeit ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätig seien. Das sei, so Jüngerich, nicht selbstverständlich. Wie in allen Vereinen hat es auch bei den jetzt zu Ehrenden sicher Momente gegeben, in denen nicht alles "rund lief". Trotzdem versehen sie weiter ihren Dienst und stehen den Menschen in Notfällen zur Seite.
Für 15 Jahre wurden Nils Höller und Steffan Port (Flammersfeld), Lukas Pascal Schwarzbach (Mehren) sowie Jennifer Klein, Justin Frömgen, Niklas Meffert und Maurice Simon (alle Pleckhausen) geehrt. Seit 25 Jahren leisten Florian Wannenmacher-Solbach und Christian Heisterkamp (Altenkirchen), Florian Alexander Klein (Mehren), Simao Friedel (Pleckhausen) und Alexander Au (Weyerbusch) Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr der VG Altenkirchen-Flammersfeld. Die entsprechenden Ehrenzeichen überreichten VG-Bürgermeister Jüngerich, Wehrleiter Wollny und der stellvertretende Wehrleiter Pascal Müller (Löschzug Berod).
Darüber hinaus erhielten Roland Müller, langjähriger stellvertretender Wehrführer im Löschzug Horhausen, und Michael Imhäuser, zuletzt stellvertretender Wehrleiter, eine Dankesurkunde. (kkö)
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