Saruskranich brütet Paradieskranich-Ei erfolgreich aus
Im Zoo Neuwied hat ein außergewöhnliches Ereignis stattgefunden. Mit Unterstützung der Tierpfleger wurde ein Saruskranichweibchen dazu gebracht, ein Ei eines Paradieskranichs auszubrüten. Diese ungewöhnliche Vorgehensweise war Teil einer Strategie zur Erhaltung der bedrohten Art.
Neuwied. Die Paradieskraniche im Zoo hatten in der Vergangenheit Schwierigkeiten, ihre Eier erfolgreich auszubrüten. Da die koordinierte Nachzucht essenziell für den Erhalt dieser gefährdeten Art ist - der Paradieskranich wird seit 1994 von der IUCN als gefährdet eingestuft -, entschieden sich die Tierpfleger für einen unkonventionellen Ansatz.
Normalerweise legt der Paradieskranich zwei Eier, die etwa 30 bis 33 Tage bebrütet werden. Um weitere Verluste zu verhindern, wurden diese Eier in einen Inkubator überführt. Doch da eine künstliche Brut nicht die bevorzugte Lösung darstellt, wählte Zootierpfleger Jonas Feinkohl eine alternative Methode, inspiriert vom Kuckuck.
Um sicherzustellen, dass das Saruskranichweibchen das Ei akzeptiert, tauschten die Tierpfleger zunächst die unbefruchteten Eier gegen ein Gipsei aus, das in Größe und Farbe dem Paradieskranich-Ei glich. "Mein Kollege Jonas ist sehr geschult darin, fast auf den Tag genau sagen zu können, wann die Küken schlüpfen", erklärt Zootierpflegerin Isabell Nawara. Der Testlauf verlief erfolgreich, sodass das Gipsei noch am selben Tag gegen das echte Ei ausgetauscht wurde. Kurz darauf schlüpfte das Küken.
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Während das Paradieskranich-Küken von den Saruskranichen umsorgt wird, legte auch das Paradieskranich-Weibchen ein weiteres Ei, das erfolgreich ausgebrütet wurde. Dieser doppelte Erfolg unterstreicht die Bedeutung von Beobachtung und Flexibilität in der Arbeit mit Tieren im Zoo. Der Zoo Neuwied lädt seine Besucher ein, die jungen Paradieskraniche zu entdecken. Red
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