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Nachricht vom 21.11.2016 - 09:58 Uhr    

Letzte Jahresversammlung der Feuerwehren der VG Gebhardshain

Die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Gebhardshain trafen sich am Freitagabend, 18. November zur letzten Jahresversammlung mit allen vier Löschzügen und den Alterskameraden in der Gaststätte „Im Dorfkrug“. Ehrungen, Beförderungen und Neuaufnahmen gehörten ins Programm.

Bürgermeister Konrad Schwan, Michael Kreuels, Klaus Dieter Ahrenhold und Wehrleiter Björn Jestrimsky (von links). Fotos: anna

Elkenroth. Mit dieser zweiten Jahresversammlung, die erste fand zu Beginn des Jahres statt, wollten die Feuerwehrkameraden ein letztes Treffen in der gewohnten Konstellation durchführen und offiziell das Jahr 2016 beschließen. Denn bekanntlich tritt am 1. Januar 2017 die Verschmelzung der VG Gebhardshain mit der VG Betzdorf in Kraft und damit auch die der Freiwilligen Feuerwehren.

Bürgermeister Konrad Schwan begrüßte die zahlreich erschienenen Wehrleute und sprach davon, dass er sich noch immer nicht so recht an den Gedanken der Fusion gewöhnen könne und es ihm nicht einerlei sei. Ein Trost sei es ihm, dass die vier Löschzüge in ihrem Bestand erhalten bleiben würden, so wie er und Wehrleiter Björn Jestrimsky dies bei einer zurückliegenden Jahresversammlung gefordert hätten. Einen besonderen Gruß sprach Schwan an den Alterskameraden Heribert Dietershagen (ehem. Wehrleiter) aus, sowie an KFI Dietmar Urrigshardt, an Peter Benner (Wehrleiter a. D.), VG-Jugendfeuerwehrwart Christian Rosenthal, Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Hain, den Beigeordneten Joachim Brenner und die Fachbereichsleiter Martin Becker und Jürgen Seibert.

An die Adresse der Feuerwehrkameradinnen und –kameraden sagte Schwan, dass es dank ihres Einsatzes immer gelungen sei, Menschen in Notlagen zu helfen und schloss in diesen Dank ausdrücklich auch die Helferinnen und Helfer der DRK Bereitschaft mit ein. Der Verwaltungschef erklärte, dass die Feuerwehren der VG Betzdorf gegenüber denen der VG Gebhardshain unterschiedlich ausgerichtet seien. Gleichwohl seien die vier Löschzüge der auslaufenden Verbandsgemeinde einsatzfähig und in der Lage Probleme zu lösen. Eine gute Zusammenarbeit der Feuerwehren beider VGs habe sich auch schon in der Vergangenheit bewährt. Er gab sich sicher, dass auf der Ebene der Feuerwehren alles prima zusammen gehen werde, denn schließlich zögen diese alle an einem Strang.

Er selbst werde mit Beginn des neuen Jahres in Rente gehen und habe sich geschworen, sich künftig aus allem herauszuhalten, so Schwan. Er wünschte besonders den Verantwortungsträgern der neuen großen gemeinsamen Feuerwehr alles Gute und eine glückliche Hand.

Wehrleiter Jestrimsky begann seinen Jahresbericht mit einigen Statistiken. So beträgt die personelle Stärke der vier Löschzüge zusammen 148 Aktive, die sich wie folgt aufteilen: LZ I Steinebach 45, LZ II Kausen 39, LZ III Elkenroth 37 und LZ IV Rosenheim 27. In der Jugendfeuerwehr sind derzeit 46 Kinder und Jugendliche aktiv und die Alterskameraden zählen 36 „Ruheständler“ in ihren Reihen. Bezüglich der Aus- und Weiterbildung wurden fünf Lehrgänge auf Kreisebene von 37 Kameraden absolviert, fünf Wehrleute besuchten die Landesfeuerwehrschule und weitere acht Kameraden besuchten sonstige Lehrgänge. Die gesamten Kosten für diese Aus- und Weiterbildung beliefen sich auf 21.465 Euro. An Einsätzen gab es in 2016 mit Stand bis 18. November 29 Brandeinsätze, 17 Hilfeleistungen, acht Brandmeldealarme und 32 Hilfeleistungen zur Brauchtumspflege für die Feuerwehr zu absolvieren. Der Wehrleiter lobte die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaften ausdrücklich und bedankte sich für die geleistete Arbeit. Dies auch im Hinblick auf die Tatsache, dass in der fusionierten Feuerwehr eine neue Führung gewählt werden muss und er selbst vielleicht künftig kein Wehrleiter mehr sei.

Dem scheidenden Feuerwehrchef Schwan überreichte er ein eingerahmtes Foto welches alle Löschzüge, samt Personal und Einsatzfahrzeuge am Barbaraturm zeigt und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die prima Unterstützung wenn es um Belange der Feuerwehr gegangen sei. Nach einem kurzen Bericht von Rosenthal hinsichtlich der Jugendarbeit sprach KFI Urrigshardt sein Grußwort. Er bedankte sich namentlich bei Klaus Dieter Ahrenhold, Bastian Bierbaum und Björn Jestrimsky und lobte deren großen und vielfältigen Einsatz für die Feuerwehr. Einen Dank sprach der KFI aber auch dem VG-Bürgermeister, dem Rat und den Fachbereichsleitern aus, die für die gute Ausstattung und Strukturierung der Löschzüge zuständig waren. Mit Blick auf das kommende Jahr sei er guten Mutes, so Urrigshardt. Feuerwehr sei durch Kameradschaft geprägt und durch die Fusion entstehe eine Einheit von fast 300 Aktiven.

Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Hain blickte in seinem Grußwort noch einmal auf die Anfänge der Jugendfeuerwehren im Gebhardshainer Land zurück und lobte den hohen Stellenwert, den die Jugendfeuerwehren hier hätten.

Anschließend folgten Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen.
Verpflichtungen: Feuerwehrmann/-frauanwärter – Mareen Tries, Lucca Gomez, Philipp Smolny, Marvin Maurer und Johannes Mockenhaupt.

Beförderungen:
Feuerwehrmann: Robin von Weschpfennig, Marvin Benner, Lukas Köhler, Dustin Weber, Sebastian Weber, Felix Hahmann, Christian Behler, Jan Peter Heidrich, Karl Mockenhaupt und Denis Eichler.
Oberfeuerwehrmann: Jonas Diedershagen, Benjamin Denlöffel, Kay Haack, Henry Lauterbach, Adrian Weber und Benjamin Becker.
Oberlöschmeister: Marco Schuhen und Karl-Heinz Weber.
Hauptlöschmeister: Michael Böhmer, Berthold Pfeiffer, Rainer Mockenhaupt, Stefan Hirche, Manuel Prümm, Ulf Schneider und Dieter Schuhen.
Brandmeister: Timo Hutter und Tom Theis.

Zu Verbandsführern wurden Klaus Dieter Ahrenhold, Thomas Schuhen, Michael Schuhen und Bastian Bierbaum ernannt. Diese können künftig in der neuen VG als Einsatzleiter tätig werden und auch die Wehrleitung rechtlich vertreten.

Außerdem wurde Klaus Dieter Ahrenhold mit Wirkung zum 31. Dezember aus seinem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen und Michael Kreuels mit Wirkung zum 1.1.2017 als dessen Nachfolger zum Ehrenbeamten ernannt.

Geehrt wurden zudem mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen für 35 Jahre aktiven Dienst Werner Schuhen, Robert Mockenhaupt, Alois Mockenhaupt, Rainer Mockenhaupt, Klaus Pfeifer, Berthold Pfeiffer, Klaus Pfeiffer und Hubertus Schneider.

Eine ganz besondere Auszeichnung wurde dem langjährigen Wehrleiter a. D. Peter Benner zu teil, nachdem Bürgermeister Schwan dessen Feuerwehr-Vita vorgetragen hatte. Demnach ist Benner 1977 der Freiwilligen Feuerwehr Gebhardshain beigetreten und absolvierte mit überdurchschnittlichem Erfolg zahlreiche Fachlehrgänge. Vom 29.4.1985 bis 13.1.1998 war Benner Wehrführer im LZ III Elkenroth. Ab dem 1.8.1988 fungierte er als stellvertretender Wehrleiter und übernahm vom 11.12.1997 bis 21.9.2013 das Amt des Wehrleiters der VG Gebhardshain. Des Weiteren war Benner 16 Jahre als Kreisausbilder tätig und vom 23.6.1995 bis heute ist er Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Altenkirchen. Ausgezeichnet wurde er 1997 mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen am Bande. 2002 mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst. 2004 mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber. 2013 mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen für 35 Jahre aktiven Dienst und der Goldenen Ehrennadel des Feuerwehr Landesverbandes.

Benner, der mittlerweile die Altersgrenze von 63 Jahren erreicht hat wurde im Rahmen der Veranstaltung zum einen vom Bürgermeister aus dem aktiven Dienst zu den Alterskameraden entlassen und erhielt zudem noch das Goldene Feuerwehrehrenzeichen am Bande für seine Verdienste in der Freiwilligen Feuerwehr. (anna)



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