Naturnahe Bestattungen in Selters im Aufwind
Auf dem Friedhof in Selters entscheiden sich immer mehr Menschen für eine naturnahe Urnenbestattung. Seit über einem Jahr werden Urnen im Wurzelbereich neu gepflanzter Bäume beigesetzt, was bei den Angehörigen auf positive Resonanz stößt.
Foto: Eckhard Schneider
Selters. Die Nachfrage nach naturnahen Urnenbestattungen auf dem Friedhof in Selters hat in den vergangenen 16 Monaten zugenommen. In dieser Zeit wurden Urnen im Wurzelbereich eigens gepflanzter Bäume beigesetzt. Etwa ein Viertel der Angehörigen wählt inzwischen diese Bestattungsform, die damit häufiger als die traditionelle Sargbestattung gewählt wird.
Dieser Trend ist nicht nur in Selters zu beobachten, sondern spiegelt eine bundesweite Veränderung in der Bestattungskultur wider. Während klassische Sargbestattungen an Bedeutung verlieren, wächst der Wunsch nach pflegefreien und naturnahen Ruhestätten. Bereits 2022 hatte die SPD-Fraktion im Selterser Stadtrat die Entwicklung erkannt und einen Antrag gestellt, um diese Bestattungsmöglichkeit auf dem örtlichen Friedhof zu schaffen. Ein Ruheforst außerhalb des Friedhofs ließ sich nicht realisieren, doch die Lösung auf dem Friedhof ermöglicht es Menschen, unabhängig von Religion, Nationalität oder Weltanschauung, einen würdigen letzten Ruheplatz zu finden.
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Da die Stämme der gepflanzten Bäume noch zu schmal sind, um Namensschilder anzubringen, wurden Granitstelen aufgestellt. Kleine Schilder erinnern dort an die Verstorbenen mit deren Namen und Lebensdaten. An jedem Baum können sechs bis acht Urnen beigesetzt werden. Bei Bedarf kann die Fläche des kleinen Ruhewaldes erweitert werden. Red
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