Pressemitteilung vom 02.11.2026 
Zwei Bäume als Symbol der Verbundenheit zwischen Daaden und Wittenberg
Vor fast zehn Jahren pflanzte eine Delegation aus Daaden einen Amberbaum im Luthergarten von Wittenberg. Im Oktober dieses Jahres kehrte Thorsten Bienemann, Männerbeauftragter des Kirchenkreises Altenkirchen, an diesen besonderen Ort zurück. Das Wiedersehen mit dem Baum fiel genau auf den Reformationstag und bot Gelegenheit für Rückblicke und neue Einsichten.
Daaden/Wittenberg. Vor mehr als zehn Jahren, im Jahr 2013, entstand die Idee, dass sich die kreiskirchliche Männerarbeit zusammen mit der Kirchengemeinde Daaden am internationalen Luthergarten in Wittenberg beteiligen könnte. Mit Unterstützung der Westerwaldbahn, des Aktionskreises Daaden und der Kirchengemeinde wurde diese Vision Realität.
Am 26. April 2017 pflanzten der damalige Baukirchmeister Willi Jung und Thorsten Bienemann den Amberbaum mit der Nummer 359 im Luthergarten. Wenige Wochen später, am 11. Juni 2017, fand die Pflanzung des Partnerbaums an der Daadener Barockkirche statt, gestiftet von der Baumschule Hebel.
Partnerbäume der Reformation
Der Luthergarten entstand zum 500. Reformationsjubiläum unter dem Motto "500 Jahre Reformation - 500 Bäume". Kirchen und christliche Gemeinschaften weltweit waren eingeladen, einen Baum zu pflanzen und einen Partnerbaum in ihrer Heimat zu setzen. Dieses Projekt schafft ein globales Netz lebendiger Erinnerungsorte, das über das Jubiläumsjahr hinaus Bestand haben sollte.
Pflanzung des Daadener Baums
Unter Mitwirkung von Pfarrer Steffen Sorgatz setzten der damalige rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz und Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler den Daadener Baum in die Erde. Für den ihn wählte Sorgatz einen Vers aus dem Epheserbrief: "Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht hat und hat den Zaun abgebrochen, der dazwischen war." (Epheser 2,14). Dieser Gedanke bleibe aktuell. Frieden beginne dort, wo Menschen aufeinander zugehen, einander zuhören und bereit seien, auch über Unterschiede hinweg Gemeinschaft zu suchen.
Wittenberger Baum hat sich gut entwickelt
Beim Besuch in diesem Jahr in Wittenberg zeigte sich, wie gut sich der Baum entwickelt hat. Er gehört mittlerweile selbstverständlich zum Luthergarten und weckt Erinnerungen an die gemeinsame Pflanzung vor fast einem Jahrzehnt. Dass dieser Besuch am Reformationstag stattfand, unterstreicht die fortwährende Bedeutung der Reformation: Sie fordert dazu auf, den Glauben stets neu zu überdenken und Verantwortung für Mitmenschen und die Welt zu übernehmen. Der Luthergarten greift diesen Gedanken auf und ermutigt dazu, über Grenzen hinweg verbunden zu bleiben und sich für Frieden einzusetzen.
Insgesamt 500 Bäume
In Wittenberg wächst der Daadener Amberbaum als einer von 500 Bäumen, während sein Partner in Daaden an der Barockkirche steht. Beide Bäume erinnern daran, dass aus einer guten Idee etwas Beständiges entstehen kann und dass es sich lohnt, auch heute noch Brücken zu bauen und auf eine friedliche Zukunft zu vertrauen. (PM/Red)
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