Pressemitteilung vom 05.11.2026 
Selbacher Bachlehrpfad erneuert: Weniger Tafeln, mehr Raum für Naturerlebnisse
Der Selbacher Bachlehrpfad ist nach einer umfassenden Erneuerung wieder geöffnet. Entlang des Wassers sollen Besucher die heimische Natur künftig noch bewusster wahrnehmen. Das überarbeitete Konzept setzt auf weniger Informationstafeln und mehr Raum für eigene Entdeckungen in Bach und Wald.
Selbach. Mit einem gemeinsamen Rundgang haben zahlreiche Gäste die offizielle Wiedereröffnung des Selbacher Bachlehrpfades gefeiert. Eingeladen hatten Ortsbürgermeister Matthias Grohs und Berno Neuhoff, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wissen. An der Begehung beteiligten sich Vertreter aus Politik, Jagd und Waldwirtschaft sowie Kreisbeigeordneter Fred Jüngerich.
Nahezu 25 Jahre nach seiner Entstehung hat der Lehrpfad eine umfassende Erneuerung erhalten. Grohs erinnerte daran, dass der Weg im Jahr 2002 eröffnet worden sei. Die damalige Idee sei gewesen, Besuchern dieses besondere Stück Natur in Selbach zugänglich und erlebbar zu machen.
Der Verlauf führt am Oberlauf des Selbachs entlang bis zu einem seiner Quellarme. Über die Jahre hatten Witterungseinflüsse und Alterung die Ausstattung beeinträchtigt. Deshalb mussten Informationstafeln, Ruhebänke und Übergänge über den Bach erneuert werden.
Weniger Tafeln, bewussteres Naturerleben
Für die Neugestaltung wählten die Verantwortlichen das Motto "Weniger ist mehr". Sie verringerten bewusst die Zahl der Informationstafeln, um der natürlichen Umgebung mehr Aufmerksamkeit zu geben.
Grohs erläuterte, der Lehrpfad solle aus sich heraus wirken. Besucher sollten die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen und das Zusammenspiel von Bach und Wald unmittelbar verstehen können. Der Leitgedanke "Natur erleben und verstehen" verbinde sich mit dem Wunsch, Abstand von der digitalen Welt zu gewinnen und die Landschaft vor der eigenen Haustür neu kennenzulernen.
Die neu gestalteten Tafeln erklären, wie Wasser und Wald zusammenhängen. Sie informieren außerdem über die Lebensräume heimischer Tiere und Pflanzen sowie über angemessenes Verhalten in der Natur. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung der Artenvielfalt für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht.
Ehrenamt ermöglicht Naturerfahrungen
Kreisbeigeordneter Fred Jüngerich würdigte besonders die Leidenschaft, mit der sich Ortsbürgermeister Grohs dem Vorhaben gewidmet habe. Er begrüßte den Ansatz, Besuchern Freiraum für eigene Erfahrungen in der Natur zu lassen.
Zugleich betonte Jüngerich die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit. Viele Projekte ließen sich ohne den Einsatz zahlreicher Freiwilliger nicht in einem solchen Umfang verwirklichen. Gerade für junge Menschen sei es wichtig, durch eigene Erlebnisse einen Zugang zur Natur zu finden.
Lehrpfad soll touristisch bekannter werden
Berno Neuhoff stellte den Beitrag des Bachlehrpfades zur touristischen Entwicklung heraus. Die Verbandsgemeinde Wissen verzeichnet jährlich rund 40.000 Übernachtungen. Für Einheimische und Gäste biete der Weg eine attraktive Gelegenheit, das Wisserland und seine Natur kennenzulernen.
Der Bürgermeister erklärte, die Region verfüge über viele schöne Wege, zu denen auch der Selbacher Bachlehrpfad zähle. Solche Angebote wolle man bekannter machen und stärker touristisch vermarkten. Allen Beteiligten dankte Neuhoff für ihr nachhaltiges Engagement.
Breite Unterstützung für die Erneuerung
Die Finanzierung der Sanierung ermöglichten der Landkreis Altenkirchen, die Verbandsgemeinde Wissen und die Ortsgemeinde Selbach (Sieg). Hinzu kamen die Jagdgenossenschaften Selbach und Fensdorf, die Waldinteressenschaften Selbach und Fensdorf sowie die Haubergsgenossenschaften Erben-Eichenhahn.
Auch Jochen Stentenbach, Touristiker der Verbandsgemeinde Wissen, unterstützte die Erneuerung. Der überarbeitete Bachlehrpfad bietet nun wieder Gelegenheit, die heimische Natur zu entdecken, ihre Zusammenhänge zu verstehen und die Umgebung bewusst zu erleben. (PM/bearbeitet durch Red)
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